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Sternsingeraktion

Solidarität mit Kindern weltweit

Rund 50.000 Kinder und Jugendliche in Baden-Württemberg gehen jedes Jahr in der ersten Januarwoche als Drei Könige verkleidet von Tür zu Tür und sammeln Spenden für Kinder in ärmeren Ländern dieser Erde.

Mit Kreide schreiben sie den Segen "Christus möge dieses Haus segnen" in der lateinischen Abkürzung "C+M+B" (Christus mansionem benedicat) an die Haustüren und rufen zur Solidarität mit den Kindern aller Länder auf. Die Spenden gehen an Bildungs- und Gesundheitsprojekte in Afrika, Asien, Lateinamerika, Osteuropa und Ozeanien.
Träger der Sternsingeraktion auf Bundesebene ist das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" in Aachen und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

In der Diözese Rottenburg-Stuttgart laufen die Fäden an der Fachstelle Politik & Verband zusammen.

Aktion Dreikönigssingen 2019

Segen bringen, Segen sein. Wir gehören zusammen - in Peru und weltweit!

Kinder mit Behinderung stehen im Mittelpunkt der kommenden Aktion Dreikönigssingen. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen haben 165 Millionen Mädchen und Jungen weltweit eine Behinderung. In Entwicklungs- und Schwellenländern leben besonders viele Kinder mit Behinderung – die meisten in großer
Armut. Nur wenige von ihnen werden ihren Bedürfnissen entsprechend betreut und gefördert. Nach Angaben der Vereinten Nationen gehen neun von zehn Kindern mit Behinderung nicht zur Schule. In vielen Ländern werden diese Kinder als Last oder Schande empfunden; häufig leiden sie unter Gewalt oder werden von ihren oft überforderten Eltern versteckt und vernachlässigt. Die Sterblichkeitsrate von Kindern mit Behinderung unter fünf Jahren liegt 80 Prozent höher als die von Kindern ohne Behinderung.
Jedes dritte Kind, das auf der Straße leben muss, hat eine Behinderung. Daher steht der Einsatz für Kinder mit geistiger oder körperlicher Behinderung und deren Inklusion im Fokus der Aktion Dreikönigssingen 2019.

Ein langjähriger Projektpartner ist Yancana Huasy in Peru, dem Beispielland der Aktion Dreikönigssingen 2019. Das Zentrum der Pfarrgemeinde El Señor de la Esperanza in einem Armenviertel der Hauptstadt Lima unterstützt und begleitet Kinder mit Behinderung und ihre Familien. Auch Ángeles, die gemeinsam mit ihren Freundinnen Camilla und Melanie auf dem Aktionsplakat zu sehen ist, kommt regelmäßig ins Zentrum. Wegen einer Muskelschwäche kann die Achtjährige nicht lange stehen. In Yancana Huasy hat Ángeles jede Woche Physiotherapie; zudem hat das Zentrum ihr einen Rollstuhl besorgt und begleitet ihre Schule bei der Inklusion von Kindern mit Behinderung. Auch politisch setzt sich Yancana Huasy ein und fordert eine bessere Inklusion von Menschen mit Behinderung in die peruanische Gesellschaft.

Die Aktion Dreikönigssingen 2019 bringt den Sternsingern näher, was es bedeutet, als Kind mit Behinderung in einem armen Land aufzuwachsen. Gleichzeitig macht sie den Mädchen und Jungen
in Deutschland deutlich, wie notwendig und hilfreich ihr Einsatz für besonders verletzliche Kinder ist. Auch hierzulande wollen die Träger der Aktion, das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und der Bund
der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), dazu beitragen, den Blick auf Kinder mit Behinderung zu verändern: Sie sind nicht auf ihre Behinderung zu reduzieren, sondern sind wie alle anderen Kinder
neugierige, entwicklungsfähige und bereichernde Geschöpfe Gottes. Kinder und Jugendliche mit Behinderung haben ein Recht auf die uneingeschränkte Teilhabe am Leben der Gesellschaft.

Empfang bei der Landesregierung / bei Bundeskanzlerin Angel Merkel

Sternsinger Michel zusammen mit seinem Bruder Tim sowie Mia und Letizia aus der Kirchengemeinde St. Paulus in Neckartenzlingen beim Sternsingerempfang der Bundeskanzlerin

"Ihr seid Segensbringer und Botschafter"

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat am 7. Januar SternsingerInnen aus dem ganzen Land empfangen.
„Menschen in Not zu helfen, ist leider etwas nicht ganz Selbstverständliches. Und Kindern in Not zu helfen, die man überhaupt gar nicht kennt und noch nie im Leben gesehen hat, das ist noch viel weniger selbstverständlich. Durch die Spenden, die die Sternsingerinnen und Sternsinger gesammelt haben, können arme und behinderte Kinder in Peru neuen Mut und neue Hoffnung schöpfen“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann beim Empfang anlässlich der Aktion Dreikönigssingen in Stuttgart. „Die Sternsingergruppen haben sich auf den Weg gemacht, für Kinder in Peru, die wegen ihrer Behinderung viel leiden und erleiden müssen“, so Kretschmann. „Sie helfen durch ihr Handeln, unsere Welt ein wenig schöner, besser und lebenswerter zu machen. Auch, wenn es manchmal schwer fällt, weil man vielleicht selbst mit einer Einschränkung, einer Behinderung zu kämpfen hat“, erklärte der Ministerpräsident und dankte den SternsingerInnen für ihr Engagement. „Nirgendwo in Deutschland sind so viele Sternsinger unterwegs und werden so viele Spenden eingesammelt wie bei uns in Baden-Württemberg“, betonte der Ministerpräsident. Im Südwesten wurden im letzten Jahr fast 10 Millionen Euro an Spenden durch die Sternsinger eingenommen. Baden-Württemberg ist damit bundesweiter Spitzenreiter.
Die zehn Sternsingergruppen kommen aus folgenden Kirchengemeinden beziehungsweise Pfarreien:

  •     Mariä Heimsuchung, Kuhbach (Seelsorgeeinheit An der Schutter)
  •     Seelsorgeeinheit Rastatt
  •     St. Fidelis, Sigmaringen
  •     St. Katharina, Sandweier
  •     Kirchengemeinde St. Josef, Esslingen
  •     Kirchengemeinde St. Kolumban, Wendlingen
  •     Kirchengemeinde St. Georg, Königswald
  •     Kirchengemeinde St. Maria Königin, Laichingen
  •     Kirchengemeinde St. Michael, Kirchberg an der Murr
  •     Sonderschulzentrum Rohräckerschule Esslingen

 

Am 7. Januar hat hat Bundeskanzlerin Angela Merkel 108 Sternsinger im Kanzleramt empfangen. Aus allen 27 deutschen Diözesen waren jeweils vier Sternsinger nach Berlin gereist und vertraten dort die rund 300.000 engagierten Mädchen und Jungen, die sich um den Jahreswechsel bundesweit in mehr als 10.000 katholischen Pfarrgemeinden und Einrichtungen an der 61. Aktion Dreikönigssingen beteiligen.

„Ihr seid Segensbringer und Botschafter. Eure Botschaft ist: Wir gehören zusammen. Dass Ihr in diesem Jahr besonders auf die Situation von Kindern mit Behinderung aufmerksam macht, ist sehr wichtig. Manchmal werden Menschen, die ein bisschen anders sind, gehänselt und haben es nicht so einfach. Deshalb ist es auch ganz wichtig, dass wir mit Menschen mit Behinderung so umgehen, dass wir ihre Würde auch immer respektieren und uns in sie hineinversetzen“, sagte Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel in Richtung der kleinen und großen Könige. „Dass es so viele von Euch gibt und dass es die Betreuer gibt, das ist genau die Botschaft an uns alle und an die Menschen, die Ihr besucht: Macht doch auch was! Wer nur ein kleines bisschen hilft, kann schon einen Beitrag dazu leisten, dass woanders sich das Leben eines Menschen verändert“, so die Bundeskanzlerin.
Sternsinger aus dem Bistum Mainz nahmen die Spende der Bundeskanzlerin entgegen. Sie unterstützt damit ein Projekt in der peruanischen Amazonasregion, in dem Ordensfrauen die Gesundheit, Entwicklung und gesellschaftliche Integration von Kindern mit Behinderung fördern. Die Ordensfrauen des Apostolischen Vikariats San José del Amazonas unterhalten dort zwei Rehabilitationszentren für rund 50 Babys und Kinder mit Behinderung bis 15 Jahren.

 

 

 

 

Kinderschutz im Rahmen der Sternsinger-Aktion

Bei der Sternsingeraktion setzen wir uns für das Wohl von Kindern weltweit ein und möchten ihre Lebenssituation verbessern! Wir wollen dabei auch das Wohl der Kinder und Jugendlichen bei uns in Deutschland nicht vergessen. Auch im Rahmen der Sternsingeraktion liegt uns der Schutz von Kindern und Jugendlichen besonders am Herzen.

Welche Maßnahmen hierfür zu berücksichtigen sind, ist im Infoschreiben zusammengefasst.

Sollte die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses nötig sein, ist den Ehrenamtlichen das entsprechende Anforderungsschreiben incl. Antrag zur Gebührenbefreiung auszuhändigen.

Es ist uns ein Anliegen, dass BetreuerInnen bei der Sternsingeraktion für die Thematik sensibilisiert sind und auch die Kinder und Jugendlichen wissen, an wen sie sich wenden können, wenn ihnen etwas „komisch“ erscheint. In der Gemeinde sollten sich die Verantwortlichen daher auch damit auseinandersetzen. Wichtig ist, den ehrenamtlichen BetreuerInnen deutlich zu machen, dass die Maßnahmen zum Schutz dienen und nicht aufgrund eines Generealverdachts, sondern vielmehr auch zur Abschreckung potentieller Täter umgesetzt werden sollen.
Bei Fragen, wenden sie sich an das zuständige Jugendreferat. Dort werden auch immer wieder öffentliche Schulungen angeboten.

Pressematerial

Kontakt

Benedikt Kellerer
Benedikt Kellerer
Bildungsreferent Politik & Verband
07153 3001 132
bkellerer@bdkj.info