BDKJ https://www.bdkj.info/ de-de Sat, 11 Jul 2020 04:44:49 +0200 Sat, 11 Jul 2020 04:44:49 +0200 http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Sudhaus7 Newspage Gemeinschaft außerhalb von Familie und Schule erleben https://www.bdkj.info/freiraeume-coronafreizeiten

 

Kirchliche Jugendarbeit in Gruppenstunden und Freizeiten sind für junge Menschen enorm wichtig, sich außerhalb von Familie und Schule in Gemeinschaftserlebnissen in der PeerGroup zu entwickeln. Insbesondere Kinder- und Jugendfreizeiten leisten über einen langen zusammenhängenden Zeitraum einen wichtigen Beitrag zur Sozialisation, zur Persönlichkeitsentwicklung, zum Erwerb von Sozialkompetenz im Umgang miteinander sowie zum interkulturellen Lernen. Sie dienen gerade in Corona-Zeiten der dringend benötigten psychischen Erholung und der Partizipation. Kirchliche Angebote sind zudem durch ihre spezielle Wertorientierung geprägt und fördern das Zusammenleben in gegenseitiger Achtung, Toleranz und Wertschätzung. Dank der Landesverordnung für die Kinder- und Jugendarbeit besteht für die Sommermonate ein Handlungsrahmen für das Durchführen von Gruppenstunden und Freizeiten.

„Der Kirche muss es ein Anliegen sein, solche Gemeinschaftserfahrungen in kirchlichen Räumen und Orten zu ermöglichen. Gerade jetzt kann Kirche zeigen, dass sie für Kinder und Jugendliche Freiräume schafft“, fordert Diözesanleiter BDKJ/BJA Benjamin Wahl nun von den Verantwortlichen in Kirchengemeinden und kirchlichen Organisationen. Der BDKJ hofft, dass nun viele Akteur*innen vor Ort und auf Dekanats- und Diözesanebene die Angebote für Kinder- und Jugendliche in den Ferienzeiten unterstützen. Konkret kann dies das Überlassen von leerstehenden Gemeindehäusern, von gemeindeeigenen Wiesengrundstücken oder Pfarrgärten für kleine Zeltlager oder das Bereitstellen der Infrastruktur kirchlicher Bildungshäuser sein.

„Der Schutz eines*r jeden steht für uns an erster Stelle. Dies und das Einhalten von Qualitätsstandards und der rechtlichen Rahmenbedingungen sind stets Grundlage unseres Handelns“, betont BDKJ/BJA-Diözesanleiter Benjamin Wahl. „Die Handlungsempfehlungen des Landes und des BDKJ/BJA unterstützen Ehrenamtliche und Hauptamtliche darin, Gruppenstunden und Freizeiten in Baden-Württemberg verantwortungsvoll durchzuführen.“ Das Einbeziehen der örtlichen Gesundheits- und Ordnungsämter ist empfehlenswert und schafft Sicherheit im Umgang mit Hygienevorschriften. Unterstützend bieten BDKJ und Bischöfliches Jugendamt der Diözese Montag bis Donnerstag von 10 bis 12 Uhr und 15 bis 17 Uhr unter 07153 3001-236 eine Info-Hotline zu Gruppenstunden und Ferienangeboten an. Zudem gibt es bis Ende Juli jeden Montagabend von 20:00 bis 21:30 Uhr ein digitales Vernetzungstreffen, bei dem auf aktuelle Veränderungen der Verordnungen und konkrete Fragen dazu eingegangen wird. Den link dazu sowie weitere zahlreiche Arbeitshilfen, Checklisten und aktuelle Informationen zu Rechtsverordnungen finden sich auf www.bdkj.info/corona.

„Wir setzen sehr auf die Kreativität und das gute Miteinander von hauptamtlich Verantwortlichen und engagierten Ehrenamtlichen. In der Regel funktioniert das gut in unserer Diözese. Gerade jetzt sind Angebote und das konstruktive Miteinander wichtiger denn je“, meint Wahl abschließend.

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Fri, 26 Jun 2020 10:00:00 https://www.bdkj.info/freiraeume-coronafreizeiten
Stellungnahme des BDKJ Baden-Würrtemberg https://www.bdkj.info/stellungnahme-freiraum-mit-paedagogischer-qualitaet-und-vorsicht

 

Als BDKJ Baden-Württemberg sind wir froh, dass es eine Verordnung zur Durchführung von Gruppenstunden sowie einen Handlungsrahmen für Sommerfreizeiten gibt. Für uns als Anbieter von Kinder- und Jugendfreizeitangeboten ist es wichtig, dass es vor allem in diesem Sommer nach dem langen Lockdown Freiräume für Kinder und Jugendliche außerhalb der Familien gibt. Diese Freiräume, die Kinder und Jugendliche im Rahmen von Gruppenstunden, Freizeiten und Zeltlagern mit Gleichaltrigen verbringen, sind eminent wichtig für die Entwicklung und dienen darüber hinaus der dringend benötigten psychischen Entlastung der Kinder, Jugendliche sowie deren Familien.

Durch die Corona Verordnung für die Kinder- und Jugend- sowie für die Jugendsozialarbeit wurde  der Grundstein für Freiräume gelegt. Dank der verständlichen Vorgaben, wie Hygieneregeln, Ausbruchsmanagement etc. sind wir motiviert, Angebote anzubieten und die Planung dieser aktiv zu unterstützen. Allerdings fordern wir, dass mit weiteren Änderungen der Corona-Verordnungen, das Thema Abstandsregelungen für pädagogische Angebote in Schule, Kita, der Kinder-, Jugend- und Jugendsozialarbeit einheitlich zu den neuesten Erkenntnissen angepasst werden.

Das Kultusministerium orientiert sich in seinem Konzept zur Rückkehr zu einem Regelbetrieb an Grundschulen unter Pandemiebedingungen an den vorläufigen Ergebnissen der Kinderstudie, die besagt, dass Kinder unter 10 Jahren einen sehr viel geringeren Anteil am Pandemiegeschehen haben als ursprünglich angenommen. Sie erkranken deutlich seltener und haben dann meist mildere Verläufe mit wenigen oder gar keinen Symptomen. Anhand dieser Studie wurde die Abstandregel für Kinder in Kindertagesstätten und Grundschulen aufgehoben, auch weil es für diese Altersgruppe sehr schwierig ist, sich an Abstandsregeln zu halten.

Daher fordert der BDKJ Baden-Württemberg, dass auch für Gruppenstunden und Sommerfreizeiten diese Regelung als Grundlage herangezogen wird. Bei vielen Angebotsaktionen in Gruppenstunden oder Zeltlagern ist solch eine Abstandspflicht für die pädagogische Qualität der Angebote erschwerend und stellt die Organisator*innen und Leiter*innen vor große Herausforderungen.

Wir hoffen, dass auf Grundlage der Kinderstudie die Abstandsregel zumindest für Gruppenstunden und Sommerfreizeiten bis 10 Jahre angepasst wird. Außerdem hoffen wir, dass darüber hinaus bei den kommenden Verordnungen dieses Thema mitbedacht wird und es dadurch auch zu weiteren Lockerungen für ältere Teilnehmer*innen bei Angeboten der Kinder- und Jugend- , sowie Jugendsozialarbeit gibt.

René Six
BDKJ Freiburg

Benjamin Wahl
BDKJ Rottenburg-Stuttgart

Dominik Nawratil
BDKJ Landesreferent

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Fri, 19 Jun 2020 11:15:00 https://www.bdkj.info/stellungnahme-freiraum-mit-paedagogischer-qualitaet-und-vorsicht
Schrittweise Öffnung der kirchlichen Jugendarbeit https://www.bdkj.info/schrittweise-oeffnung-der-kirchlichen-jugendarbeit-1

 

Da sich zur Zeit fast wöchentlich etwas verändert und der Landesjugendring weiterhin mit an den Verordnungen für Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit arbeitet, werden die Checklisten immer aktuell eingestellt. Daher lohnt sich, immer wieder mal hier vorbei zu schauen.

Kontakt für Rückfragen: dioezesanleitung@bdkj-bja.drs.de

Hier geht es zum FAQ des Landesjugendrings: https://www.ljrbw.de/corona

Wir wünschen allen einen guten Start!

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Fri, 12 Jun 2020 16:36:00 https://www.bdkj.info/schrittweise-oeffnung-der-kirchlichen-jugendarbeit-1
"Held*in des Alltags" https://www.bdkj.info/12-05-2020-jugendmedienpreis-2020

 

Sind Pflegende Held*innen des Alltags? Verkäufer*innen im Supermarkt? Ehrenamtliche? Oder aber ein Gegenstand, wie beispielsweise das klapprige Rad, das seit Jahren treue Dienste leistet? Das Bischöfliche Jugendamt der Diözese Rottenburg-Stuttgart ruft explizit dazu auf, das Motto losgelöst von Personen zu betrachten und persönlichen Geschichten zu erzählen.

Zum ersten Mal in zehn Jahren sind nicht nur Filme und Fotos als Wettbewerbsbeitrag zugelassen, sondern sämtliche Kreativdisziplinen, egal ob Kunst, Text, Song, Film, Foto, Comic. „Wir freuen uns über jede Form des kreativen Auseinandersetzens mit der Thematik und wollen so in Zeiten der Corona-Pandemie, allen die Möglichkeit geben, ihr eigenes Medium für eine Teilnahme zu finden“, erklärt die zuständige Referentin Anna Stützle. Gerade in Zeiten des verringerten persönlichen Kontaktes soll durch eine Erweiterung der Medien die Möglichkeit als Einzelperson einen Beitrag einzureichen, erleichtert werden.

Die Preise werden in drei Altersgruppen vergeben: bis 15 Jahre, 16 bis 18 Jahre und 19 bis 25 Jahre. In allen Kategorien gibt es jeweils Geldpreise in Höhe von 200 bis 500 Euro. Beim Filmwettbewerb verleihen die Kinobesucher*innen der Filmschau Baden-Württemberg zusätzlich einen mit 300 Euro dotierten Publikumspreis.
Einsendeschluss ist der 13. September 2020.

Über die Vergabe der Preise entscheidet eine Fachjury. Zu diesem Zeitpunkt kann leider noch nicht gesagt werden, ob die geplanten Verleihungen in der Stadtbibliothek Stuttgart und auf der Landesfilmschau stattfinden können. Die Beiträge werden in jedem Fall online zu sehen sein.

Alle weiteren Infos zum Katholischen Jugendmedienpreis 2020 sowie die Anmeldeformulare befinden sich auf
www.jugend-medienpreis.de

Der Wettbewerb wird vom Bischöflichen Jugendamt der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Kooperation mit der Fachstelle Medien der Diözese Rottenburg-Stuttgart, dem Filmbüro Baden-Württemberg e.V. und der Stadtbibliothek Stuttgart ausgerichtet.

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Tue, 12 May 2020 10:00:00 https://www.bdkj.info/12-05-2020-jugendmedienpreis-2020
Freiräume und Planungssicherheit https://www.bdkj.info/meldungen/08-05-2020-corona-stornogebuehrenuebernahme

 

Benjamin Wahl, Diözesanleiter BDKJ/BJA Rottenburg-Stuttgart ist erleichtert, dass nun Klarheit darüber besteht, wie die Träger der außerschulischen Jugendbildung mit den Corona-Maßnahmen des Landes und seinen Auswirkungen auf die Jugendarbeit verfahren können.
Der BDKJ und seine Jugendverbände sind dankbar, dass das Sozialministerium in der aktuellen Situation finanzielle Hilfen zusichert. Diesen Blick für Kinder und Jugendliche wünscht sich der BDKJ Rottenburg-Stuttgart auch weiterhin. „Kinder und Jugendliche sind mehr als nur Schüler*innen: Sie brauchen in den Ferien Freiräume und pädagogische Angebote, wie sie in Zeltlagern, auf Freizeiten und bei der Stadtranderholung durchgeführt werden“, meint Wahl. Dieser Aspekt spielt in der öffentlichen Diskussion um die Öffnung der Corona-Maßnahmen derzeit kaum eine Rolle. Wahl ergänzt weiter: „Um Angebote anbieten und sinnvoll pädagogisch planen zu können, brauchen die Jugendverbände eine Perspektive und absehbare Rahmenbedingungen. Daher unterstützen wir als BDKJ die Forderung des Landesjugendrings.

>>> Die konkreten Bedingungen für eine Bezuschussung und Förderung stehen in den Hinweisen zum Verfahren unter der
Rubrik Service/Zuschüsse

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Fri, 08 May 2020 17:05:00 https://www.bdkj.info/meldungen/08-05-2020-corona-stornogebuehrenuebernahme
Spenden für Masken helfen Menschen in Ghana https://www.bdkj.info/meldungen/29-04-2020-masken-wegive

 

Seit Jahren engagiert sich wegive in dem westafrikanischen Land und plant, dort ein Schulzentrum zu errichten. Beim Verein wegive ist Lena Heinkel aktiv, die von 2016 bis 2017 für den weltkirchlichen Friedensdienst in Ghana war. „Seit meiner Zeit in Ghana habe ich den Wunsch, etwas zurückzugeben für die schönen Erinnerungen und Dinge, die ich erleben durfte. Das wird nun von wegive ermöglicht“, sagt sie.
Die Lehramtsstudentin ist im Vorstand des Vereins. „Ich bin so dankbar, dass ich dadurch eine Möglichkeit bekomme, aktiv zu werden.“ Denn die Auswirkungen der Corona-Pandemie seien eben nicht nur in Deutschland dramatisch. „Auch in Ghana sind die Auswirkungen einschneidend“, sagt Heinkel. „Wir leben in einem Land mit exzellentem Gesundheitssystem, staatlicher Wirtschaftsförderung in Milliardenhöhe und einer hohen Versorgungssicherheit. Ghana hat dies alles nicht“, sagt Heinkel.  

Von den Spenden für die Schutzmasken werden die Versand- und Materialkosten der Masken finanziert. „Jeder weitere Euro geht direkt nach Ghana“, sagt Heinkel und verweist darauf, dass die Materialkosten bei nahezu null lägen. Aktuell gibt es über 400 Bestellungen für Behelfsmasken und so bleibt auch in den kommenden Tagen noch viel zu tun.


So kann man die Masken bestellen
Die Masken können per E-Mail an Stoff-Behelfsmaske@web.de bestellt werden. Anzugeben ist die gewünschte Stückzahl und die Adresse, wohin die Sendung gehen soll. Nachdem eine Bestätigung über die Bestellung eingetroffen ist, sollte der Besteller seine Spende unter Angabe des Verwendungszwecks „Behelfsmaske“ an das Konto mit der IBAN DE10 6305 0000 0000 0330 60, BIC SOLADES1ULM überweisen.
Auf Wunsch kann eine Spendenbescheinigung erstellt werden. Hierzu sollte die vollständige Adresse im Verwendungszweck der Überweisung angegeben werden. Alternativ kann die Adresse auch per E-Mail an spenden@wegive.de gesendet werden.

Weitere Infos gibt es auf www.wegive.de

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Wed, 29 Apr 2020 14:23:00 https://www.bdkj.info/meldungen/29-04-2020-masken-wegive
Bücher kommen per Fahrrad https://www.bdkj.info/meldungen/27-04-2020-buchdienst-zu-coronazeiten

 

Über die üblichen Bestell- und Beratungsalternativen per Telefon, E-Mail und Internet hinaus, erweiterten die Buchhändlerinnen ihren Service um einen Fahrradkurierdienst: Alle zwei Tage schwang sich Auszubildende Daniela Busch mit bis zu drei Bestellungen in den Packtaschen auf´s Fahrrad und lieferte innerhalb von Wernau frei Haus direkt vor die Haustür. Dieses Angebot wird bis auf weiteres auch nach der Wiedereröffnung am 22. April beibehalten.

„Da uns in den vergangenen vier Wochen das gesamte Frühjahrsgeschäft zu Erstkommunion und Ostern weggefallen ist, wollen wir zumindest den Kontakt zu Einzelpersonen aufrechterhalten“, erklärt Buchhändlerin Hanna Letens. Die Umsatzeinbußen durch den Ausfall von Veranstaltungen mit zahlreichen Teilnehmer*innen, die durch die räumliche Nähe zum katholischen Tagungshaus Wernau ihre Pausen mit einem Gang durch die Fachbuchhandlung verbunden haben, seien enorm. Auch die Einnahmen aus den thematischen Büchertischen auf jugendpastoralen oder religionspädagogischen Fachtagungen fehlten in der Ladenkasse. „Wir hoffen jetzt auf den Verkauf des Frauenkalenders 2021, der ab 6. Mai exklusiv im Buchdienst erhältlich ist“, meint Letens.

Den verminderten persönlichen Kontakt zu seinen Kund*innen versucht das Buchdienst-Team durch den Ausbau seiner Social-Media-Aktivitäten und einem wöchentlichen Newsletter auszugleichen. Auf beiden Medienkanälen veröffentlichen die vier Buchhändlerinnen ihre persönlichen Leseempfehlungen rund um die Themen „das Leben lieben“ und „den Glauben leben“. „Die Nachfrage nach sinnstiftenden Titeln und Büchern, die sich mit Lebensmodellen nach der Corona-Pandemie beschäftigen, hat sich verstärkt“, bemerkt Hanna Letens. In dieser Literatursparte hat der Buchdienst ein umfassendes Sortiment, aus dem daran interessierte Leser*innen nun auch wieder persönlich im Laden auswählen können – mit Mundschutz und dem Einhalten der Abstandsregeln.

>>>www.buchdienst-wernau.de

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Mon, 27 Apr 2020 13:24:00 https://www.bdkj.info/meldungen/27-04-2020-buchdienst-zu-coronazeiten
Abgehängte nicht noch weiter abhängen https://www.bdkj.info/meldungen/21-04-2020-jugendliche-nicht-abhaengen

 

Digitale Lernformate sind in der aktuellen Pandemie in vielen Bereichen wichtige Alternativen zum analogen Unterricht, so auch in der Jugendberufshilfe. "Die Chancen digitaler Lernformen können aber wegen unzureichender Ausstattung derEinrichtungen und der jungen Menschen oft nicht sachgerecht genutzt werden", erklärt der arbeit für alle e. V. und warnt: "So werden die Jugendlichen in Zeiten der aktuellen Pandemie noch weiter von der Teilhabe an Bildung und Wissen abgekoppelt und drohen, weiter abgehängt zu werden." Darum fordert der arbeit für alle e.V. Jugendliche in der Jugendberufshilfe mit digitalen Endgeräten, insbesondere Tablets, PCs und Druckern auszustatten. Außerdem seien die digitalen Kompetenzen der Mitarbeitenden und Jugendlichen auszubauen und die digitale Infrastrukturin ländlichen Regionen und benachteiligten Stadtteilen zu verbessern, so der  arbeit für alle e.V.

Die aktuelle Krise zeige, dass die Einrichtungen der Jugendberufshilfe wegen fehlender Ressourcen und beschränktem Zugang zu entsprechenden Förderprogrammen oft unzureichend mit digitalen Medien ausgestattet sind. Diese Situation müsse in einer gemeinsamen Anstrengung überwunden werden.

Der Zwischenruf des arbeit für alle e.V. ist unter folgendem Link zu erreichen:  www.bdkj.de/zwischenruf-afa

Der arbeit für alle e.V. ist eine Initiative des BDKJ, in dem der BDKJ seine Aktivitäten gegen Jugendarbeitslosigkeit bündelt. Ihm gehören von der BDKJ-Hauptversammlung gewählte Mitglieder und Einrichtungen der Jugendberufshilfean.

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Tue, 21 Apr 2020 12:01:00 https://www.bdkj.info/meldungen/21-04-2020-jugendliche-nicht-abhaengen
Persönliche Kontakte - unbezahlbar wertvoll https://www.bdkj.info/meldungen/09-04-2020-wfd-rueckholaktion

 

Jakob Knebel, WFD-Bildungsreferent im BDKJ beschreibt die Situation im Rückblick als sehr herausfordernd. „Die Nachricht, dass die Auslandsdienste abgebrochen werden müssen, kam für alle überraschend. Für uns genauso wie für die Freiwilligen und Partnerorganisationen, die sofort über die neue Situation informiert wurden.“ Die täglich veränderten Maßnahmen, die die einzelnen Länder in Asien, Afrika und Südamerika zur Eindämmung der Corona-Pandemie trafen, verlangten von allen Beteiligten viel Improvisation. So mussten bereits gebuchte Flüge wieder storniert und umgebucht werden, da der Flughafen für internationale Flüge gesperrt wurde. In allen Sammelpunkten für die im jeweiligen Einsatzland verstreuten Jugendlichen wurden Ansprechpartner*innen organisiert, die für Transporte mit Passierscheinen oder Unterkünfte sorgten, da auch sämtliche Hotels geschlossen wurden.

Von einem völligen Shutdown waren bis vor kurzem besonders die Freiwilligen in Südamerika betroffen. Ausgangssperre und Grenzschließung, keine Inlandsflüge oder Busfahrten sowie das Verbot privater Autofahrten hat ihre Ausreise bis zum 4. April verzögert. Und genau in dieser Situation war die Unterstützung durch die Projektpartner*innen und Privatpersonen vor Ort unbezahlbar. „Obwohl sie selbst mit den Auswirkungen der Coronakrise klar kommen mussten, nahmen sie ohne zu zögern die Freiwilligen als Gäste auf, organisierten den Transport zum Flughafen, sorgten sich um ihre Sicherheit oder waren für ihre Sorgen ansprechbar. Dies ist keine Selbstverständlichkeit und dafür sind wir im Team der Diözese Rottenburg-Stuttgart sehr dankbar!“, meint Jakob Knebel.

Normalerweise wäre der Weltkirchliche Friedensdienst bis Ende Juli gegangen. Nun sind die 35 jungen Erwachsenen vorzeitig zurück in ihren Heimatgemeinden. Einige überlegen, sich jetzt als freiwillige Helfer*innen für Einkaufsdienste oder in Pflegeheimen zu engagieren; andere haben sich in Selbstquarantäne begeben. Einige wenige lösten direkt nach der Rückkehr ihre Dienstvereinbarung auf und begannen eine Ausbildung. Letztlich haben sich alle Freiwilligen mit der aktuellen Situation arrangiert und auch das WFD-Krisenteam kann sich den eigentlichen Aufgaben zuwenden. Denn sobald die Corona-Krise beendet ist, soll es wieder einen neuen-Kursjahrgang geben, der jungen Erwachsenen einen Freiwilligendienst in Übersee ermöglicht. Dabei können Sie in jeder Situation auf die Verlässlichkeit der Kooperationspartner*innen der Weltkirche vertrauen - auch jenseits von Krisenzeiten.

Der Weltkirchliche Friedensdienst in der Diözese Rottenburg-Stuttgart entstand 1986 nach der damaligen Diözesansynode als bundesweit einzigartige Initiative dieser Art, damals noch unter dem Namen „Laien im Dienst der Evangelisierung und des Friedens“. Vor einigen Jahren erhielt der Dienst seinen heutigen Namen. Seit der Gründung leisteten über 500 junge Menschen den Weltkirchlichen Friedensdienst.

Weitere Infos unter: www.wfd.bdkj.info

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Thu, 09 Apr 2020 11:00:00 https://www.bdkj.info/meldungen/09-04-2020-wfd-rueckholaktion
Frauen nicht alleine lassen! https://www.bdkj.info/08-04-2020-frauen-schuetzen

 

Für uns ist klar:
Menschen mit Berufen im sozialen Bereich, in der Pflege und im Einzelhandel sind systemrelevant. Ein Großteil der Angestellten in den aktuell besonders geforderten Berufen ist weiblich. Die Frauen sind einer hohen Arbeitsbelastung ausgesetzt und gefährden häufig ihre eigene Gesundheit. Gleichzeitig werden viele dieser Berufe nicht angemessen bezahlt. Wir fordern: Die Arbeitsbedingungen von Pflegekräften, Krankenschwestern, Sozialarbeiterinnen, Kassiererinnen - all derjenigen, die jetzt dafür sorgen, dass die Gesellschaft nicht still steht - müssen sich deutlich verbessern. Vor allem müssen diese Berufsgruppen endlich besser entlohnt werden!

Gewaltschutz ist systemrelevant. Die Zahl der von häuslicher Gewalt betroffenen Frauen steigt in der aktuellen Krise. Gleichzeitig ist die Erreichbarkeit von Gewaltschutzeinrichtungen erschwert. Betroffene müssen Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen niedrigschwellig erreichen können. Dies gelingt jedoch häufig deshalb nicht, da diese Einrichtungen völlig überlastet sind. Es müssen dringend neue Kapazitäten geschaffen werden. Darüber hinaus sind diese Einrichtungen bundesweit als systemrelevant einzustufen! Auch geflüchteten Frauen muss der Zugang offenstehen. Mit seinem Vorbehalt zu Artikel 59 der Istanbul-Konvention entzieht sich Deutschland der Vorschrift, geflüchteten oder migrierten Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, ein eigenständiges Aufenthaltsrecht zu ermöglichen. Dadurch sind gewaltbetroffene Frauen ihren Peinigern schutzlos ausgesetzt. Die Bundesregierung muss deshalb endlich das "Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt" (Istanbul-Konvention) vollständig umsetzen!

Solidarität mit vulnerablen Gruppen ist systemrelevant. Die Frauen, die ohnehin schon am Rande der Gesellschaft leben, sind von der aktuellen Krise besonders betroffen. Wohnungslose Frauen haben häufig keine Orte, an denen sie Ruhe finden und vor Gewalt geschützt sind. Prostituierte haben keine Einnahmen und in vielen Fällen keine Unterkunft. Insbesondere viele nicht-deutsche Prostituierte sind von heute auf morgen obdachlos geworden. Sie können nicht oder nur schwer zu ihren Familien zurückkehren und drohen in den Untergrund verdrängt zu werden. Diese Frauen brauchen Unterstützung!

Hebammen sind systemrelevant. Seit Jahren fordern wir gemeinsam mit den entsprechenden Berufsverbänden eine Verbesserung der Situation von freiberuflichen und angestellten Hebammen in Deutschland. Sie sind essentiell für eine angemessene Versorgung rund um die Geburt. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen der Corona-Pandemie sind sie besonders gefordert, kreative und digitale Lösungen zu finden, um Schwangere gut zu betreuen. Doch eine Vor- oder Nachsorge bedarf auch des persönlichen Kontakts mit der Schwangeren. Hebammen müssen in der Gesundheitsversorgung mitberücksichtigt und ausreichend mit Schutzausrüstung ausgestattet werden!

>>>www.bdkj.de

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Wed, 08 Apr 2020 14:49:00 https://www.bdkj.info/08-04-2020-frauen-schuetzen