248 Stunden Zukunftszeit gesammelt

20.03.2017 | Katholische Jugend startet aktive Phase ihrer Kampagne gegen Menschenfeindlichkeit

„Wir wenden uns im Rahmen der Aktion „Zukunftszeit – Gemeinsam für ein buntes Land“ nicht nur gegen stumpfe Parolen, die suggerieren, dass unsere Welt einfach sei, sondern setzen uns gleichzeitig dafür ein, dass die Würde und Individualität eines jeden Menschen anerkannt und toleriert wird.“ Diözesanleiter BDKJ/BJA Benjamin Wahl bringt mit dieser Aussage das Ziel der Kampagne zur Bundestagswahl auf den Punkt. Mit rund 248 Stunden Engagement gegen Menschenfeindlichkeit und für die Integration von Geflüchteten startete die Katholische Jugend in Rottenburg-Stuttgart am 18. März in die Aktionsphase.

Die 71 Delegierten aus den Dekanats- und Mitgliedsverbänden sowie Jugendorganisationen des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) der Diözese Rottenburg-Stuttgart setzten sich auf dessen Frühjahrsversammlung in Rot a. d. Rot in einem dreistündigen Studienteil mit Formen von Menschenfeindlichkeit auseinander. In mehreren Workshops erprobten sie Methoden und Argumente, um populistischer Hetze zu widersprechen und diskutierten konkrete Aktionen für eine bunte Gesellschaft. Die Ideen reichten von Flashmobs, dem Infostand auf dem Marktplatz über die klassische Podiumsdiskussion bis hin zu einer kompletten Schulaktionswoche oder einer politischen Zugfahrt mit Bundestagskandidaten.   

35.000 Stunden sollen es bis zur Bundestagswahl im September 2017 werden. Bundesweit sind junge Menschen in den katholischen Jugendverbänden und darüber hinaus aufgerufen, ihr Engagement für alle Ausgegrenzten der Gesellschaft auf das Zeitkonto der „Zukunftszeit“ zu verbuchen. Diese 35.000 Stunden entsprechen in etwa der Dauer der kommenden Legislaturperiode. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene machen so deutlich, was sie von der Politik nach der Bundestagswahl erwarten: Den Einsatz für ein offenes, demokratisches, solidarisches und vielfältiges Land. „Aus unserem christlichen Selbstverständnis heraus soll mit der Aktion deutlich werden, dass es in der großen Menschheitsfamilie keine Fremden gibt. Indem wir das uns miteinander Verbindende in den Fokus stellen, wachsen wir zu einer starken Gemeinschaft zusammen“, bekräftigt Weihbischof Thomas Maria Renz das Anliegen der Kampagne.

„Zukunftszeit – Gemeinsam für ein buntes Land“ ist eine Aktion des BDKJ und seiner Mitglieds- und Dekanatsverbände. Weitere Infos gibt es unter www.zukunfszeit.de