Über roten Teppich in die Zukunft

04.12.2017 | Katholischer Jugendmedienpreis 2017: Jury zeichnet zum Thema "Zukunftszeit" drei Kurzfilme und einen Clip aus

Kinosaal auf, Scheinwerfer an: Im Rahmen der 23. Filmschau Baden-Württemberg sind am Sonntag, 3. Dezember 2017, im Stuttgarter Metropolkino durch das Bischöfliche Jugendamt (BJA) der Diözese Rottenburg-Stuttgart drei Kurzfilme und ein Clip zum Thema "Zukunftszeit" ausgezeichnet worden. Insgesamt waren acht Filme in drei Kategorien für den Katholischen Jugendmedienpreis 2017 nominiert.

 

 

Jörg Gesar, Ellwangen
Leon Zorn, Heidelberg
Team des BDKJ Speyer
Ministranten St. Petrus, Tübingen

In der Alterskategorie bis 15 Jahre freute sich Jungfilmer Gesar L. Jörg aus Ellwangen über 200 Euro Preisgeld und die begehrte durchsichtige Glastrophäe. Sein Kurzfilm „Labyrinth des Lebens“ ist ein zeitaufwändiges Generationenprojekt mit vielen technischen Raffinessen, das mit wunderschönen Luftaufnahmen gespickt ist.

Leon Zorn aus Heidelberg gewann in der Alterskategorie 16 bis 19 Jahre ein Preisgeld von 300 Euro. Mit seinem verfilmten Poetry-Slam „Wir sind die Gestalter“ bedient er sich einer eigenen Kunstform und greift darin gesellschaftliche Probleme und Fehlentwicklungen in einer spielerischen und teils melancholischen Weise auf. Dabei appelliert er an die Verantwortung jedes einzelnen, diesen Entwicklungen durch ein Mehr an Eigenverantwortung entgegen zu treten.

In der Alterskategorie 20 bis 25 Jahre zeichnete Weihbischof Thomas Maria Renz das Team des Social-Media Camps des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Speyer für den Clip „FACEzination“ aus. Das Team hatte sich intensiv mit dem Thema „Zukunftszeit“ auseinandergesetzt und seine Ideen in einen sehr aussagekräftigen 1:13-Minuten-Clip fließen lassen, in dem es sich mit einem farbenfrohen Gesichterpuzzle für ein buntes Land ausspricht. In seiner Laudatio lobte Weihbischof Renz ausdrücklich, dass der Film ein „eindrückliches Zeichen gegen Oberflächlichkeit und Schubladendenken setzt und klare Position für ein buntes Land und Vielfalt bezieht.“ Der Preis ist mit 500 Euro dotiert.

Zum fünften Mal in Folge wurde zudem die Kategorie Publikumspreis vergeben: Hier machten die Ministranten der Kirchengemeinde St. Petrus in Tübingen mit ihrem Film „Places of Worship“ das Rennen um die begehrte Trophäe und ein Preisgeld von 300 Euro. Für den Publikumspreis konnten am Nachmittag die Zuschauer des Screenings, bei dem auf einer großen Kinoleinwand alle nominierten Filme gezeigt wurden, abstimmen. Dabei gingen die Ministranten knapp als Sieger hervor.

„Alle Einsendungen sind auf ihre jeweilige Art technisch und inhaltlich einzigartig“, lobt Benjamin Wahl, Diözesanleiter des Bischöflichen Jugendamtes, das Engagement der jungen Filmschaffenden. „Da waren junge Menschen und Gruppen am Werk, die das Thema ganz unterschiedlich verstanden und bearbeitet haben. Das hat den Vergleich und die Auswahl schwer gemacht. Allen, die jetzt Filme eingereicht haben, wünsche ich, dass sie sich ihre Kreativität und ihren Mut beibehalten und weiter kreativ in der Öffentlichkeit ihre Ideen, Gefühle und Positionen darstellen. Davon profitieren wir alle.“

Die Preisträgerfilme zum Wettbewerb um den Katholischen Jugendmedienpreis 2017 unter dem Motto "Zukunftszeit" werden ab 6. Dezember auf www.jugend-medienpreis.de zu sehen sein. Dort wird Mitte Januar auch das Motto des Katholischen Jugendmedienpreises 2018 bekannt gegeben.

Der Wettbewerb wird vom Bischöflichen Jugendamt der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Kooperation mit dem Filmbüro Baden-Württemberg e.V. ausgerichtet. Unterstützt wird der Katholische Jugendmedienpreis zudem durch die Jugendpresse Baden-Württemberg e.V., dem Katholischen Pressebund e.V. sowie der Fachstelle Medien der Diözese Rottenburg-Stuttgart.