BDKJ https://www.bdkj.info/ de-de Tue, 19 Oct 2021 02:28:56 +0200 Tue, 19 Oct 2021 02:28:56 +0200 http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Sudhaus7 Newspage Einreise endlich wieder möglich https://www.bdkj.info/06-10-2021-reversejahrgang-fast-komplett

 

Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie war monatelang nicht abzusehen, ob und vor allem wann eine Einreise der Freiwilligen möglich sein würde. In vielen Partnerländern waren die Behörden für die Visabeantragung geschlossen oder Ausgangsbeschränkungen verhinderten die Anreise zur Botschaft. Hinzu kamen wechselnde Regularien für den internationalen Reiseverkehr, die zeitweise eine Einreise nach Deutschland nicht erlaubten. Trotz alledem bereiteten die sich die jungen Erwachsenen im Rahmen von Seminaren in Argentinien, Brasilien, Mexiko und Indien für ihren Dienst vor.

Im März 2021, während sich in Deutschland noch viele Einrichtungen im Lockdown befanden, konnten schließlich zwei Freiwillige aus Uganda nach Deutschland einreisen. Sie haben dadurch gegenüber ihren Mitfreiwilligen einen kleinen Vorsprung, was das Einleben in Deutschland betrifft. Im Sommer erhielten innerhalb weniger Wochen auch die Freiwilligen aus Argentinien, Mexiko und Paraguay ihre Einreisegenehmigung für Deutschland. Kurz darauf gab es auch den positiven Bescheid aus Brasilien. Die indischen Freiwilligen warten hingegen noch auf eine Antwort aus der deutschen Botschaft.

Die vergangenen Monate und Wochen waren für das WFD-Team beim Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) durch einen hohen Organisationsaufwand aber auch motivierenden Erlebnissen geprägt. „Besonders herausfordernd waren die unterschiedlichen Zeitpunkte der Einreise und die damit verbundenen Quarantäneregeln“, meint Bildungsreferentin Anna Lippert. Angetrieben habe sie in dieser Zeit „ die Motivation von jedem und jeder einzelnen, die über die lange Wartezeit nicht abgebrochen ist.“ Dankbar zeigt sich Anna Lippert auch für die vielfältige Unterstützung der Einsatzstellen und ehemaliger WFD-Freiwilligen. „Sie haben viele Behördengänge übernommen oder organisierten Kochsessions und Ausflüge.“ Ein besonderes Highlight war der Besuch auf einem Bio-Bauernhof inklusive Apfelernte und Traktorfahrt.

Luis Mello aus Brasilien ist inzwischen gut in seinem Einsatzort Oberndorf angekommen. Er spricht begeistert von den Begegnungen der vergangenen Tage: „Was mich am meisten beeindruckt, ist die Freundlichkeit und Gastfreundschaft, die noch größer ist, als ich es erwartet hatte. Obwohl wir unterschiedliche Sprachen sprechen, versuchen die Menschen mit mir zu kommunizieren. Und es funktioniert!“

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Die Reverse-Freiwilligen des Jahres 2021/2022

Aus Argentinien
Natali Bolzan, Kirchengemeinde Balingen
Enzo Cordoba, Kirchengemeinde Heilbronn-Sontheim
Valentina Lopez, Schulstiftung Ravensburg

Aus Mexiko
Ever Hernandez, Kirchengemeinde Isny
Evelio Santigo, Kirchengemeinde Bad Waldsee

Aus Paraguay
Soledad Urunaga, Kolping und Kirchengemeinde Geislingen

Aus Brasilien
Luis Mello, Kirchengemeinde Oberndorf am Neckar
Milene Kullmann, Kirchengemeinde Metzingen

Aus Uganda (seit April 2021)
Angella Nandita, Katholischer Kindergarten in Aalen
Rogers Ssebulime, Astrid-Lindgren-Schule in Neckarsulm

Den Reverse-Weltkirchliche Friedensdienst in der Diözese Rottenburg-Stuttgart gibt es seit September 2012. Idee war und ist, jungen Menschen der Südhalbkugel den gleichen kulturellen Austausch zu ermöglichen, den junge Deutsche mit einem Dienst in Übersee wahrnehmen können. Bislang leisteten insgesamt 67 junge Menschen einen Freiwilligendienst in Deutschland.
 

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Wed, 06 Oct 2021 10:30:00 https://www.bdkj.info/06-10-2021-reversejahrgang-fast-komplett
47.250 Stunden Zukunftszeit https://www.bdkj.info/20-09-2021-zukunftszeit-gesammelt

 

Der BDKJ setzte mit den katholischen Jugendverbänden am Wochenende vom 18./19. September in Berlin ein klares Zeichen zur Bundestagswahl 2021: “Wir setzen uns für ein buntes Land ein und rufen zur Wahl von demokratischen Parteien auf“, verdeutlicht BDKJ-Bundesvorsitzender Gregor Podschun und bezieht klar Position: „Die Positionen der AfD lehnen wir ab, sie ist für uns nicht wählbar.“
Eine Woche vor der Bundestagswahl hat der BDKJ einen Wahlaufruf veröffentlicht, in dem der Dachverband der katholischen Jugendverbände dazu auffordert, bei der Wahlentscheidung besonders die Interessen von Kindern und Jugendlichen zu berücksichtigen. „Kinder und Jugendliche haben keine Stimme und keine Lobby, obwohl sie genau wissen, was sie wollen und die längste Zeit mit den Auswirkungen der politischen Entscheidungen von Erwachsenen leben müssen“, verdeutlicht BDKJ- Bundesvorsitzende Daniela Hottenbacher. „Aus diesem Grund setzt sich der BDKJ, gemeinsam mit dem Deutschen Bundesjugendring, weiterhin für eine Absenkung des Wahlalters ein“, denn „junge Menschen müssen ernst genommen, gefördert und unterstützt werden und dafür setzen wir uns im BDKJ ein“, so Hottenbacher weiter.  
„Zukunftszeit – gemeinsam für ein buntes Land“

Bei der Aktion „Zukunftszeit“ hatte sich der BDKJ zum Ziel gesetzt, 35.000 Stunden gemeinnütziges Engagement zu sammeln, da eine Legislaturperiode des Deutschen Bundestages genau diese Länge hat. Und dieses Ziel wurde deutlich übertroffen.„Bundesweit haben Ehrenamtliche in rund 400 Projekten über 47.250 Stunden Engagement gesammelt. Das verdient Respekt und verdeutlicht: Die katholische Jugend setzt sich insbesondere für eine klimagerechte Gesellschaft ein“, betont BDKJ-Bundespräses Stefan Ottersbach. Noch bis zum Schließen der Wahllokale am 26. September sammelt der BDKJ auf der Website www.zukunftszeit.de weiterhin Stunden für ein buntes Land „denn jede Stunde zählt!“
Im Rahmen des „Zukunftszeit“ – Wochenendes formulierten die Teilnehmer*innen auch klare Forderungen an eine zukünftige Bundesregierung: „Ich wünsche mir, dass die Bundesregierung mehr für den Klimaschutz macht“, forderte beispielsweise Julia Schneider von der KSJ Berlin und Katharina Gnoth von der DPSG Paderborn ergänzte: „Die neue Bundesregierung soll sich mehr für Kinder, Jugendliche und Familien einsetzen“.
Der Wahlaufruf des BDKJ zur Bundestagswahl 2021 kann hier nachgelesen werden.

www.zukunfszeit.de

Unseren Bericht in der NRWZ findet ihr hier: https://www.nrwz.de/rottweil/gemeinsam-fuer-ein-buntes-land/323910

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Mon, 20 Sep 2021 10:15:00 https://www.bdkj.info/20-09-2021-zukunftszeit-gesammelt
Jugendsonntag mit "Weit-Sicht" https://www.bdkj.info/13-09-2021-jugendsonntag-2021-weit-sicht

 

Das Schauen auf das eigene Leben in der Vergangenheit und Gegenwart, besonders jedoch auf die Zukunft des einzelnen Menschen steht im Mittelpunkt der Gottesdienste zum Jugendsonntag. Das Evangelium des Christkönigsfestes wird dabei zur „Brille“, die Weite, Durchblick und Hoffnung für die Welt und das Leben schaffen soll. Mit dem Jugendsonntag startet gleichzeitig auch das diözesane Jugendforum mit dem Titel„?“. Es lädt junge Menschen ein, ihren Zukunftsfragen nachzugehen und daraus Träume und Visionen zu entwickeln. Dazu wird es in verschiedene Phasen, dem Katholik*innen-Tag in Stuttgart und flexiblen Bausteinen aufgeteilt, die bis in den Sommer 2022 andauern.

„Jugendsonntag und Jugendforum blicken in die Zukunft. Die Träume von jungen Menschen, ihre Vorstellungen von ihrem zukünftigen Leben, ihrer Welt und ihrer Kirche sollen gesehen und wo möglich realisiert werden“, erklärt Julia Hämmerle, Fachbereichsleitung und Bildungsreferentin an der Fachstelle Jugendspiritualität des Bischöflichen Jugendamtes.

Der Jugendsonntag wird in der Diözese Rottenburg-Stuttgart immer am Fest Christkönig, also am Sonntag vor dem ersten Advent gefeiert. Er wurde im Jahr 2000 wieder eingeführt und knüpft an eine Tradition der katholischen Jugendverbände an, die sich in einem „Bekenntnissonntag“ gegen die Herrschaft der Nazis gewandt haben. Heute soll der Jugendsonntag in doppelter Weise ein Bekenntnis sein: Zum einen können Jugendliche auf ihre eigene Art und Weise ihren Glauben zum Ausdruck bringen, gleichzeitig zeigen die Gemeinden ihren Jugendlichen durch das gemeinsame Gottesdienst-Feiern, dass sie zu ihnen stehen.

Die Kollekte aller Gottesdienste kommt im vollen Umfang der Jugendarbeit zugute, wobei die eine Hälfte für die Jugendarbeit der jeweiligen Gemeinde vor Ort, die andere für die diözesane Jugendstiftung „just“ bestimmt ist. Just fördert innovative Jugendprojekte der kirchlichen Jugendarbeit in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Gottesdienstentwürfe und Materialien wie Plakat, Arbeitshilfe und Segenskärtchen gibt es hier zum Download
 

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Mon, 13 Sep 2021 10:30:00 https://www.bdkj.info/13-09-2021-jugendsonntag-2021-weit-sicht
Freizeiten sind wichtige Lernorte und bieten Freiräume https://www.bdkj.info/27-07-2021-kirchliche-sommerfreizeiten-bieten-freiraeume

 

Ein Stück Normalität ermöglichen
„Seit über einem Jahr müssen Kinder und Jugendliche pandemiebedingt weitreichende Einschränkungen in Kauf nehmen. Freiräume von jungen Menschen wurden und werden massiv beschnitten“, betont Anika Müller, die Vorsitzende der Evangelischen Jugend Baden. „Umso wichtiger ist es jetzt, dass ihnen im Sommer ein Stück Normalität ermöglicht wird. Junge Menschen brauchen freie Räume, das Erleben von Gemeinschaft, Spaß und Lebensfreude in ihrem Alltag!“ Armin Hassler, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend Württemberg (AEJW) ergänzt „Mit unseren Hygiene- und Schutzkonzepten sind wir sehr gut vorbereitet und freuen uns, in diesem Sommer Kindern und Jugendlichen ein vielfältiges Angebot im In- und Ausland ermöglichen zu können.“

Orte der Erholung und der Partizipation
Freizeiten der evangelischen und katholischen Kinder- und Jugendarbeit stehen für Spaß ebenso wie für Inhalte, Werte und Glauben. Auf Freizeiten erfahren junge Menschen Gemeinschaft und erlernen Verantwortung und Selbstorganisation quasi über Nacht. „Für die kirchliche Kinder- und Jugendarbeit sind Freizeiten ein zentraler Bestandteil ihrer Angebote“, davon ist Michael Medla, Diözesanleiter vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Rottenburg-Stuttgart überzeugt. „Dort werden Beziehungen geknüpft oder vertieft, Leben miteinander geteilt und Glaube in besonderer Weise erlebbar gemacht.“
„Unsere Freizeiten sind Orte und Anlässe der Erholung, der Bildung sowie der Partizipation. Sie bieten Kindern und Jugendlichen zeitliche und räumliche Freiräume, die sich von ihren alltäglichen Erfahrungen abgrenzen und über sie hinausgehen“, erklärt Yolande Obermeyer, ehrenamtliche BDKJ-Diözesanleiterin aus Freiburg.

Eine Übersicht der stattfindenden Zeltlager der BDKJ Ferienwelt befindet sich auf www.bdkj-ferienwelt.de 
 

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Tue, 27 Jul 2021 10:32:00 https://www.bdkj.info/27-07-2021-kirchliche-sommerfreizeiten-bieten-freiraeume
Kirche verändern und Gemeinschaft stärken https://www.bdkj.info/05-07-2021-agl-beauftragung

 

An Jesu Leben Beispiel nehmend, ist den jungen Menschen sowohl die Gemeinschaft als auch ausreichend Zeit für sich selbst in Ruhe und Gebet wichtig, um dieses Amt ausüben zu können. Sie wollen als junge Menschen Kirche gestalten und verändern. Dabei motiviert es sie, die eigene Begeisterung für den Glauben an andere junge Menschen weiterzugeben.
Im Rahmen des viergliedrigen Ausbildungskurses haben die Teilnehmer*innen sich auf ihr Amt vorbereitet. Sie beschäftigten sich mit ihrem persönlichen Glauben und Themen der Kirchengeschichte, der Liturgie, des Glaubensbekenntnisses und der Bibel.

Beauftragt wurden:
DPSG

Patrick Kajtezivic als Kurat im DPSG-Stamm Reutlingen-Mitte und Bezirkskurat Neckar
TimoHommel als Kurat des DPSG-Stammes Salach

KjG
Celina Schick
als Geistliche Pfarrjugendleiterin KjG Renningen und Geistliche Dekanatsleiterin Böblingen
Silvio Bottaro als Geistlicher KjG Pfarrjugendleiter der KjG Renningen
Ina Kaufmann als Geistliche KjG-Pfarrjugendleiterin Renningen"
Judith Stadtfeld als Geistliche Pfarrjugendleiterin KjG Sachsenheim
Jule Kollinger als Geistliche KjG-Pfarrleitung Kuppingen
Fidelis Stehle als Geistlicher KjG-Dekanatsleiter Rottweil

Kolpingjugend
Larissa Haaf
als Geistliche Diözesanleiterin der Kolpingjugend Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart"

KLjB und Ministrant*innen
Gloria Mütsch
als Spiri-Mini im Dekanat HohenloheUnd als Geistlicher KLJB-Beistand Eberstal

Ministranten
Hannah Ochel
als Spiri-Mini im Dekanat Heilbronn-Neckarsulm
Adrian Neufeld als Spiri-Mini Schwäbisch Gmünd"

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Mon, 05 Jul 2021 11:00:00 https://www.bdkj.info/05-07-2021-agl-beauftragung
BDKJ-Hauptversammlung tagte digital https://www.bdkj.info/11-05-2021-bdkj-hauptversammlung-fazit

 

Mit der BDKJ-Hauptversammlung 2021 endete die neunjährige Amtszeit der BDKJ-Bundesvorsitzenden Lisi Maier. Diese leitete das Berliner Büro und hinterließ bei ihrer lanjährigen Arbeit viele Spurfen beim BDKJ. Besonders in der Jugend-, Frauen und Gleichstellungspolitik hat Lisi Maier europaweit für den Verband Brücken geschlagen und für den BDKJ ein internationales Ausrufezeichen gesetzt. Dies wurde auch zuletzt mit dem Titel „Frau Europas 2021“ honoriert. „Lisi hat den BDKJ maßgeblich geprägt und sich mit Herzblut und ihrer Persönlichkeit für die Jugendverbandsarbeit eingesetzt. Insbesondere ihre Verdienste in der Mädchen- und Frauenpolitik sowie um die internationale Jugendarbeit sind überragend. Wir danken ihr für dieses Engagement“, betonte BDKJ-Bundesvorsitzender Gregor Podschun.
BDKJ-Bundesvorsitzende Lisi Maier machte in ihren Abschlussworten an die Engagierten in der katholischen Jugendverbandsarbeit deutlich: „Ich bin dankbar für die großartige Zeit und das große Vertrauen in mich und meine Arbeit in diesen neun Jahren. Ich freue mich sehr, dass mit Daniela Hottenbacher eine starke Mädchen- und Frauenpolitikerin von dieser Versammlung gewählt wurde und wünsche ihr und den verbleibenden Bundesvorstandskollegen viel Erfolg für die anstehenden Herausforderungen in Kirche, Politik und Gesellschaft.“ 

Einer der wichtigsten Beschlüsse der BDKJ-Hauptversammlung 2021 betraf die "72-Stunden-Aktion". Mit einer großen Mehrheit wurde die Fortsetzung der größten sozialen Jugendaktion im Jahr 2024 beschlossen. „Bei der 72-Stunden-Aktion greifen die von Jugendlichen initiierten Projekte politische und gesellschaftliche Themen auf und geben dem Glauben Hand und Fuß“, freut sich BDKJ-Bundesvorsitzender Gregor Podschun. An der letzten bundesweiten Sozialaktion des BDKJ im Mai 2019 hatten sich bundesweit rund 160.000 junge Menschen in 3.400 Gruppen sozial engagiert.
Die Hauptversammlung 2021 des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend hat zudem einen Appell an die Bundespolitik zur Corona-Pandemie beschlossen, der die "Systemrelevanz" der Jugendverbandsarbeit hervorhebt. „Wenn Schulen wieder geöffnet werden, muss auch die Jugendarbeit mit verantwortungsvollen Konzepten als komplementärer Lern- und Entwicklungsort wieder möglich sein. Freiräume zur Persönlichkeitsentwicklung sind nicht verhandelbar!“ so BDKJ-Bundesvorsitzende Lisi Maier. Dies gilt auch für den Bereich der Ausbildung, indem der BDKJ ebenfalls verbindliche Zusagen fordert: „Es muss sichergestellt werden, dass alle Auszubildenden ihre Ausbildung abschließen können.“
Die BDKJ-Hauptversammlung 2021 hat sich zudem deutlich für die Anerkennung, Wertschätzung und auch Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ausgesprochen. „Wir fordern, dass der Segen Gottes in unserer Kirche keinem homosexuellen Paar verweigert wird. Denn ein Segen ist Ausdruck der unerschütterlichen Treue Gottes zum Menschen in der Schöpfung. Und diese Treue Gottes gilt uneingeschränkt jedem Menschen.“, erklärte BDKJ-Bundespräses Stefan Ottersbach während der virtuellen Versammlung in Altenberg.
Alle Beschlüsse der BDKJ-Hauptversammlung 2021 sind auf der BDKJ-Website abrufbar. Weitere Beschlüsse sollen auf einer weiteren BDKJ-Hauptversammlung in diesem Jahr gefasst werden. 

www.bdkj.de/hauptversammlung2021

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Tue, 11 May 2021 10:00:00 https://www.bdkj.info/11-05-2021-bdkj-hauptversammlung-fazit
Zuversicht und Freude trotz Corona-Hindernisse https://www.bdkj.info/21-04-2021-reverse-freiwillige-aus-uganda

 

Durch Einreisebeschränkungen der BRD, dem Einstellen des Flugverkehrs und den allgemeinen Maßnahmen zur Eindämmung der Coronainfektion sowohl in Deutschland als auch in Uganda war die Einreise der beiden Freiwilligen lange Zeit ungewiss. Doch im Dezember 2020 bekamen sie sowohl einen Termin bei der deutschen Botschaft als auch deren positiven Einreisebescheid innerhalb einer Woche. Bis zu ihrer Ausreise Ende März 2021 besuchten sie zwei Präsenz-Vorbereitungsseminare in der Erzdiözese Kampala und lernten Freiwillige, die in den Jahren zuvor in Deutschland waren, kennen.

In den ersten drei Wochen in Deutschland haben die beiden bereits einige kulturelle Unterschiede ausgemacht: „ Hier sind die Corona-Regelungen viel strenger als in Uganda“, erzählt die 21-jährige Angel. Anfangs habe sie manchmal ihre Maske vergessen, doch mittlerweile habe sie sich angewöhnt, immer eine griffbereit zu haben. Ihren Deutsch–Sprachkurs in Tübingen beschreibt sie als „sehr spannend, sehr intensiv und sehr hilfreich“. Hilfe und Unterstützung beim Zurechtkommen im deutschen Alltag erhielten die beiden sowohl von ihrer Gastfamilie als auch der Gast-WG in Tübingen.

Nach einem Ankomm-Monat steht der Umzug in ihre Einsatzorte und Kirchengemeinden bevor. Angel wird in Aalen in einem katholischen Kindergarten arbeiten und der 24-jährige Rogers wird das Team der Astrid-Lindgren-Schule für Geistig- und Körperbehinderte in Neckarsulm unterstützen. Trotz der Aufregung ist er zuversichtlich: „Mich bestärkt das Motto der Weltkirchlichen Friedensdienste: mitbeten, mitleben, mitarbeiten. Ich freue mich auf die Menschen, denen ich in meiner Gastfamilie, in meiner Stadt und in meiner Arbeitsstelle begegnen werde“.

Die noch zu erwartenden Freiwilligen aus Brasilien, Mexiko, Paraguay, Peru, Argentinien und Indien haben bislang keine Einreisegenehmigung erhalten. Sie werden voraussichtlich im August mit einem Jahr Verspätung in ihren Dienst in der Diözese Rottenburg-Stuttgart starten.

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Wed, 21 Apr 2021 13:30:00 https://www.bdkj.info/21-04-2021-reverse-freiwillige-aus-uganda
Für jeden Coronatoten fällt ein Nagel in eine Schale https://www.bdkj.info/22-03-2021-liturgische-performance-coronatote

 

Auf Worte werden Marios Pergialis und Sebastian Schmid weitgehend verzichten. Sie beginnen Gründonnerstagabend mit dem Kreuzzeichen und enden Karfreitag morgens mit dem Kreuzzeichen. In den zwölf Stunden dazwischen lassen sie einen Nagel nach dem anderen in die Schale fallen. In der leer geräumten Kirche wird sich der Ton der nacheinander aufschlagenden Nägel im Lauf der Nacht verändern. „Wir legen jeden Menschen in Gottes Hände. Jeder Ton, der dabei entsteht, ist aber auch ein Schmerzton, der die Frage aufwirft, wie ein Gott existieren kann, der eine solche Pandemie zulässt“, sagt Sebastian Schmid. Für Marios Pergialis ist jeder Ruf „zugleich Klage an Gott als auch Zuspruch, dass wir als Kirche den Opfern gedenken.“ „Ruf“ ist deshalb auch der Titel der liturgischen Performance.

Pergialis und Schmid werden sich voraussichtlich alle drei Stunden abwechseln, der jeweils andere ist dann für Gespräche, Nachfragen, Reaktionen in der Kirche anzutreffen. „Wir wissen nicht, was das pausenlose Fallenlassen der Nägel, das Wissen um die vielen tausend Verstorbenen und die Symbolik mit uns machen wird“, stellt der Künstler und Pastoralreferent Sebastian Schmid fest. Am Ende der Nacht werden mehr als 200 Kilogramm Nägel in der Schale liegen, die sich dann gar nicht mehr von zwei Menschen anheben und wegtragen lässt. An theologischer Symbolik ist vieles zu finden: Die Nägel erinnern an die Nägel am Kreuz Jesu, die Schale an die Wasserschale, mit der Jesus den Jüngern beim letzten Abendmahl die Füße gewaschen hat, sie erinnert aber auch an die Schale der bevorstehenden Osterfeuer.

Gründonnerstag ist die Nacht vor Jesu Tod, in der er in Einsamkeit und Angst betete und anschließend gefangen genommen wurde. Deshalb wird die Marienkirche während der Nacht für einige Stunden für Besucher geschlossen, um gerade auch an die Menschen zu erinnern, die alleine gestorben sind. Von 20 bis 23 Uhr sowie von 5 bis 8 Uhr besteht die Möglichkeit, an der liturgischen Performance zum Gedenken der Coronatoten in St. Maria in der Tübinger Straße teilzunehmen, in den Stunden dazwischen fallen die Nägel in der leeren Marienkirche. Während der Öffnungszeiten besteht Maskenpflicht und die Besucherinnen und Besucher müssen beim Betreten der Kirche ihre Kontaktdaten hinterlassen.

Für den Kunsttherapeuten und katholischen Dekanatsjugendreferenten Marios Pergialis ist die nächtliche liturgische Performance eine Fortsetzung des Gedenkprojekts „DE_SARS_CoV2“, das bis Dezember im Heilig-Kreuz-Münster in Schwäbisch Gmünd zu sehen war. Am Volkstrauertag 2020 hat Pergialis zusammen mit Anthony Di Paola Nägel in Holzwürfel geschlagen, sie aufgestellt und mit den Holzteilen auch die Worte „Fürchtet euch nicht“ gestaltet. Zu diesem Zeitpunkt waren 12.692 Frauen und Männer an Covid-19 verstorben. Für Marios Pergialis ist die liturgische Performance eine Weiterführung des ursprünglichen Gedankens: Die Menschen aus dem Vergessen zu holen und die schiere Zahl erlebbar und erfahrbar zu machen. Marios Pergialis geht es auch darum, die Einsamkeit sichtbar zu machen, der viele Menschen aufgrund der Pandemie am Lebensende ausgesetzt sind: „In der Nacht wird die Einsamkeit der Menschen zu spüren sein, zugleich wird aber auch deutlich, dass sie ihren Platz finden.“

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Tue, 23 Mar 2021 11:00:00 https://www.bdkj.info/22-03-2021-liturgische-performance-coronatote
100 Prozent für Mut und Leidenschaft https://www.bdkj.info/21-03-2021-wiederwahl-djs-nadine-maier

 

Mit ihrer emotionalen Rede erreichte die 35-jährige Theologin bei den 41 stimmberechtigten Delegierten aus den Dekanats- und Jugendverbänden des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) der Diözese Rottenburg-Stuttgart 100 Prozent Zustimmung. Dies und ihre Motivation, gemeinsam mit jungen Menschen der Sehnsucht nach einer menschenwürdigen Kirche nachzugehen, führten auf der digitalen Frühjahrsversammlung am 20. März zu einem einstimmigen Wahlergebnis.

Während ihrer ersten Amtszeit erlebte sie bei der 72h-Aktion 2019 das große Engagement von Kindern- und Jugendlichen, sich für eine bessere Welt einzusetzen. 2020 mit Beginn der Corona-Pandemie entstand auf ihre Initiative hin die Onlineplattform wir-sind-da.online, die Kontakt zu den jungen Menschen hielt, ihnen seelsorgerliche Gespräche anbot und zahlreiche innovative digitale Angebote ausprobierte. „Das vergangene Jahr hat gezeigt, dass es darum geht, Jugendarbeit bezüglich Formen und Themen radikal neu zu denken.“ Die Bedürfnisse und Anliegen von Kindern und Jugendlichen gelte es stärker in den Mittelpunkt zu stellen und lautstark in Kirche und Gesellschaft zu vertreten. Sie dürften nicht nur als Schüler*innen oder künftige Leistungsträger*innen wahrgenommen werden.

Maier möchte in den kommenden drei Jahren ihrer zweiten Amtszeit mit Leidenschaft und Mut Freiräume und Gestaltungsräume für junge Menschen schaffen, damit diese gestärkt und selbstbestimmt ihre Fähigkeiten in die Gesellschaft einbringen. „Dazu müssen wir, auch mit Blick auf die Zeit nach Corona, unsere Arbeitsstrukturen und -prozesse überprüfen. Als BDKJ wollen wir verlässlich, vernetzt und strategisch gut handeln können.“

Ein erster Schritt hin zu einer breiteren und diverseren Beteiligung junger Menschen, soll ein Modellprojekt der offenen Arbeitsgruppen sein, über das die Versammlung ebenfalls abgestimmt hatte. Es ermöglicht interessierten Jugendlichen die projektbezogene Mitarbeit an jugendrelevanten Themen. Dieses Engagement der ehrenamtlichen Jugendlichen im BDKJ und in seinen Mitgliedsverbänden, das sich auch im gemeinsamen Protest während der vergangenen Tage gezeigt hat, stimmt Nadine Maier hoffnungsvoll. Und es zeigt, dass sie die katholische Jugend auch bei ihren Zielen zu 100 Prozent hinter sich hat.

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Mon, 22 Mar 2021 11:00:00 https://www.bdkj.info/21-03-2021-wiederwahl-djs-nadine-maier
#LoveIsNoSin https://www.bdkj.info/15-03-2021-love-is-no-sin

 

Die Glaubenskongregation hat den Bestrebungen, Segnungen für homosexuelle Partnerschaften einzuführen, am 15. März eine deutliche Absage erteilt. Mit ihrer Aussage und ihrer "Argumentation" bestätigt sie die kirchliche Lehre. Die Glaubenskongregation sagt, dass gleichgeschlechtliche Paare nicht dem Schöpfungswillen Gottes entsprächen und die katholische Kirche keine Vollmacht habe, gleichgeschlechtliche Paare zu segnen. "Mit dem Wesen der von der Kirche erteilten Segnung" sei nur vereinbar, was "an sich darauf hingeordnet" sei, den Plänen Gottes für seine Schöpfung zu dienen. Daher sei es nicht möglich, "Beziehungen oder selbst stabilen Partnerschaften einen Segen zu erteilen, die eine sexuelle Praxis außerhalb der Ehe (das heißt außerhalb einer unauflöslichen Verbindung eines Mannes und einer Frau, die an sich für die Lebensweitergabe offen ist) einschließen, wie dies bei Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts der Fall ist", so die Note weiter.

Wir sehen das anders!

In unserem Positionspapier "Liebt einander" fordern wir, die gesellschaftliche Realität bezüglich geschlechtlicher Vielfalt endlich anzuerkennen, und gleichgeschlechtliche Paare nicht weiter zu diskriminieren, indem ihnen ein geeigneter Segensritus verwehrt wird. Das Vatikan-Dekret verletzt Menschen jenseits der Heteronormativität, weil es sie herabwürdigt und als nicht gleichwertig ansieht. Solche Aussagen werden dazu führen, dass immer weniger bereit sind, der kirchlichen Lehre zu folgen. Viele Katholik*innen werden sich in einem weiteren Schritt von der Kirche als Mutter und Lehrmeisterin der Moral emanzipieren.

Zahlreiche gleichlautende Positionen sind seitdem in den sozialen Netzwerken zu lesen, die sich deutlich für eine offene, liebende und bunte Kirche einsetzen. Jetzt gilt es, diese Zeichen für Vielfalt auch in die reale Welt vor Ort zu tragen und für alle außerhalb der digitalen Plattformen sichtbar zu machen. Daher ruft der BDKJ dazu auf, vom 19. bis 22. März an Kirchen oder kirchlichen Gebäuden Regenbogenflaggen aufzuhängen, sie mit Strahlern oder Beamern bunt zu beleuchten, oder mit Straßenkreide Statements oder Regenbögen auf Kirchenvorplätze zu malen. Die katholische Jugend steht bundesweit an der Seite aller Menschen, die sich lieben und damit von Gott gesegnet sind.

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Mon, 15 Mar 2021 12:30:00 https://www.bdkj.info/15-03-2021-love-is-no-sin