Begegnung weltweit

01.08.2019 | 35 Freiwillige der Diözese wurden in ihren Weltkirchlichen Friedensdienst entsendet

Am 26. Juli entsandte Diözesanjugendseelsorger Markus Scheifele 35 junge Erwachsene ins Ausland, wo sie ihren Weltkirchlichen Friedensdienst leisten werden. Ein Jahr lang werden sie in verschiedenen Ländern in Afrika, Lateinamerika und Asien leben und in sozialen Projekten mitarbeiten. In dem Gottesdienst im Kloster Heiligkreuztal wurden gleichzeitig zehn Freiwillige aus Lateinamerika, Asien und Afrika verabschiedet, die im vergangenen Jahr einen Bundesfreiwilligendienst in der Diözese geleistet haben.

 

Durch die Weltkirchlichen Friedensdienste wird in der Diözese Rottenburg-Stuttgart seit über 30 Jahren weltkirchliche Partnerschaft gelebt und gefördert. So werden viele der 35 Freiwilligen ihren Dienst in Gemeinden leisten, die über eine Partnerschaft mit Gemeinden der Diözese verbunden sind. Andere werden in Ordensgemeinschaften oder in sozialen, ökologischen und pastoralen Projekten tätig sein. Dabei dürfen sie erfahren, was es heißt, Gast zu sein und sich von den Begegnungen vor Ort bereichern lassen.

Das Programm der Weltkirchlichen Friedensdienste soll keine Einbahnstraße sein: Obwohl die deutsche Visapolitik in einigen Fällen eine erhebliche Hürde darstellte leisteten dieses Jahr zehn Freiwillige aus Uganda, Indien, Brasilien, Peru, Bolivien, Argentinien und Mexiko einen Dienst in verschiedenen Gemeinden der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Im Rahmen des Aussendungsgottesdienstes bedankte sich das Team der Weltkirchlichen Friedensdienste bei den Gastfamilien und Begleitpersonen, die diese Art der weltkirchlichen Begegnung in der Diözese maßgeblich unterstützten und bei den Freiwilligen, die sich für ein Jahr mit ihrem Mut, ihren Ideen und ihrer Tatkraft in die Diözese eingebracht haben. Der mexikanische Freiwillige José Luis Farrera Pena berichtete im Gottesdienst auf sehr persönliche Weise von seinem Jahr:  „Gundelsheim nennt sich der Ort, der mein zweites Zuhause werden sollte. Eine wundervolle Familie erwartete mich mit offenen Armen und nahm mich wie einen weiteren Sohn bei sich auf. Mit ihnen gemeinsam teilte ich in diesem Jahr die guten und auch die schwierigen Momente. Immer wenn ich Nachhause kam, begrüßten sie mich mit einer herzlichen Umarmung und fragten mich: wie war dein Tag?“.

Im Laufe den nächsten Wochen reisen die Freiwilligen der Diözese in ihre Einsatzländer aus. Der nächste Jahrgang der Reverse-Freiwilligen wird am 26. August in der Diözese erwartet.

Der Weltkirchliche Friedensdienst in der Diözese Rottenburg-Stuttgart entstand 1986 nach der damaligen Diözesansynode als bundesweit einzigartige Initiative dieser Art, damals noch unter dem Namen „Laien im Dienst der Evangelisierung und des Friedens“. Vor einigen Jahren erhielt der Dienst seinen heutigen Namen. Seit der Gründung leisteten an die 300 junge Menschen den Weltkirchlichen Friedensdienst.