
Bei der Herbst-Diözesanversammlung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Rottenburg-Stuttgart am 17. Oktober in Wernau verabschiedeten die jungen Delegierten aus den Jugendverbänden und Regionen ein Positionspapier zur „Kirche der Zukunft“ und das Schwerpunktthema „Inklusion“ für die kommenden zwei Jahre.
„Junge Menschen möchten verbindlich in den Veränderungsprozessen der Kirche beteiligt werden und so sicherstellen, dass ihre Interessen und Bedürfnisse berücksichtigt werden“, fasst Nadine Maier, Geistliche Diözesanleiterin BDKJ/BJA das verabschiedete Positionspapier zusammen. Eine zukunftsfähige Kirche entstehe erst dort, wo junge Menschen Verantwortung übernehmen und Kirche aktiv mitgestalten können. Und das lässt sich am besten gewährleisten, wenn die Perspektive von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen strukturell in verschiedenen Beteiligungsformaten auf allen Ebenen verankert wird.
Dort wo wesentliche Struktur- und Reformentscheidungen zur künftigen Gestalt von Kirche getroffen werden, dort soll ein verbindlicher Jugend-Check eingeführt werden. Er prüft, inwieweit die Entscheidungen sich auf junge Menschen und bestehende Formate der Kinder- und Jugendarbeit auswirken, und ob ihre Bedürfnisse berücksichtigt sind. „Die Zukunft der Kirche entscheidet sich wesentlich daran, welchen Platz junge Menschen in ihr haben“, betont Maier und ergänzt: „…es braucht daher unbedingt mehr Beteiligung und Sichtbarkeit von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.“
Der BDKJ und das Bischöfliche Jugendamt (BJA) dienen dabei als verlässliches Fach- und Serviceangebot für qualifizierte Kinder- und Jugendarbeit vor Ort in den neuen Kirchengemeinden (nKG), das auch künftig finanziell und institutionell abgesichert werden muss. Service soll es in Zukunft auch zu der Frage geben, wie Kinder- und Jugendarbeit barriereärmer gestaltet werden kann. Dazu beschlossen die Delegierten das neue Schwerpunktthema „All(e) Inclusive – Barrieren abbauen. Teilhabe ermöglichen“. „In unseren Angeboten sollen sich alle jungen Menschen willkommen fühlen. Dafür wollen wir die nächsten zwei Jahre gemeinsam lernen, welche Hürden wir abbauen müssen, damit wir echter Teilhabe näherkommen “, erklärt Carolin Christmann-Höfle, Diözesanleiterin BDKJ/BJA.