Jetzt erst recht!

25.09.2017 | Populismus und Nationalismus als menschen- und demokratiefeindlich entlarven

Der BDKJ in Baden-Württemberg gibt sich angesichts der Wahlergebnisse zur Bundestagswahl 2017 kämpferisch: Auch nach dem Einzug der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) mit 12,6 Prozent in den Bundestag werden sich die jungen Menschen der katholischen Jugendverbände offensiv gegen Populismus, Hass, Rassismus und Menschenfeindlichkeit einsetzen. Der BDKJ knüpft dabei an seine Aktion „Zukunftszeit - Gemeinsam für ein buntes Land“ an, die über die Wahl hinaus für eine solidarische und weltoffene Gesellschaft wirbt.

„Wir engagieren uns demonstrativ gegen die Verharmlosung populistischer Aussagen, die auf nationalistischem Gedankengut aufbauen und die demokratischen Werte erschüttern“, unterstreicht Paul Rögler, BDKJ-Landesvorsitzender in Baden-Württemberg das Anliegen der Aktion. Wer die Grenzen dicht machen will und PolitikerInnen als unfähig bezeichnet, der entlarvt sich sowohl als Menschrechts- als auch Demokratiegegner, der keine eigenen realpolitischen Konzepte für das Gemeinwohl aller vorweisen kann. „Die Jugendlichen der katholischen Jugendverbände werden sich nun erst recht überall dort einmischen, wo gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit sichtbar wird“, kündigt Rögler an. Seit Herbst vergangenen Jahres haben sie in Baden-Württemberg knapp 15.000 Stunden des Engagements für und mit Geflüchteten und anderen Randgruppen der Gesellschaft gesammelt. Und es werden noch etliche hinzukommen.

Angesichts des dramatischen Erstarkens der Rechtspopulisten und ihren Einzug in den Bundestag, setzt der BDKJ Baden-Württemberg künftig verstärkt auf politische Bildung. „Christ sein heißt, politisch zu sein, meinte Dirk Bingener, BDKJ-Bundespräses bei der Zukunftszeit-Kundgebung vergangenes Wochenende in Berlin. Aus dem christlichen Glauben heraus, der auf Nächstenliebe, Toleranz und Frieden basiert, sind wir aufgefordert immer wieder öffentlich deutlich zu machen, dass die politischen Ziele einer Partei, wie die der AfD, nicht in den Wertekanon einer auf-geklärten Gesellschaft passen.