Ganztagesschule in Baden-Württemberg
In Baden-Württemberg steht das Thema Ganztagesschule derzeit ganz vorne auf der Tagesordnung. Von 4.200 Schulen sind derzeit etwa 500 Ganztagesschulen, die meisten davon sind Hauptschule in Brennpunkten. 508 Schulen haben sich um Fördergelder für bauliche Maßnahmen aus der IZBB-Förderung beworben, von denen Baden-Württemberg 528 Millionen erhält. Die Zuschüsse werden nach dem Eingang der Anträge "Windhundprinzip" vergeben, was dazu führen wird, dass die Ansiedlung von Ganztagesschulen nicht nach inhaltlichen oder kommunalen Prinzipien geschehen wird.
Landesregierung setzt auf Jugendbegleiter-Programm
In einer Ganztagesschule ist eine Betreuung von 8:00 bis 16:00 Uhr an mindestens vier Tagen pro Woche garantiert. Ministerpräsident Günther Oettinger will eine möglichst kostengünstige personelle Ausstattung der Ganztagesschulen. Er setzt dabei auf sogenannte "Jugendbegleiter": Ehrenamtliche aus Kirchen und Vereinen sollen Betreuungsangebote übernehmen.
Chancen und Risiken
Für die katholische Jugendarbeit bietet diese Entwicklung Chancen und Risiken zugleich. Schule wird auf die Kirchen als Partner angewiesen sein, wenn es darum geht Schüler eine umfassende Bildung über den Tag hinweg zu vermitteln. Völlig offen ist hingegen, wie die Jugendverbände daran beteiligt werden können. Gruppenstunde an der Schule sind ein denkbares Modell, werden aber in der Realität daran scheitern, dass die potentiellen Gruppenleiter zu den entsprechenden Zeiten ebenfalls in der Schule sind. In Rheinland-Pfalz hat die DPSG zwiespältige Erfahrungen mit Gruppenstunden an Schule gemacht. Während die KSJ in der Diözese Rottenburg-Stuttgart dies am Bildungszentrum St. Konrad in Ravensburg erfolgreich umgesetzt hat.
Insgesamt hat kirchliche Jugendarbeit mit der Öffnung der Schulen die einmalige Chance viele Kinder und Jugendliche zu erreichen, die bisher keinen Kontakt zur kirchlichen Jugendarbeit haben. Die Risiken sehen die meisten Jugendleiter darin, dass sie selbst bzw. die Gruppenkinder keine Zeit mehr für Gruppenstunden haben werden. Ob diese Befürchtung wirklich so eintrifft, wird sich erst noch zeigen müssen. Nach so viel Schule am Tag kann es auch sein, dass die Kinder und Jugendlichen danach gerade etwas tun wollen, was nichts mit Schule zu tun hat und darum in die Kinder- oder Jugendgruppe kommen.
Was ist zu tun?
In manchen Städten gab es bereits runde Tische mit Vertretern der Schulen, Verwaltung, Vereinen und der Kirchen.
Schritt 1
In der jetzigen Situation macht es Sinn, sich zu informieren, ob im Einzugsgebiet der Pfarrei eine Ganztagesschule entsteht bzw. gibt.
Schritt 2
Wenn dies so ist, empfiehlt es sich, den Rektor dieser Schule zu einem Gespräch beispielsweise in den Kirchengemeinderat einzuladen, um zu erfahren, was geplant ist.
Schritt 3
Weitere Planungen vornehmen: Die Ergebnisse aus diesem Gespräch können dann die Grundlage für das weitere Vorgehen sein.
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Kontakt
Dominik Hillebrand, Bildungsreferent, Fon 07153 3001 - 161
Benjamin Wahl, Projektreferent, Fon 07153 3001 -126
Christina Arndt, Sekretariat, Fon 07153 3001 -162
Martina Resch, Sekretariat, Fon 07153 3001 -129
Materialien zum Download
- Liste der IZBB-Ganztagesschulen in Baden-Württemberg
- Kurzübersicht IZBB-Ganztagesschulen
- Offizielle Checkliste
- Informationspapier Ganztagesschule/-betreuung
- Projekte & Aktionen
- Wir über uns
- Fachstellen
- Service
- kinderschutz








