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Wir wählen Bunt – Fest der Vielfalt

Katholische Jugend initiierte zur Bundestagswahl 2017 ein buntes Festival für ein menschenfreundliches Deutschland

Katholische Kinder- und Jugendverbände setzten am 16. September 2017 rund um den Esslinger Rathausplatz ein Zeichen für ein buntes Deutschland. Mit dem Fest der Vielfalt warben sie für eine menschenfreundliche und tolerante Gesellschaft.

Gemeinsam haben die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg, die Pfadfinderinnenschaft Sankt Georg, die Katholische Studierende Jugend und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) der Diözese Rottenburg-Stuttgart anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahl Stellung für eine bunte und vielfältige Gesellschaft in Deutschland bezogen. „Den 16. September haben wir uns ganz bewusst ausgesucht. Wir wollten mit dem Fest vor der Bundestagswahl darauf aufmerksam machen, dass rechte Parolen und rechte Parteien keinen Platz in Deutschland haben und für ein offenes und buntes Miteinander werben“, so begründete Sven Kroll, Vorsitzender des Pfadfinderverbandes die Aktion.
Die Organisatoren des Festivals ernteten mit politischen Statements, einem Interview mit Geflüchteten und einem Tanz- und Musikprogramm viel Aufmerksamkeit. Aktionspartner wie der Stadtjugendring Esslingen, das Bürgerengagement für Geflüchtete „Miteinander“, das „Team meX“ von der Landeszentrale für politische Bildung oder die Werkstätten Esslingen-Kirchheim sensibilisierten die Besucher des Festivals für die Diskriminierung von Migranten, Geflüchteten, Homosexuellen und Transsexuellen sowie Menschen mit Behinderung.

„Mit dem Fest der Vielfalt haben wir ein öffentliches Zeichen gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gesetzt. Ich freue mich sehr darüber, dass unsere Jugendverbände und Jugendorganisationen lautstark zeigen, wie eine auf christlichen Überzeugungen beruhende Gesellschaft aussieht“, meint Jonas Modrow, Bildungsreferent für Interkulturelle Jugendarbeit, gegen Ende des Festivals.

Die Idee für das Fest der Vielfalt entstand im Rahmen der Aktion „Zukunftszeit“ des BDKJ, bei der sich der katholische Dachverband der Jugendorganisationen und seine Mitgliedsverbände seit knapp einem Jahr bundesweit für eine offene, bunte Gesellschaft und für die Integration von diskriminierten Gruppierungen einsetzten.

Weitere Infos zur Aktion unter www.zukunftszeit.de 

Kooperationspartner beim Fest der Vielfalt

Ein Dankeschön für die Teilnahme an und Unterstützung vom Fest der Vielfalt geht an:

sowie ein dickes DANKE an die Jugendstiftung JUST für die Förderung!

Zukunftszeit - Gemeinsam für ein buntes Land

Der BDKJ setzte sich gemeinsam mit seinen Mitglieds- und Diözesanverbänden für die Integration von Geflüchteten und gegen jede Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit ein.

Im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 sammelten Kinder und Jugendliche während des Aktionszeitraums von März bis September 2017 insgesamt 35.000 Stunden Engagement für ein buntes Land. Das entspricht etwa vier Jahren – so lange wie eine Legislaturperiode des Bundestags dauert. Damit machten sie deutlich, was ihnen in den darauffolgenden vier Regierungsjahren und darüber hinaus wichtig ist: ein demokratisches, tolerantes und vielfältiges Deutschland. Konkret heißt das: Kinder und Jugendliche engagierten sich deutschlandweit in ihren verbandlichen Gruppen durch eine Vielzahl von Aktionen für die Integration von Geflüchteten und/oder widersprachen durch konkrete Aktionen jeder Form von Menschenfeindlichkeit.

Der Aktionszeitraum von September 2016 bis September 2017 gliederte sich in zwei Phasen:

Phase 1 „klug werden“
Von September 2016 bis März 2017 lag der Fokus auf der Bildungsarbeit. Es fanden Schulungen für Multiplikator*nnen statt, die verschiedene Aspekte gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit aufgegriffen haben und die Sach- und Methodenkompetenz der TeilnehmerInnen gestärkt haben.

Phase 2 „aktiv sein“
Ab März 2017 bis zur Bundestagswahl im September 2017 waren alle jungen Menschen aus den Mitgliedsverbänden und Jugendorganisationen zum Stunden sammeln aufgerufen. Die konkreten Aktionen für die Integration von Geflüchteten und gegen jede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit waren vielfältig – etwa eine gemeinsame sportliche oder kreative Aktion bei Ferienfreizeiten oder in Gruppenstunden, eine interreligiöse Nacht oder die Organisation politischer Diskussionen. Alle geleisteten Stunden der einzelnen Aktionen wurden addiert, um 35.000 Stunden zu erreichen
Die sechsmonatige Aktionsphase endete mit einer öffentlichkeitswirksamen Aktion in Berlin und weiteren bundesweit dezentralen Aktivitäten am Samstag, den 16. September 2017.

Arbeitshilfe Zukunftszeit
Zur Aktion „Zukunftszeit - Gemeinsam für ein buntes Land“ entstand eine Arbeitshilfe. Sie unterstützte die geplanten Aktivitäten für eine gelingende Willkommenskultur – aber auch, bei Aktionen gegen Rechtsextremismus und alle Formen von Menschenfeindlichkeit.
Sie liefert Hintergründe zu Fremdenfeindlichkeit und gruppenbezogenener Menschenfeindlichkeit und informiert zum Thema Flucht und der Situation von Geflüchteten in Deutschland. In einem umfassenden Methodenteil werden Anregungen für die Arbeit vor Ort gegeben. Die Arbeitshilfe enthält außerdem viele Best-Practice-Beispiele von Mitglieds- und Diözesanverbänden, die bereits in der Flüchtlingshilfe aktiv sind.

www.zukunftszeit.de