katholisch. politisch. aktiv.

Auswirkungen der Landesverordnung auf die katholische Jugendarbeit in Gruppenstunden und Freizeiten

Ab dem 1. Juli gilt die neue Corona-Verordnung für die Jugendarbeit des Landes. Diese regelt die Einschränkungen und Möglichkeiten für die Freizeiten- und Zeltlagerarbeit in Baden-Württemberg. Die neue Verordnung bezieht sich in vielen Punkten auf die allgemeine Verordnung. Beide Verordnungen finden sich weiter unten als Downloaddatei.

Insbesondere für Freizeiten sind ab dem 1. August Veranstaltungen mit bis zu 500 Personen möglich, im privaten Raum wird dabei die Abstandsregel von 1,50 m rein formal nur noch empfohlen. Bis dahin sind für den Monat Juli Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen möglich. Im öffentlichen Raum gilt eine Gruppengröße von maximal 20 Personen und einem Abstand von 1,50 Meter zueinander. Zudem sollen die Gruppen möglichst stabil bleiben, was bedeutet, dass es möglichst keine Besuche von außen geben soll. Alle Lockerungen sind erfreulich, ermöglichen sie doch in einem gewissen Rahmen das Durchführen von regelmäßigen Gruppenstunden sowie Kinder- und Jugendfreizeiten - ob Tagesfreizeit oder Zeltlager -  in den Sommerferien. Der BDKJ rät jedoch allen, die bereits in Vorplanungen für entsprechende Veranstaltungen gegangen sind, den neuen Rahmen nicht gänzlich auszuschöpfen und ihre bisherige Programmplanung in der Verantwortung für den Gesundheitsschutz aller beteiligter Personen gemäßigt auszubauen.

Für alle, die sich bei der Organisation von Gruppenstunden und Freizeitangeboten nicht sicher sind, ist von Montag bis Donnerstag von 10 bis 12 und von 15 bis 17 Uhr eine Info-Hotline zur  geschalten:
07153 3001 -236

Zudem gibt es bis Ende Juli jeden Montagabend von 20:00 bis 21:30 Uhr ein digitales Vernetzungstreffen, bei dem auf aktuelle Veränderungen der Verordnungen und konkrete Fragen dazu eingegangen wird.
auf www.zoom.us | Zoom-Meeting ID 895 772 2162

Kontakt für Rückfragen: coronafragen@dont-want-spam.bdkj.info

Wir wünschen allen viel Erfolg!

Corona-Verordnungen und mehr

Corona FAQ

Die FAQ bieten Antworten auf häufig gestellte Fragen. Sie werden laufend aktualisiert und erweitert.

Wann muss ich bei meinem Angebot die Abstandregel beachten?

> Die Abstandsregel von 1,5m wird generell empfohlen. Eine Pflicht gilt nur, wenn ich mit meiner Gruppe im öffentlichen Raum bin, dann muss die Gruppe den Abstand von 1,5m einhalten (auch innerhalb der Gruppe).

Wie groß darf meine Gruppe sein?

> Wenn die Teilnehmenden vorher bekannt sind, gilt §10 (Veranstaltungen – bis zu 100 Personen ohne Zählung von Mitarbeitende) bis 31.07.2020 vom 1. August bis einschl. 31. Oktober 500 Teilnehmende.
   Gibt es Angebote mit mehr als 100 Teilnehmende, so sind Kleingruppen mit bis zu 30 Personen zu bilden. Zwischen den Gruppen gilt die Abstandsempfehlung von 1,5m. Innerhalb der Kleingruppe gilt keine
   Abstandsempfehlung.

   Stehen die Teilnehmende zu Beginn noch nicht fest, so gelten die Regelungen nach §9 (Ansammlungen – bis zu 20 Personen wobei auch Mitarbeitende mitgezählt werden.)

 

Was muss ich bei den Räumlichkeiten beachten?

> Der Veranstaltungsort muss so gewählt werden, dass die allgemeinen Abstandsempfehlungen von 1,5m eingehalten werden können.
> Die 10 qm-Regel entfällt.

 

 

Was muss ich im Bereich der Hygiene beachten?

> Das regelt der §4 der allgemeinen Corona-Verordnung:
1.    die Begrenzung der Personenzahl auf Grundlage der räumlichen
       Kapazitäten und die Regelung von Personenströmen und Warteschlangen,
       damit eine Umsetzung der Abstandsregel nach § 2 ermöglicht wird,
2.    die regelmäßige und ausreichende Lüftung von Innenräumen, die dem
       Aufenthalt von Personen dienen, sowie die regelmäßige Wartung von
       Lüftungsanlagen,
3.    die regelmäßige Reinigung von Oberflächen und Gegenständen, die
       häufig von Personen berührt werden,
4.    die Reinigung oder Desinfektion von Gegenständen, die
       bestimmungsgemäß in den Mund genommen werden, nachdem diese
       von einer Person benutzt wurden,
5.    die regelmäßige Reinigung der Barfuß- und Sanitärbereiche,
6.    das Vorhalten von Handwaschmittel in ausreichender Menge sowie von
       nicht wiederverwendbaren Papierhandtüchern, alternativ Handdesinfektionsmittel oder andere gleichwertige hygienische
      Handtrockenvorrichtungen,
7.    den Austausch ausgegebener Textilien, nachdem diese von einer Person
       benutzt wurden,
8.    eine rechtzeitige und verständliche Information über Zutritts- und Teilnahmeverbote, Abstandsregelungen und Hygienevorgaben, Reinigungsmöglichkeiten für die Hände, eine bestehende Möglichkeit bargeldlosen Bezahlens sowie einen Hinweis auf gründliches Händewaschen in den Sanitäranlagen.

Was beinhaltet ein Hygienekonzept?

> In einem Hygienekonzept ist darzustellen, wie die Hygienevorgaben nach §4 allgemeine Corona-Verordnung umgesetzt werden müssen. D.h. alle Punkte der Hygienevorgaben müssen in einem Konzept vorkommen,
  wie diese am Ort des Angebots umgesetzt werden.
> In den Empfehlungen der Arbeitsgruppe gibt es eine Checkliste für das Hygienekonzept.
> Das Konzept muss auf Anfrage vorgelegt werden können.

 

Welche Daten müssen im Rahmen eines Angebots erhoben werden?

> Durch §6 der allgemeinen Corona-Verordnung müssen zur Datenerhebung von Besucher*innen, oder Teilnehmer*innen folgende Daten erhoben werden:
   Vor- und Nachnahme, Anschrift, Datum und Zeitraum der Anwesenheit, sowie Telefonnummer oder E-Mail-Adresse.

> Diese Daten sind für einen Zeitraum von vier Wochen aufzubewahren und sodann zu löschen. Es ist zu gewährleisten, dass unbefugte Dritte keine Kenntnis von den Daten erlangen.

> Die Daten sind auf Verlangen der zuständigen Behörde zu übermitteln, sofern dies zur Nachverfolgung von möglichen Infektionswegen erforderlich ist.

> Die zur Datenerhebung verpflichteten Personen, die die Erhebung ihrer Kontaktdaten verweigern, sind von dem Besuch oder der Nutzung der Einrichtung oder der Teilnahme der Veranstaltung auszuschließen.

Welche Personen dürfen nicht am Programm teilnehmen?

Personen welche ansteckungsverdächtig sind, dürfen an eurem Angebot nicht teilnehmen. Dies umfasst Personen:
-    Die im Kontakt mit einer mit dem Coronavirus infizierten Person stehen oder standen, wenn seit dem letzten Kontakt noch nicht 14 Tage vergangen sind,
-    oder die typischen Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus, namentlich Geruchs- und Geschmacksstörungen, Fieber, Husten sowie Halsschmerzen aufweisen.
Personen mit Vorerkrankungen wird empfohlen nicht am Angebot teilzunehmen. Bei Teilnehmer*innen sollte man mit den Erziehungsberechtigten ins Gespräch gehen.

 

.

 

Was beinhaltet ein Präventions- und Ausbruchsmanagement? Wann wird es benötigt?

> Immer wenn ihr ein Angebot mit Übernachtung außerhalb des eigenen Haushaltet veranstaltet, muss es ein Präventions- und Ausbruchsmanagement geben.
   Nähere Infos findet ihr in den Gemeinsamen Empfehlungen. 

 

Welcher Abstand muss im Zelt beim Schlafen in einem Zelt eingehalten werden?

> Bei Übernachtungen in Zelten, kann für die Schlafenszeit von der Abstandsempfehlung abgewichen werden. Eine qm-Zahl pro TN gibt es nicht. Durch geeignete Vorkehrungen, wie z.B. von den
  Teilnehmer*innen mitgebrachte Zelte oder die Bereitstellung von zusätzlichen Zelten soll die Anzahl von Personen, die zur Schafenszeit die Zelte gemeinsam nutzen, möglichst reduziert werden.

 

Dürfen wir uns auf dem Zeltplatz selbstversorgen?

> Eine Selbstversorgung ist während eines Zeltlagers möglich.
   Die allgemeinen Hygienevorschriften bei der Zubereitung und dem Reichen von Speisen und Getränken sind zu beachten.
> Die Hygienehinweise findet ihr unter:
   www.gesundheitsamt-bw.de

 

 

Wie verhält es sich mit der Karenzzeit?

> Diese sieht die neue Verordnung nicht mehr vor.

Übernachtung auf dem Gelände für die Betreuer*innen einer Tagesfreizeit – was muss beachtet werden?

> Wir empfehlen, eine anderweitige Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Solltet ihr daran festhalten wollen/müssen, gelten für dieses "Mini-Lager" dieselben Regelungen wie bei einer Freizeit mit Übernachtung (inkl. Hygienekonzept + Präventions- und Ausbruchsmanagement).

 

Gibt es Unterschiede bei der Abstandregelungen je nach Altersgruppe der Teilnehmenden (z.B. 6 - 10 vs. 9 - 14 Jahre)?

> Wir wissen, dass es nicht immer möglich ist, den empfohlenen Abstand einzuhalten. Ein Kind auf Abstand bei Heimweh oder anderen Ereignissen zu trösten ist nicht möglich, ebenso, wenn Kinder sich im Spiel vertiefen. Dabei handelt es sich um die "Unzumutbarkeit", von der in den Empfehlungen die Rede ist. Wenn es pädagogisch notwendig ist, darf die Abstandsempfehlung also unterschritten werden. Entscheidet situativ und verantwortungsvoll.

> Wenn die Hilfe planbar ist z.B. bei einem Verbandswechsel, empfiehlt sich ein Mundschutz und Handschuhe.

 

 

Wer haftet, falls ein Corona Fall auftritt?

> Hier ist der verantwortliche Umgang mit Regeln nötig. Das kennen wir auch in Fragen der Aufsichtspflicht und verlangen nicht, dass der Gesetzgeber uns davon entbindet, diese auszuüben.
Im unwahrscheinlichen Fall, dass es zu einer Klage kommt, wird geprüft werden, ob die Bedingungen der Verordnung eingehalten oder fahrlässig nicht beachtet wurden. Daher solltet ihr im Vorfeld sicherstellen, dass Programmgestaltung und örtliche Bedingungen zur Verordnung passen (Prävention).

Wer es ganz offiziell braucht, hier die Aussage einer Versicherungsgesellschaft:
"Für Haftpflichtansprüche (einfach fahrlässig) aus Personenschäden, die aus der Übertragung einer Krankheit der Mitarbeitenden gegenüber den Teilnehmenden entstehen, besteht – abweichend zu den Allgemeinen Bedingungen – bedingungsgemäßer Versicherungsschutz. Kein Versicherungsschutz besteht für grob fahrlässig oder vorsätzlich verursachte Personenschäden, die aus der Übertragung einer Krankheit entstehen.
Weiter haftet gegenüber der*dem Teilnehmer*in zuerst der Vertragspartner, also der jeweilige Jugendverband bzw. Jugendring. Wer bei den Planungen den gesunden Menschenverstand zu Grunde legt, wird nicht in die Haftung kommen. Ebenso müsste im konkreten Fall nachweisbar sein, dass ein gewisser Umstand zur Infektion geführt hat und dieser ebenso vermeidbar gewesen wäre. Infektionen sind meist nicht bis zum 'Patient 0' nachzuverfolgen, weshalb es bisher auch bei anderen Infektionsausbrüchen (Noro-Virus) zu keinen Regressansprüchen gegenüber Ehrenamtlichen kam."

 

 

Dürfen Kleinkinder (4 - 7 Jahre) nach wie vor beim Toilettengang unterstützt werden?

> Wenn es pädagogisch notwendig ist, darf die Abstandsempfehlung unterschritten werden, um dem Kind zu helfen. Das gilt auch bei Verletzungen oder seelischen Notfällen. Wenn die Hilfe planbar ist z.b.  bei einem Verbandswechsel, empfiehlt sich ein Mundschutz und Handschuhe.

 

Dürfen räumlich getrennte Gruppen (parallel stattfindende Veranstaltungen) gemeinsam Sanitäranlagen (WC´s) nutzen?

> Zwischen festen Gruppen wird ein Abstand von 1,5 m empfohlen, wenn dies möglich ist einzuhalten, spricht dem nichts entgegen. Die Toiletten müssen nach der Hygieneverordnung regelmäßig gereinigt werden.

 

Darf ich und mit wie vielen Personen in einem 9-Sitzer-Kleinbus fahren?

> Man kann Fahrgemeinschaften gründen. Hierfür gibt es keine bestimmten Regeln, es schadet aber nicht, Masken zu tragen.
> Man kann auch Reisebusse mieten – dort greift die ReisebusseVO, aber das wissen die jeweiligen Unternehmen natürlich.
> Wenn die Fahrgemeinschaft, z.B. in einem Kleinbus, privat (z.B. von den Eltern) organisiert ist, gelten keine Regeln.
   Wenn der Veranstalter den Bus organisiert, gelten die Regeln des ÖPNV (also: Maske auf).

 

 

Nach welchen Kriterien kann ich eine Teilnahme von Kindern zulassen?

> Empfehlung: Losen. Dann wird niemand diskriminiert oder ausgeschlossen.

Gibt es eine Linkliste, wie man schnell zu den einzelnen Verordnungen der Bundesländer kommt?

> Unter www.lexcorona.de findet man eine Liste mit allen Links zu den Verordnungen der einzelnen Bundesländer. Vorsicht, die sind nicht immer aktuell, aber ihr findet auf jeder Seite auch einen Link zur offiziellen Seite des jeweiligen Bundeslandes.

> Fragt beim LJR im jeweiligen Bundesland an. Diese können diesbezüglich meist weiterhelfen.

 

Gibt es Formulierungsbausteine für Elternbriefe, Hygienekonzepte etc. von z.B. anderen Freizeiten/ Ferienwelt?

> Elternbriefe müssen immer auf die Gegebenheiten vor Ort der Freizeit angepasst werden. Hier auf dieser Seite gibt es einige Vorlagen, zum Beispiel für eine allgemeine Elterninformation, Zu- und Absagen etc.

 

Welche Regelungen gelten, wenn man die Räumlichkeiten eines Sportvereins nutzt?

> Es gelten die Verordnungen des Trägers bei der man sich befindet. Z.B. in der Turnhalle gilt die Verordnung Sport

 

Sind katholische Gemeindehäuser öffentlicher Raum oder nicht? Wie viele Personen dürfen in ein katholisches Gemeindehaus oder auf eine Pfarrwiese?

> Dem öffentlichen Raum zugeordnet werden Flächen in Kircheneigentum, die erkennbar und bewusst einer Nutzung durch die Allgemeinheit überlassen wurden.
Dies sind z.B. klassisch Friedhöfe oder Kirchen(vor)plätze, die zwischen oder an öffentlichen Verkehrswegen liegen und gewohnheitsmäßig und mit Einverständnis der Kirchengemeinde als solche genutzt werden. Hier müsst ihr 1,5 m innerhalb der Gruppe einhalten.

> Gemeindehäuser und Pfarrwiesen gelten als privater Raum. Das gilt auch für Flächen in kirchlichem Eigentum, die an oder zwischen öffentlichen Verkehrswegen liegen, bei denen aber mittels (auch niedriger) Zäune,
   gut sichtbarer Beschilderung oder in anderer Weise deutlich gemacht wird, dass sie eine Nutzung durch die Allgemeinheit nicht offen steht. D.h. wenn ihr dort eine Veranstaltung mit angemeldeten Personen
   durchführt, dürfen ab 1. Juli bis einschließlich 31. Juli 2020 bis zu 100 Personen teilnehmen. Ab 1. August bis 31. Oktober 2020 dürfen es Veranstaltungen mit bis zu 500 Personen sein.
   Die Räumlichkeiten müssen allerdings gewähren, dass 1,5 m eingehalten werden können.

> (Pfarr-) Wiesen sind nicht-öffentlich, folglich privat (mit Ausnahme von Feld- und Waldwegen). Sie können zwar von allen betreten werden (da meist nicht abgegrenzt), das ist aber nicht ihr Zweck – es liegt keine
   bewusste Entscheidung vor, die sie einer Nutzung durch die Allgemeinheit überlässt.

 

Müssen Betreuer*innen geschult werden?

> Ehrenamtliche und Hauptamtliche müssen umfassend informiert und unterwiesen werden, wie sich die Arbeit geändert hat und welche Vorgaben gelten. Dafür ist der „Arbeitgeber“ – also in unserem Fall der Träger der Veranstaltung/der Freizeit – in der Pflicht. Das könnt ihr auch z.B. im Zuge der Juleica-Ausbildung abfrühstücken.

> Die VO sieht zwei besondere Aufgaben vor, auf die sich euer Team vorbereiten und dementsprechend geschult werden muss:

  • die Ausbruchs-/Präventionsmanager, die auch als Kontaktpersonen für die Gesundheitsämter zur Verfügung stehen,
  • sowie die Betreuer*innen von Isolations- und Verdachtsfällen, die auf diese besondere Aufgabe vorbereitet werden müssen (z.B. pädagogische Hilfestellung für den Umgang mit Ängsten und Stress unter den Teilnehmenden).

Dazu gelten natürlich die üblichen Pflichtschulungen, wie die Hygieneschulungen.

 

Wie sollen Gesundheitsämter vor Ort eingebunden werden?

Es wird empfohlen über das Stattfinden von Zeltlagern und Freizeiten per Formblatt die vor Ort zuständigen Gesundheitsämter bzw. Ordnungsämter (Ortspolizeibehörden) zu informieren.
Eine Vorlage gibt es hier.
 

Dürfen sich Kinder zu verschiedenen Tagen/ Angeboten anmelden?

> Dabei handelt es sich dann im Sinne der Verordnung jeweils um eine Veranstaltung. Beachtet die Pflicht zur Datenerhebung und die Abstandsempfehlungen. Es ist aus unserer Sicht sinnvoll, bei großen Tagesangeboten Kleingruppen bis 30 Teilnehmenden zu bilden, die jeweils eine*n feste*n Betreuer*in haben.

Kann das örtliche Gesundheitsamt (beim Stadt- Landkreis) trotz gelockerter Verordnung die Durchführung von Angeboten strenger handhaben?

> Ja, im Rahmen des Infektionsschutzes übernehmen die örtlichen Gesundheitsämter eine wichtige Aufgabe. Sie können, um auf das lokale Pandemiegeschehen reagieren zu können, lokal/regional strengere Regeln fassen. Deswegen solltet ihr eure Freizeit vorher per Formblatt beim zuständigen Gesundheitsamt anmelden.
Sollten im Zeitraum eurer Freizeit strengere Regeln erlassen werden, wird das Gesundheitsamt auf euch zukommen.

 

Was ist der Unterschied zwischen einer Veranstaltung und einer Ansammlung?

> Eine Veranstaltung (§ 10 CoronaVO) hat einen zeitlichen Rahmen, ein Programm und eine feste Gruppe. Bei einer Ansammlung (§ 9 CoronaVO) steht die Gruppe nicht fest, es kann ein Kommen und Gehen geben und es gibt keinen bestimmten Ablauf.

Welches Gesundheitsamt ist zuständig?

> Bei einem Ausbruch noch auf der Freizeit oder bei einer Meldung einer Person nach der Freizeit ist jeweils das Gesundheitsamt zuständig, wo man sich befindet. Bei der Freizeit das Amt des Bezirks, in dem die Freizeit stattfindet, ansonsten das des Bezirks, in dem man wohnt.

Hier könnt ihr das zuständige Amt nach PLZ suchen: https://tools.rki.de/PLZTool/

Gibt es ein Muster für ein veranstaltungsspezifisches Hygienekonzept?

> Ihr dürft euch gerne bei der Akademie der Jugendarbeit BW bedienen:
 

 

Wer darf die Betreuer*innen schulen?

> Da es dafür keine speziellen Regelungen gibt: jede*r mit dem entsprechenden Wissen. Zuständig dafür, dass alle geschult wurden, ist der jeweilige Träger.

Wer ist juristisch für Selbstversorgerhäuser zuständig? Woran orientieren sich die Verantwortlichen?

> Wenn diese Häuser nicht als Beherbungsbetriebe gelten: ihr als Veranstalter der Freizeit seid für dafür zuständig. Ihr orientiert euch an der Verordnung Kinder- und Jugendarbeit (Download s. oben).
> Wenn es sich um eine Herberge handelt (in der ihr z.B. Zimmer anmietet), sind die Betreiber dieses Hauses zuständig und es gilt entsprechend die BeherbergungsVO.

Unter welche Regelung fällt Übernachtung in einem Vereinsheim, das kein Beherbergungsbetrieb ist?

> Das fällt unter die Regelungen für Zeltlager.

Was müssen meine Teilnehmenden vorab wissen?

> Teilnehmende müssen rechtzeitig informiert werden über Zutritts- und Teilnahmeverbote, Abstandsregelungen und Hygienevorgaben, Reinigungsmöglichkeiten für die Hände und einen Hinweis auf gründliches Händewaschen auf den Toiletten.

> Mit den Teilnehmenden zu Beginn der Veranstaltung die Verhaltensregeln durchzugehen, ist sinnvoll.

 

Müssen Eltern schriftlich versichern das die Kinder mit keinen infizierten Kontakt hatten und/oder Vorerkrankungen haben?

> Nein, dazu gibt es keine Verpflichtung. Die Info, dass Kinder mit Verdacht auf eine Infektion nicht teilnehmen dürfen, sollte im Elterninfobrief stehen.
Wenn es euch sinnvoll erscheint, eine solche Versicherung schriftlich zu haben, könnt ihr das z.B. als Checkbox in eure Freizeit-Anmeldung direkt einbauen oder auf einem extra Blatt bestätigen.
Ein Muster dafür könnte so aussehen:

GESUNDHEITSBESTÄTIGUNG
Name der Gruppe/der Freizeit/des Angebots:
Vorname und Name des Kindes:
Hiermit bestätige ich mit meiner Unterschrift, dass

  • mein oben genanntes Kind in den letzten 14 Tagen keinen Kontakt zu einer an Covid-19 erkrankten Person hatte,
  • mein oben genanntes Kind aktuell keine Symptome von Covid-19, namentlich Geruchs- und Geschmacksstörungen, Fieber, Husten sowie Halsschmerzen hat,
  • wir den Träger/Verband/Verein sofort informieren, falls eine Person während der Freizeit/des Angebots an Covid-19 erkrankt und mein oben genanntes Kind Kontakt zu dieser Person hatte,
  • mein oben genanntes Kind an der Freizeit/am Angebot nicht teilnimmt, falls einer der oben genannten Ausschlussfälle nach Absenden dieser Bestätigung eintrifft,
  • wir unser oben genanntes Kind bei Auftreten von Krankheitsanzeichen während der Freizeit/des Angebots umgehend abholen werden sobald dies vom zuständigen Gesundheitsamt angeordnet wird,
  • wir unser oben genanntes Kinder bei Auftreten von Krankheitsanzeichen während des Gruppentreffens umgehend abholen werden.

Datum und Unterschrift eines Elternteils/Personensorgeberechtigte

 

Gilt die Abstandsregelung noch?

> Im Angebot selbst, d.h. auf dem Zeltplatz und in Innenräumen, gilt die Abstandsempfehlung von 1,5 Metern nach § 2 Absatz 1 CoronaVO.

> Wenn ihr euer Gelände verlasst, muss dieser Mindestabstand nach § 2 Absatz 2 CoronaVO zu anderen Personen eingehalten werden, außer

  • die Einhaltung ist im Einzelfall unzumutbar (z.B. bei jungen Teilnehmenden),
  • dessen Unterschreitung ist aus besonderen Gründen erforderlich oder
  • durch Schutzmaßnahmen ist ein ausreichender Infektionsschutz gewährleistet.

> Wenn bei mehr als 100 Teilnehmenden feste Gruppen gebildet werden, gilt diese Abstandsempfehlung insbesondere zwischen den Gruppen. Ihr solltet jeder Gruppe eine*n feste*n Betreuer*in zuordnen, sodass diese möglichst in einer Gruppe mit Teilnehmenden bleiben.

 

Ab wann sind Kindeswohlschulungen möglich? Gibt es dazu Online-Schulungen?

Bis zum 03.07. wird es eine Vorlage für eine Online Schulung geben, die folgendermaßen aufgebaut ist:
Die Schulung wird in zwei Teile geteilt. Den ersten Teil machen die Teilnehmer*innen selbstständig über Moodle. Der zweite Teil findet dann entweder vor Ort in einem Raum mit entsprechender Größe oder digital via BigBlueButton/Zoom/... statt. Für diesen Teil wird es von der Expertisengruppe Kinderschutz einen detaillierten Ablauf geben. Schwerpunkt des zweiten Teils ist die Fallarbeit. Auch hierfür haben wir Notizen als Hilfestellung erstellt.
Es gilt: nur wer den ersten Teil gemacht hat, darf am zweiten Teil dabei sein.

Zielgruppe: Ehrenamtliche, die bei euch im Verband/Dekanat aktiv sind. Gerne könnt ihr auch die Schulung für Ehrenamtliche aus anderen Verbänden/Dekanaten öffnen, das ist bei der digitalen Schulung ja gut möglich.
>> Wenn ihr Bedarf nach einer Schulung habt, meldet euch in eurem Dekanats-Jugendreferat. Dort bekommt ihr die Termine und Unterlagen.

 

Auch der Landesjugendring Baden-Württemberg hat viele Fragen auf seiner Seite in einem FAQ geklärt: https://www.ljrbw.de/corona

Um Notfälle in der kirchlichen Jugendarbeit zu verhindern und im Notfall dennoch kompetent reagieren zu können, gibt es einen Handlungsleitfaden und zahlreiche Checklisten im Bereich SERVICE/Notfallmanagement.

Downloadmaterialien

Material Gruppenstunden / Tagesangbote

Vorlagen Schriftverkehr

Programmideen