Frieden überwindet Grenzen

30.11.2020 | Pfadfinder*innen überreichen den Menschen anders als sonst das Friedenslicht aus Betlehem

Jährlich wird am dritten Advent das Friedenslicht von Bethlehem in die weite Welt gebracht. Doch dieses Jahr wird dies aufgrund der aktuellen Corona-Infektionslage nicht wie sonst stattfinden. Dennoch hat sich das Organisationsteam der vier deutschen Pfadfinderringverbände zum Ziel gesetzt, dass das Licht so viele Menschen wie möglich erreicht, ganz im Sinne des Jahresmottos „Frieden überwindet Grenzen“. Aus diesem Grund werden sie das Friedenslicht am Sonntag, den 13.12.2020, an verschiedenen Übergabestationen in ganz Württemberg verteilen. Einerseits heißt dies zwar, dass es diesmal keine gemeinsame Aussendungsfeier geben wird, andererseits kommt das Friedenslicht den Menschen entgegen. In Württemberg startet die Friedenslicht-Tour an den Übergabeorten Ulm und Stuttgart.

Geschlossene Grenzen gab es dieses Jahr nicht nur zwischen einzelnen Ländern. Auch die Menschen kamen und kommen pandemiebedingt an ihre Grenzen: Die einen befürchten den Verlust des Arbeitsplatzes, andere sorgen sich um die Gesundheit ihrer Angehörigen wieder andere leiden unter den physischen Kontaktbeschränkungen. Eine Gesellschaft, die sich in dieser Situation solidarisch zeigt und als Gemeinschaft zusammenhält, ermöglicht Frieden. Wenn Menschen füreinander da sind, dann lassen sich Grenzen überwinden – ob innere oder äußere. Das Friedenslicht ist ein sichtbares Zeichen für diese Solidarität und damit für den Frieden in der Welt.

Die Aktion Friedenslicht wurde vom ORF im Jahr 1986 gegründet. Seither wird das Licht jedes Jahr in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem von einem Kind entzündet. In Deutschland ist die Aussendung nun seit 25 Jahren eine Gemeinschaftsaktion der Ringverbände der Pfadfinderinnen und Pfadfinder Deutschlands (Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP), Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG), Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) und Bund moslemischer Pfadfinder und Pfadfinderinnen Deutschlands (BMPPD)) sowie des Verbandes Deutscher Altpfadfindergilden.

Voraussichtlich wird das Licht von Vertretern der vier Pfadfinderverbände am 15.12.2020 auch ins Staatsministerium und in den Landtag gebracht.  
Weitere Informationen gibt es unter www.friedenslicht-stuttgart.de