Brücken bauen statt Mauern

24.07.2017 | 41 junge Erwachsene beginnen im August ihren Weltkirchlichen Friedensdienst in Ländern des globalen Südens

Am 21. Juli 2017 entsendete Weihbischof Thomas Maria Renz in der Abteikirche Neresheim 41 Freiwillige für ein Jahr in den Weltkirchlichen Friedensdienst des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und der Hauptabteilung Weltkirche der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Die jungen Menschen zwischen 18- bis 26 Jahre werden bei Partnergemeinden und –organisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika leben und in kirchlichen und sozialen Projekten arbeiten.

 

Dabei geht es darum Brücken zwischen Menschen in Deutschland und im Einsatzland zu schlagen, um einen Austausch zu ermöglichen. Dies geschieht vorwiegend durch Rundbriefe, die jeder Freiwillige regelmäßig nach Deutschland schickt. „Die Berichte vieler Freiwilligen machen deutlich: Sie werden ein Leben lang von diesen Erfahrungen profitieren. Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst weltwärts verändert, in den Köpfen und in den Herzen.“, meint Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Bereits seit Januar bereiteten sich die Freiwilligen auf den neuen Lebensabschnitt in Übersee vor. In den insgesamt 15 Seminartagen wurden neben Organisatorischem wie die Packliste auch Themen wie Weltkirche, interkulturelle Kommunikation und Abschied von Deutschland behandelt. Das Aussendungsseminar im Juli verbringen die jungen Erwachsenen mit acht Freiwilligen aus Lateinamerika, die im Aussendungsgottesdienst in ihre Heimatländer verabschiedet werden. Diese haben ihren Weltkirchlichen Friedensdienst ein Jahr lang in Form eines Bundesfreiwilligendienstes in sozialen Einrichtungen der Gemeinden der Diözese Rottenburg-Stuttgart absolviert.
Anfang September reisen die Reverse-Freiwilligen des Jahrgangs 2017/18 für ihren einjährigen Dienst aus Mexiko, Argentinien, Paraguay, Brasilien, Bolivien und Peru an.

Der Weltkirchliche Friedensdienst in der Diözese Rottenburg-Stuttgart entstand 1986 nach der damaligen Diözesansynode als bundesweit einzigartige Initiative dieser Art, damals noch unter dem Namen „Laien im Dienst der Evangelisierung und des Friedens“. Vor einigen Jahren erhielt der Dienst seinen heutigen Namen. Seit der Gründung leisteten an die 470 junge Menschen den Weltkirchlichen Friedensdienst.