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Aktion Dreikönigssingen 2018

Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit in Indien und weltweit!

Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) müssen weltweit rund 168 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren mehrere Stunden am Tag arbeiten. Das sind elf Prozent aller Minderjährigen. Vor allem in Afrika südlich der Sahara und im asiatisch-pazifi schen Raum ist Kinderarbeit verbreitet. Während ein Teil der Kinder vor oder nach der Schule Arbeiten erledigt, die als „mithelfend“ bezeichnet werden, müssen rund 85 Millionen Kinder unter ausbeuterischen und gefährlichen Bedingungen arbeiten. Ob in Fabriken oder in Haushalten, im Baugewerbe, im Bergbau oder auf dem Feld – oft arbeiten Kinder ohne jeglichen Schutz den ganzen Tag unentgeltlich oder für einen geringen Lohn. Die Schule können sie nicht besuchen, von Freizeit und Spiel ganz zu schweigen. Die harten Arbeitsbedingungen gefährden die Entwicklung und beeinträchtigen die Gesundheit dieser Kinder. Ihre Rechte werden massiv verletzt. Daher steht der Einsatz gegen ausbeuterische Kinderarbeit im Fokus der Aktion Dreikönigssingen 2018.

Beispielland ist in diesem Jahr Indien, das Land mit den meisten arbeitenden Kindern weltweit. Offiziellen Statistiken zufolge müssen in dem südasiatischen Land etwa zwölf Millionen Kinder arbeiten. Hilfsorganisationen sprechen von bis zu 60 Millionen Jungen und Mädchen – und das, obwohl Arbeit für Kinder unter 14 Jahren in Indien im Jahr 2006 gesetzlich verboten wurde. Die große Mehrheit der arbeitenden Kinder lebt auf dem Land. Sie sind überwiegend in der Landwirtschaft, der Herstellung von Teppichen, Zigaretten und anderen Produkten beschäftigt. So auch Sangam, das Mädchen auf dem Aktionsplakat: Die Zehnjährige lebt mit ihren Eltern und drei Geschwistern in einem Dorf im Bundesstaat Uttar Pradesh. Als Tagelöhner verdient ihr Vater nicht genug, um die Familie zu ernähren. Sangam arbeitet deshalb fast zehn Stunden am Tag, die ganze Woche über. Die Teppiche, die sie knüpft, werden auch in Deutschland verkauft.

Mit Nachdruck setzen sich die Projektpartner des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘ in Indien und in vielen anderen Ländern weltweit dafür ein, dass Kinder nicht ausgebeutet werden, sondern lernen und spielen dürfen. Arbeitende Kinder unterstützen sie dabei, regelmäßig eine Schule zu besuchen und mehr Freizeit zu haben. Sie überzeugen Eltern davon, ihre Söhne und Töchter besser zu schützen und ihnen Bildung zu ermöglichen. Sie helfen den Erwachsenen aber auch, Wege aus der Armut zu fi nden, damit sie auf das Einkommen ihrer Kinder verzichten können.

Die Aktion Dreikönigssingen 2018 bringt den Sternsingern die unterschiedlichen Aspekte des Themas Kinderarbeit näher. Sie verdeutlicht ihnen, wie hilfreich und notwendig ihr Einsatz zugunsten ausgebeuteter Kinder ist und dass er gesellschaftsverändernde Kraft entfalten kann. Gleichzeitig möchte die Aktion das Bewusstsein der Kinder in Deutschland dafür schärfen, dass auch von hier aus ausbeuterische Kinderarbeit verringert werden kann, etwa indem deutsche Konsumenten keine von Kinderhand hergestellten Produkte kaufen.

Kinderschutz & Prävention von sexuellem Missbrauch bei der Sternsingeraktion

Bei der Sternsingeraktion setzen wir uns für das Wohl von Kindern weltweit ein und möchten ihre Lebenssituation verbessern! Wir wollen dabei auch das Wohl der Kinder und Jugendlichen bei uns in Deutschland nicht vergessen. Auch im Rahmen der Sternsingeraktion liegt uns der Schutz von Kindern und Jugendlichen besonders am Herzen.

Welche Maßnahmen hierfür zu berücksichtigen sind, ist im Infoschreiben zusammengefasst.

Sollte die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses nötig sein, ist den Ehrenamtlichen das entsprechende Anforderungsschreiben incl. Antrag zur Gebührenbefreiung auszuhändigen.