katholisch. politisch. aktiv.

Auswirkungen der Landesverordnung auf die katholische Jugendarbeit in Gruppenstunden und Freizeiten

Seit dem 1. Juli gilt die Corona-Verordnung für die Jugendarbeit des Landes. Diese regelt die Einschränkungen und Möglichkeiten für die Freizeiten- und Zeltlagerarbeit in Baden-Württemberg. Die Verordnung bezieht sich in vielen Punkten auf die allgemeine Verordnung. Beide Verordnungen finden sich weiter unten als Downloaddatei.

 

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Seit dem 01. Dezember gilt in Baden-Württemberg eine neue Corona Verordnung. 

Seit 01. Dezember ist außerdem eine aktualisierte Kinder- und Jugendarbeitsverordnung veröffentlicht. Diese finden Sie weiter unten auf der Seite. 
Angebote der Kinder- und Jugenderholung, der Jugendarbeit in Sport, Spiel und Geselligkeit und der internationalen Jugenarbeit sind bis auf weiteres nicht gestattet.

Angebote der außerschulischen Jugendbildung, der arbeitswelt-, schul- und familienbezogenen Jugenarbeit, der Jugendberatung und Jugendsozialarbeit sind weiterhin zulässig. Sie sind allerdings auf eine Teilnehmenden Zahl von maximal 30 Personen begrenzt. Außerdem gilt in geschlossenen Räumen, die für Öffentlichkeit oder für Puplikumsverkehr bestimmt sind, ab dem 7. Lebensjahr eine Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen.

Jedoch sind die Kirchengemeinden aufgefordert ihre Gemeindehäuser für jegliche Veranstaltungen zu schließen. Daher können dort auch keine Angebote für Kinder- und Jugendliche statt finden. Denken Sie darüber nach Ihre Angebote auf digitale Formate umzustellen.

Digitale Austauschtreffen

Damit all Ihre Fragen bezüglich Corona und Jugendarbeit geklärt werden können, bietet der BDKJ am Montag, 07.12.20 um 20 Uhr ein Austauschtreffen über Zoom an. Die Zugangsdaten werden hier bekannt gegeben.

Am Dienstag, 15.12.20 um 18 Uhr gibt es ein Austauschtreffen zum Thema Sternsingeraktion: 

Begleiter*innen und Gruppenleiter*innen der Sternsingergruppen in Verbänden und Pfarreien in der Diözese Rottenburg-Stuttgart haben hier die Möglichkeit sich zu organisatorischen Fragen rund um die Sternsingeraktion 2021 auszutauschen. Dauer von 18:00 bis 19:30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos.
>>> Eine Anmeldung mit Name und Mailadresse ist erforderlich.

15. Dezember: Zoom-Meeting ID: 928 4780 1089
unter: https://zoom.us

Kontakt für Rückfragen: coronafragen@dont-want-spam.bdkj.info

Die Mailadresse ist auch weiterhin für eure Fragen rund um Jugendarbeit unter Corona freigeschalten.

Wir wünschen allen viel Erfolg!

Corona-Verordnungen und mehr

Corona FAQ

Die FAQ bieten Antworten auf häufig gestellte Fragen. Sie werden laufend aktualisiert und erweitert.

Allgemeine Fragen

Was sind die aktuellen Änderungen in der Kinder- und Jugendarbeitsverordnung?

Bis auf weiteres sind Angebote der Jugenderholung, der Jugendarbeit in Spiel, Sport und Geselligkeit und der internationalen Jugenarbeit nicht gestattet. Angebote der außerschulischen Jugendbildung, der arbeitswelt-, schul- und familienbezogen Jugenarbeit, der Jugendberatung und Jugendsozialarbeit sind möglich. 

Bei Veranstaltungen nach §1 der CoronaVO Angebote Kinder- und Jugenarbeit dürfen maximal 30 Personen teilnehmen.  

Ab dem 7. Lebensjahr gilt eine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in geschlossenen Räumen, die für die Öffentlichkeit oder für den Publikumsverkehr bestimmt sind. Der BDKJ empfiehlt während des gesamten Angebots eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Wie groß darf meine Gruppe sein?

> Wenn die Teilnehmenden vorher bekannt sind, gilt §10 CoronaVO (Veranstaltungen). Abweichend hiervon sind momentan Veranstaltungen mit max. 30 Personen zulässig (§1 Abs. 3 CoronaVO Angebote Kinder- und Jugenarbeit) 
 

Stehen die Teilnehmende zu Beginn noch nicht fest, so gelten die Regelungen nach §9 CoronaVO (Ansammlungen – max. 2 Haushalte)

 

Was muss ich bei den Räumlichkeiten beachten?

> Der Veranstaltungsort muss so gewählt werden, dass die allgemeinen Abstandsempfehlungen von 1,5m eingehalten werden können.
> Die 10 qm-Regel entfällt.

 

 

Was muss ich im Bereich der Hygiene beachten?

> Das regelt der §4 der allgemeinen Corona-Verordnung:
1.    die Begrenzung der Personenzahl auf Grundlage der räumlichen
       Kapazitäten und die Regelung von Personenströmen und Warteschlangen,
       damit eine Umsetzung der Abstandsregel nach § 2 ermöglicht wird,
2.    die regelmäßige und ausreichende Lüftung von Innenräumen, die dem
       Aufenthalt von Personen dienen, sowie die regelmäßige Wartung von
       Lüftungsanlagen,
3.    die regelmäßige Reinigung von Oberflächen und Gegenständen, die
       häufig von Personen berührt werden,
4.    die Reinigung oder Desinfektion von Gegenständen, die
       bestimmungsgemäß in den Mund genommen werden, nachdem diese
       von einer Person benutzt wurden,
5.    die regelmäßige Reinigung der Barfuß- und Sanitärbereiche,
6.    das Vorhalten von Handwaschmittel in ausreichender Menge sowie von
       nicht wiederverwendbaren Papierhandtüchern, alternativ Handdesinfektionsmittel oder andere gleichwertige hygienische
      Handtrockenvorrichtungen,
7.    den Austausch ausgegebener Textilien, nachdem diese von einer Person
       benutzt wurden,
8.    eine rechtzeitige und verständliche Information über Zutritts- und Teilnahmeverbote, Abstandsregelungen und Hygienevorgaben, Reinigungsmöglichkeiten für die Hände, eine bestehende Möglichkeit bargeldlosen Bezahlens sowie einen Hinweis auf gründliches Händewaschen in den Sanitäranlagen.

Welche Daten müssen im Rahmen eines Angebots erhoben werden?

> Durch §6 der allgemeinen Corona-Verordnung müssen zur Datenerhebung von Besucher*innen, oder Teilnehmer*innen folgende Daten erhoben werden:
   Vor- und Nachnahme, Anschrift, Datum und Zeitraum der Anwesenheit, sowie Telefonnummer oder E-Mail-Adresse.

> Diese Daten sind für einen Zeitraum von vier Wochen aufzubewahren und sodann zu löschen. Es ist zu gewährleisten, dass unbefugte Dritte keine Kenntnis von den Daten erlangen.

> Die Daten sind auf Verlangen der zuständigen Behörde zu übermitteln, sofern dies zur Nachverfolgung von möglichen Infektionswegen erforderlich ist.

> Die zur Datenerhebung verpflichteten Personen, die die Erhebung ihrer Kontaktdaten verweigern, sind von dem Besuch oder der Nutzung der Einrichtung oder der Teilnahme der Veranstaltung auszuschließen.

Welche Personen dürfen nicht am Programm teilnehmen?

Personen welche ansteckungsverdächtig sind, dürfen an eurem Angebot nicht teilnehmen. Dies umfasst Personen:
-    Die im Kontakt mit einer mit dem Coronavirus infizierten Person stehen oder standen, wenn seit dem letzten Kontakt noch nicht 14 Tage vergangen sind,
-    oder die typischen Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus, namentlich Geruchs- und Geschmacksstörungen, Fieber, Husten sowie Halsschmerzen aufweisen.
Personen mit Vorerkrankungen wird empfohlen nicht am Angebot teilzunehmen. Bei Teilnehmer*innen sollte man mit den Erziehungsberechtigten ins Gespräch gehen.

 

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Kann das örtliche Gesundheitsamt (beim Stadt- Landkreis) trotz gelockerter Verordnung die Durchführung von Angeboten strenger handhaben?

> Ja, im Rahmen des Infektionsschutzes übernehmen die örtlichen Gesundheitsämter eine wichtige Aufgabe. Sie können, um auf das lokale Pandemiegeschehen reagieren zu können, lokal/regional strengere Regeln fassen. Deswegen solltet ihr eure Freizeit vorher per Formblatt beim zuständigen Gesundheitsamt anmelden.
Sollten im Zeitraum eurer Freizeit strengere Regeln erlassen werden, wird das Gesundheitsamt auf euch zukommen.

 

Dürfen wir uns selbstversorgen?

> Eine Selbstversorgung ist während eines Zeltlagers möglich.
   Die allgemeinen Hygienevorschriften bei der Zubereitung und dem Reichen von Speisen und Getränken sind zu beachten.
> Die Hygienehinweise findet ihr unter:
   www.gesundheitsamt-bw.de

 

 

Wer haftet, falls ein Corona Fall auftritt?

> Hier ist der verantwortliche Umgang mit Regeln nötig. Das kennen wir auch in Fragen der Aufsichtspflicht und verlangen nicht, dass der Gesetzgeber uns davon entbindet, diese auszuüben.
Im unwahrscheinlichen Fall, dass es zu einer Klage kommt, wird geprüft werden, ob die Bedingungen der Verordnung eingehalten oder fahrlässig nicht beachtet wurden. Daher solltet ihr im Vorfeld sicherstellen, dass Programmgestaltung und örtliche Bedingungen zur Verordnung passen (Prävention).

Wer es ganz offiziell braucht, hier die Aussage einer Versicherungsgesellschaft:
"Für Haftpflichtansprüche (einfach fahrlässig) aus Personenschäden, die aus der Übertragung einer Krankheit der Mitarbeitenden gegenüber den Teilnehmenden entstehen, besteht – abweichend zu den Allgemeinen Bedingungen – bedingungsgemäßer Versicherungsschutz. Kein Versicherungsschutz besteht für grob fahrlässig oder vorsätzlich verursachte Personenschäden, die aus der Übertragung einer Krankheit entstehen.
Weiter haftet gegenüber der*dem Teilnehmer*in zuerst der Vertragspartner, also der jeweilige Jugendverband bzw. Jugendring. Wer bei den Planungen den gesunden Menschenverstand zu Grunde legt, wird nicht in die Haftung kommen. Ebenso müsste im konkreten Fall nachweisbar sein, dass ein gewisser Umstand zur Infektion geführt hat und dieser ebenso vermeidbar gewesen wäre. Infektionen sind meist nicht bis zum 'Patient 0' nachzuverfolgen, weshalb es bisher auch bei anderen Infektionsausbrüchen (Noro-Virus) zu keinen Regressansprüchen gegenüber Ehrenamtlichen kam."

 

 

Gibt es eine Linkliste, wie man schnell zu den einzelnen Verordnungen der Bundesländer kommt?

> Unter www.lexcorona.de findet man eine Liste mit allen Links zu den Verordnungen der einzelnen Bundesländer. Vorsicht, die sind nicht immer aktuell, aber ihr findet auf jeder Seite auch einen Link zur offiziellen Seite des jeweiligen Bundeslandes.

> Fragt beim LJR im jeweiligen Bundesland an. Diese können diesbezüglich meist weiterhelfen.

 

Gibt es Formulierungsbausteine für Elternbriefe, Hygienekonzepte etc. von z.B. anderen Freizeiten/ Ferienwelt?

> Elternbriefe müssen immer auf die Gegebenheiten vor Ort der Freizeit angepasst werden. Hier auf dieser Seite gibt es einige Vorlagen, zum Beispiel für eine allgemeine Elterninformation, Zu- und Absagen etc.

 

Welche Regelungen gelten, wenn man die Räumlichkeiten eines Sportvereins nutzt?

> Es gelten die Verordnungen des Trägers bei der man sich befindet. Z.B. in der Turnhalle gilt die Verordnung Sport

 

Sind katholische Gemeindehäuser öffentlicher Raum oder nicht? Wie viele Personen dürfen in ein katholisches Gemeindehaus oder auf eine Pfarrwiese?

> Dem öffentlichen Raum zugeordnet werden Flächen in Kircheneigentum, die erkennbar und bewusst einer Nutzung durch die Allgemeinheit überlassen wurden.
Dies sind z.B. klassisch Friedhöfe oder Kirchen(vor)plätze, die zwischen oder an öffentlichen Verkehrswegen liegen und gewohnheitsmäßig und mit Einverständnis der Kirchengemeinde als solche genutzt werden. Hier müsst ihr 1,5 m innerhalb der Gruppe einhalten.

> Gemeindehäuser und Pfarrwiesen gelten als privater Raum. Das gilt auch für Flächen in kirchlichem Eigentum, die an oder zwischen öffentlichen Verkehrswegen liegen, bei denen aber mittels (auch niedriger) Zäune,
   gut sichtbarer Beschilderung oder in anderer Weise deutlich gemacht wird, dass sie eine Nutzung durch die Allgemeinheit nicht offen steht. D.h. wenn ihr dort eine Veranstaltung mit angemeldeten Personen
   durchführt, dürfen bis zu 100 Personen teilnehmen.
   Die Räumlichkeiten müssen allerdings gewähren, dass 1,5 m eingehalten werden können.

> (Pfarr-) Wiesen sind nicht-öffentlich, folglich privat (mit Ausnahme von Feld- und Waldwegen). Sie können zwar von allen betreten werden (da meist nicht abgegrenzt), das ist aber nicht ihr Zweck – es liegt keine
   bewusste Entscheidung vor, die sie einer Nutzung durch die Allgemeinheit überlässt.

 

Müssen Betreuer*innen geschult werden? Wer darf diese schulen?

> Ehrenamtliche und Hauptamtliche müssen umfassend informiert und unterwiesen werden, wie sich die Arbeit geändert hat und welche Vorgaben gelten. Dafür ist der „Arbeitgeber“ – also in unserem Fall der Träger der Veranstaltung/der Freizeit – in der Pflicht. Das könnt ihr auch z.B. im Zuge der Juleica-Ausbildung abfrühstücken.

> Die VO sieht zwei besondere Aufgaben vor, auf die sich euer Team vorbereiten und dementsprechend geschult werden muss:

  • die Ausbruchs-/Präventionsmanager, die auch als Kontaktpersonen für die Gesundheitsämter zur Verfügung stehen,
  • sowie die Betreuer*innen von Isolations- und Verdachtsfällen, die auf diese besondere Aufgabe vorbereitet werden müssen (z.B. pädagogische Hilfestellung für den Umgang mit Ängsten und Stress unter den Teilnehmenden).

Dazu gelten natürlich die üblichen Pflichtschulungen, wie die Hygieneschulungen.

> Da es keine speziellen Regelungen gibt wer wen Schulen darf: jede*r mit dem entsprechenden Wissen. Zuständig dafür, dass alle geschult wurden, ist der jeweilige Träger.

 

Müssen Eltern schriftlich versichern das die Kinder mit keinen infizierten Kontakt hatten und/oder Vorerkrankungen haben?

> Nein, dazu gibt es keine Verpflichtung. Die Info, dass Kinder mit Verdacht auf eine Infektion nicht teilnehmen dürfen, sollte im Elterninfobrief stehen.
Wenn es euch sinnvoll erscheint, eine solche Versicherung schriftlich zu haben, könnt ihr das z.B. als Checkbox in eure Freizeit-Anmeldung direkt einbauen oder auf einem extra Blatt bestätigen.
Ein Muster dafür könnte so aussehen:

GESUNDHEITSBESTÄTIGUNG
Name der Gruppe/der Freizeit/des Angebots:
Vorname und Name des Kindes:
Hiermit bestätige ich mit meiner Unterschrift, dass

  • mein oben genanntes Kind in den letzten 14 Tagen keinen Kontakt zu einer an Covid-19 erkrankten Person hatte,
  • mein oben genanntes Kind aktuell keine Symptome von Covid-19, namentlich Geruchs- und Geschmacksstörungen, Fieber, Husten sowie Halsschmerzen hat,
  • wir den Träger/Verband/Verein sofort informieren, falls eine Person während der Freizeit/des Angebots an Covid-19 erkrankt und mein oben genanntes Kind Kontakt zu dieser Person hatte,
  • mein oben genanntes Kind an der Freizeit/am Angebot nicht teilnimmt, falls einer der oben genannten Ausschlussfälle nach Absenden dieser Bestätigung eintrifft,
  • wir unser oben genanntes Kind bei Auftreten von Krankheitsanzeichen während der Freizeit/des Angebots umgehend abholen werden sobald dies vom zuständigen Gesundheitsamt angeordnet wird,
  • wir unser oben genanntes Kinder bei Auftreten von Krankheitsanzeichen während des Gruppentreffens umgehend abholen werden.

Datum und Unterschrift eines Elternteils/Personensorgeberechtigte

 

Was müssen meine Teilnehmenden vorab wissen?

> Teilnehmende müssen rechtzeitig informiert werden über Zutritts- und Teilnahmeverbote, Abstandsregelungen und Hygienevorgaben, Reinigungsmöglichkeiten für die Hände und einen Hinweis auf gründliches Händewaschen auf den Toiletten.

> Mit den Teilnehmenden zu Beginn der Veranstaltung die Verhaltensregeln durchzugehen, ist sinnvoll.

 

Wer ist juristisch für Selbstversorgerhäuser zuständig? Woran orientieren sich die Verantwortlichen?

> Wenn diese Häuser nicht als Beherbungsbetriebe gelten: ihr als Veranstalter der Freizeit seid für dafür zuständig. Ihr orientiert euch an der Verordnung Kinder- und Jugendarbeit (Download s. oben).
> Wenn es sich um eine Herberge handelt (in der ihr z.B. Zimmer anmietet), sind die Betreiber dieses Hauses zuständig und es gilt entsprechend die BeherbergungsVO.

Welches Gesundheitsamt ist zuständig?

> Bei einem Ausbruch noch auf der Freizeit oder bei einer Meldung einer Person nach der Freizeit ist jeweils das Gesundheitsamt zuständig, wo man sich befindet. Bei der Freizeit das Amt des Bezirks, in dem die Freizeit stattfindet, ansonsten das des Bezirks, in dem man wohnt.

Hier könnt ihr das zuständige Amt nach PLZ suchen: https://tools.rki.de/PLZTool/

Wie sollen Gesundheitsämter vor Ort eingebunden werden?

Es wird empfohlen über das Stattfinden von Zeltlagern und Freizeiten per Formblatt die vor Ort zuständigen Gesundheitsämter bzw. Ordnungsämter (Ortspolizeibehörden) zu informieren.
Eine Vorlage gibt es hier.
 

Was ist der Unterschied zwischen einer Veranstaltung und einer Ansammlung?

> Eine Veranstaltung (§ 10 CoronaVO) ist ein zeitlich und örtlich begrenztes und geplantes Ereignis mit einer definierten Zielsetzung oder Absicht. Eine Veranstaltung ist in Verantwortung einer Veranstalterin oder eines Veranstalters, einer Person, Organisation oder Institution, an dem eine Gruppe von Menschen gezielt teilnimmt.

> Bei einer Ansammlung (§ 9 CoronaVO) steht die Gruppe nicht fest, es kann ein Kommen und Gehen geben und es gibt keinen bestimmten Ablauf.

Dürfen sich Kinder zu verschiedenen Tagen/ Angeboten anmelden?

> Dabei handelt es sich dann im Sinne der Verordnung jeweils um eine Veranstaltung. Beachtet die Pflicht zur Datenerhebung und die Abstandsempfehlungen. Bei großen Tagesangebotenm müssen feste Kleingruppen bis 30 Teilnehmenden gebildet werden..

Sind Weihnachtsfeiern möglich?

Bis auf weiteres sind Jugenderholungsmaßnahmen nicht erlaubt. Daher können keine Weihanchtsfeiern stattfinden. 
Digitale Varianten sind natürlich möglich. 

Regelungen zum Abstand

Gilt die Abstandsregelung noch?

> Im Angebot selbst, d.h. auf dem Zeltplatz und in Innenräumen, gilt die Abstandsempfehlung von 1,5 Metern nach § 2 Absatz 1 CoronaVO.

> Wenn ihr euer Gelände verlasst, muss dieser Mindestabstand nach § 2 Absatz 2 CoronaVO zu anderen Personen eingehalten werden, außer

  • die Einhaltung ist im Einzelfall unzumutbar (z.B. bei jungen Teilnehmenden),
  • dessen Unterschreitung ist aus besonderen Gründen erforderlich oder
  • durch Schutzmaßnahmen ist ein ausreichender Infektionsschutz gewährleistet.

> Wenn bei mehr als 30Teilnehmenden feste Gruppen gebildet werden, gilt diese Abstandsempfehlung insbesondere zwischen den Gruppen. Ihr solltet jeder Gruppe eine*n feste*n Betreuer*in zuordnen, sodass diese möglichst in einer Gruppe mit Teilnehmenden bleiben.

 

Wann muss ich bei meinem Angebot die Abstandregel beachten?

> Die Abstandsregel von 1,5m wird generell empfohlen. Eine Pflicht gilt nur, wenn ich mit meiner Gruppe im öffentlichen Raum bin, dann muss die Gruppe den Abstand von 1,5m einhalten (auch innerhalb der Gruppe).

Gibt es Unterschiede bei der Abstandregelungen je nach Altersgruppe der Teilnehmenden (z.B. 6 - 10 vs. 9 - 14 Jahre)?

> Wir wissen, dass es nicht immer möglich ist, den empfohlenen Abstand einzuhalten. Ein Kind auf Abstand bei Heimweh oder anderen Ereignissen zu trösten ist nicht möglich, ebenso, wenn Kinder sich im Spiel vertiefen. Dabei handelt es sich um die "Unzumutbarkeit", von der in den Empfehlungen die Rede ist. Wenn es pädagogisch notwendig ist, darf die Abstandsempfehlung also unterschritten werden. Entscheidet situativ und verantwortungsvoll.

> Wenn die Hilfe planbar ist z.B. bei einem Verbandswechsel, empfiehlt sich ein Mundschutz und Handschuhe.

 

 

Dürfen Kleinkinder (4 - 7 Jahre) nach wie vor beim Toilettengang unterstützt werden?

> Wenn es pädagogisch notwendig ist, darf die Abstandsempfehlung unterschritten werden, um dem Kind zu helfen. Das gilt auch bei Verletzungen oder seelischen Notfällen. Wenn die Hilfe planbar ist z.b.  bei einem Verbandswechsel, empfiehlt sich ein Mundschutz und Handschuhe.

 

Dürfen räumlich getrennte Gruppen (parallel stattfindende Veranstaltungen) gemeinsam Sanitäranlagen (WC´s) nutzen?

> Zwischen festen Gruppen wird ein Abstand von 1,5 m empfohlen, wenn dies möglich ist einzuhalten, spricht dem nichts entgegen. Die Toiletten müssen nach der Hygieneverordnung regelmäßig gereinigt werden.

 

Darf ich und mit wie vielen Personen in einem 9-Sitzer-Kleinbus fahren?

> Man kann Fahrgemeinschaften gründen. Hierfür gibt es keine bestimmten Regeln, es schadet aber nicht, Masken zu tragen.
> Man kann auch Reisebusse mieten – dort greift die ReisebusseVO, aber das wissen die jeweiligen Unternehmen natürlich.
> Wenn die Fahrgemeinschaft, z.B. in einem Kleinbus, privat (z.B. von den Eltern) organisiert ist, gelten keine Regeln.
   Wenn der Veranstalter den Bus organisiert, gelten die Regeln des ÖPNV (also: Maske auf).

 

 

Fragen zum Hygienekonzept

Was beinhaltet ein Hygienekonzept?

> In einem Hygienekonzept ist darzustellen, wie die Hygienevorgaben nach §4 allgemeine Corona-Verordnung umgesetzt werden müssen. D.h. alle Punkte der Hygienevorgaben müssen in einem Konzept vorkommen,
  wie diese am Ort des Angebots umgesetzt werden.
> In den Empfehlungen der Arbeitsgruppe gibt es eine Checkliste für das Hygienekonzept.
> Das Konzept muss auf Anfrage vorgelegt werden können.

 

Gibt es ein Muster für ein veranstaltungsspezifisches Hygienekonzept?

> Ihr dürft euch gerne bei der Akademie der Jugendarbeit BW bedienen:
 

 

Veranstaltungen mit Übernachtung

Welcher Abstand muss im Zelt beim Schlafen in einem Zelt eingehalten werden?

> Bei Übernachtungen in Zelten, kann für die Schlafenszeit von der Abstandsempfehlung abgewichen werden. Eine qm-Zahl pro TN gibt es nicht. Durch geeignete Vorkehrungen, wie z.B. von den
  Teilnehmer*innen mitgebrachte Zelte oder die Bereitstellung von zusätzlichen Zelten soll die Anzahl von Personen, die zur Schafenszeit die Zelte gemeinsam nutzen, möglichst reduziert werden.

 

Übernachtung auf dem Gelände für die Betreuer*innen einer Tagesfreizeit – was muss beachtet werden?

> Wir empfehlen, eine anderweitige Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Solltet ihr daran festhalten wollen/müssen, gelten für dieses "Mini-Lager" dieselben Regelungen wie bei einer Freizeit mit Übernachtung (inkl. Hygienekonzept + Präventions- und Ausbruchsmanagement).

 

Was beinhaltet ein Präventions- und Ausbruchsmanagement? Wann wird es benötigt?

> Immer wenn ihr ein Angebot mit Übernachtung außerhalb des eigenen Haushaltet veranstaltet, muss es ein Präventions- und Ausbruchsmanagement geben.
   Nähere Infos findet ihr in den Gemeinsamen Empfehlungen. 

 

Unter welche Regelung fällt Übernachtung in einem Vereinsheim, das kein Beherbergungsbetrieb ist?

> Das fällt unter die Regelungen für Zeltlager.

Auch der Landesjugendring Baden-Württemberg hat viele Fragen auf seiner Seite in einem FAQ geklärt: https://www.ljrbw.de/corona

Um Notfälle in der kirchlichen Jugendarbeit zu verhindern und im Notfall dennoch kompetent reagieren zu können, gibt es einen Handlungsleitfaden und zahlreiche Checklisten im Bereich SERVICE/Notfallmanagement.

Downloadmaterialien

Material Gruppenstunden / Tagesangbote

Vorlagen Schriftverkehr

Programmideen