Politisches Profil schärfen

16.10.2017 | Katholischer Jugenddachverband erarbeitet Strategie für sein politisches Engagement

„Der BDKJ ist ein politischer Verband. Gerade jetzt angesichts der populistischen Strömungen in der Gesellschaft und dem demografischen Wandel, müssen wir stärker als bisher die Stimme für die Interessen junger Menschen erheben.“ Diözesanleiter BDKJ/BJA Benjamin Wahl hat mit dieser Aussage die volle Aufmerksamkeit der vor ihm sitzenden Versammlung. Grüne Karten an hochgestreckten Armen signalisieren Zustimmung.

 

Die rund 55 Delegierten aus den Dekanats- und Mitgliedsverbänden sowie Jugendorganisationen des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) der Diözese Rottenburg-Stuttgart stimmten auf ihrer Herbstversammlung in Wernau dann auch einstimmig dafür, die politische Arbeit des Dachverbandes zu stärken. Es geht den jungen Katholiken neben einer schnellen Reaktion auf politische, kirchliche und gesellschaftliche Prozesse auch darum, neue Beteiligungsformate auf kommunaler und Landesebene zu erproben. Das kann beispielsweise über die Kommunikation in den Sozialen Medien oder über Abstimmungsplattformen im Internet geschehen.

Bis zur nächsten Diözesanversammlung im Frühjahr 2018 erarbeitet der BDKJ eine mittelfristige Strategie, mit welchen Themen, welche Organe sich zu welchem Zeitpunkt in der öffentlichen Diskussion positionieren. Sie beinhaltet zudem einen Maßnahmenplan, wie Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zu politischen Teilhabe befähigt werden können, wie die eigenen Mandatsträger politisch geschult und begleitet werden und wie sich die verschiedenen politischen Akteure des BDKJ untereinander vernetzen können.

In einem Studienteil wird dieser Handlungsrahmen und die damit verbundene Strategie des politischen Handelns den Delegierten präsentiert, mit ihnen diskutiert und ihnen zur Abstimmung gestellt. Damit ab März 2018 der BDKJ ein geschärftes politisches Profil in Kirche, Gesellschaft und Politik zeigen kann.

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