BDKJ https://www.bdkj.info/ de-de Mon, 14 Jun 2021 11:44:54 +0200 Mon, 14 Jun 2021 11:44:54 +0200 http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Sudhaus7 Newspage BDKJ-Hauptversammlung tagte digital https://www.bdkj.info/11-05-2021-bdkj-hauptversammlung-fazit

 

Mit der BDKJ-Hauptversammlung 2021 endete die neunjährige Amtszeit der BDKJ-Bundesvorsitzenden Lisi Maier. Diese leitete das Berliner Büro und hinterließ bei ihrer lanjährigen Arbeit viele Spurfen beim BDKJ. Besonders in der Jugend-, Frauen und Gleichstellungspolitik hat Lisi Maier europaweit für den Verband Brücken geschlagen und für den BDKJ ein internationales Ausrufezeichen gesetzt. Dies wurde auch zuletzt mit dem Titel „Frau Europas 2021“ honoriert. „Lisi hat den BDKJ maßgeblich geprägt und sich mit Herzblut und ihrer Persönlichkeit für die Jugendverbandsarbeit eingesetzt. Insbesondere ihre Verdienste in der Mädchen- und Frauenpolitik sowie um die internationale Jugendarbeit sind überragend. Wir danken ihr für dieses Engagement“, betonte BDKJ-Bundesvorsitzender Gregor Podschun.
BDKJ-Bundesvorsitzende Lisi Maier machte in ihren Abschlussworten an die Engagierten in der katholischen Jugendverbandsarbeit deutlich: „Ich bin dankbar für die großartige Zeit und das große Vertrauen in mich und meine Arbeit in diesen neun Jahren. Ich freue mich sehr, dass mit Daniela Hottenbacher eine starke Mädchen- und Frauenpolitikerin von dieser Versammlung gewählt wurde und wünsche ihr und den verbleibenden Bundesvorstandskollegen viel Erfolg für die anstehenden Herausforderungen in Kirche, Politik und Gesellschaft.“ 

Einer der wichtigsten Beschlüsse der BDKJ-Hauptversammlung 2021 betraf die "72-Stunden-Aktion". Mit einer großen Mehrheit wurde die Fortsetzung der größten sozialen Jugendaktion im Jahr 2024 beschlossen. „Bei der 72-Stunden-Aktion greifen die von Jugendlichen initiierten Projekte politische und gesellschaftliche Themen auf und geben dem Glauben Hand und Fuß“, freut sich BDKJ-Bundesvorsitzender Gregor Podschun. An der letzten bundesweiten Sozialaktion des BDKJ im Mai 2019 hatten sich bundesweit rund 160.000 junge Menschen in 3.400 Gruppen sozial engagiert.
Die Hauptversammlung 2021 des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend hat zudem einen Appell an die Bundespolitik zur Corona-Pandemie beschlossen, der die "Systemrelevanz" der Jugendverbandsarbeit hervorhebt. „Wenn Schulen wieder geöffnet werden, muss auch die Jugendarbeit mit verantwortungsvollen Konzepten als komplementärer Lern- und Entwicklungsort wieder möglich sein. Freiräume zur Persönlichkeitsentwicklung sind nicht verhandelbar!“ so BDKJ-Bundesvorsitzende Lisi Maier. Dies gilt auch für den Bereich der Ausbildung, indem der BDKJ ebenfalls verbindliche Zusagen fordert: „Es muss sichergestellt werden, dass alle Auszubildenden ihre Ausbildung abschließen können.“
Die BDKJ-Hauptversammlung 2021 hat sich zudem deutlich für die Anerkennung, Wertschätzung und auch Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ausgesprochen. „Wir fordern, dass der Segen Gottes in unserer Kirche keinem homosexuellen Paar verweigert wird. Denn ein Segen ist Ausdruck der unerschütterlichen Treue Gottes zum Menschen in der Schöpfung. Und diese Treue Gottes gilt uneingeschränkt jedem Menschen.“, erklärte BDKJ-Bundespräses Stefan Ottersbach während der virtuellen Versammlung in Altenberg.
Alle Beschlüsse der BDKJ-Hauptversammlung 2021 sind auf der BDKJ-Website abrufbar. Weitere Beschlüsse sollen auf einer weiteren BDKJ-Hauptversammlung in diesem Jahr gefasst werden. 

www.bdkj.de/hauptversammlung2021

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Tue, 11 May 2021 10:00:00 https://www.bdkj.info/11-05-2021-bdkj-hauptversammlung-fazit
respawn // neustart https://www.bdkj.info/26-04-2021-jugendmedienpreis-2021

 

„Junge Menschen drücken sich nicht nur mit Film und Foto aus. Jede Person hat ihr eigenes kreatives Medium in dem sie oder er sich am wohlsten fühlt. Darauf wollen wir in diesem Jahr gezielt eingehen und mehr jungen Menschen eine Teilnahme am Wettbewerb ermöglichen“, erklärt die zuständige Referentin Anna Stützle.
Die Kategorie kreativ umfasst alles, was nicht Film ist. Also Einzelbilder, Fotoserien, Texte, Gemälde, Kunstwerke, Songs, Memes, Haikus, Gedichte, Comics… alle Kreativdisziplinen werden bei der Bearbeitung des Mottos respwan // neustart berücksichtigt.

Das Thema bezieht sich nicht nur auf die pandemiebedingte Pause des katholischen Jugendmedienpreises. Vieles steht seit März 2020 still und wartet darauf wiederbelebt zu werden. Egal ob soziale Kontakte, Nachhaltigkeit und Klimaschutz, mehr Beteiligung für junge Menschen und viele andere Themen… die Liste ist lang
„Wir sind sehr gespannt auf die Einsendungen und sehen gerade in der Medienvielfalt die Chance, sich als Einzelperson – ganz coronakonform – zu beteiligen. Besonders freuen wir uns wieder auf die Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartner*innen vom Filmbüro Baden-Württemberg und der Stadtbibliothek Stuttgart und sind gespannt, wie wir die Einsendungen ausstellen und zeigen können“, so Stützle weiter.
Zu gewinnen gibt es, neben Geldpreisen, die Möglichkeit, den eigenen Film auf der Landesfilmschau zu präsentieren und in deren Rahmenprogramm an Workshops teilzunehmen. In der Kategorie kreativ gibt es neben den Geldpreisen die Möglichkeit, das eigene Kunstwerk in der Stadtbibliothek Stuttgart auszustellen.

Teilnehmen können Gruppen und Einzelpersonen bis zum vollendeten 25. Lebensjahr. Einsendeschluss ist der 12. September 2021.

Alle weiteren Infos zum Katholischen Jugendmedienpreis 2021 gibt es unter www.jugend-medienpreis.de oder auf Facebook und Instagram unter kathjugendmedienpreis

Der Wettbewerb wird vom Bischöflichen Jugendamt der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Kooperation mit der Fachstelle Medien der Diözese Rottenburg-Stuttgart, dem Filmbüro Baden-Württemberg e.V. und der Stadtbibliothek Stuttgart ausgerichtet.

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Mon, 26 Apr 2021 12:00:00 https://www.bdkj.info/26-04-2021-jugendmedienpreis-2021
Zuversicht und Freude trotz Corona-Hindernisse https://www.bdkj.info/21-04-2021-reverse-freiwillige-aus-uganda

 

Durch Einreisebeschränkungen der BRD, dem Einstellen des Flugverkehrs und den allgemeinen Maßnahmen zur Eindämmung der Coronainfektion sowohl in Deutschland als auch in Uganda war die Einreise der beiden Freiwilligen lange Zeit ungewiss. Doch im Dezember 2020 bekamen sie sowohl einen Termin bei der deutschen Botschaft als auch deren positiven Einreisebescheid innerhalb einer Woche. Bis zu ihrer Ausreise Ende März 2021 besuchten sie zwei Präsenz-Vorbereitungsseminare in der Erzdiözese Kampala und lernten Freiwillige, die in den Jahren zuvor in Deutschland waren, kennen.

In den ersten drei Wochen in Deutschland haben die beiden bereits einige kulturelle Unterschiede ausgemacht: „ Hier sind die Corona-Regelungen viel strenger als in Uganda“, erzählt die 21-jährige Angel. Anfangs habe sie manchmal ihre Maske vergessen, doch mittlerweile habe sie sich angewöhnt, immer eine griffbereit zu haben. Ihren Deutsch–Sprachkurs in Tübingen beschreibt sie als „sehr spannend, sehr intensiv und sehr hilfreich“. Hilfe und Unterstützung beim Zurechtkommen im deutschen Alltag erhielten die beiden sowohl von ihrer Gastfamilie als auch der Gast-WG in Tübingen.

Nach einem Ankomm-Monat steht der Umzug in ihre Einsatzorte und Kirchengemeinden bevor. Angel wird in Aalen in einem katholischen Kindergarten arbeiten und der 24-jährige Rogers wird das Team der Astrid-Lindgren-Schule für Geistig- und Körperbehinderte in Neckarsulm unterstützen. Trotz der Aufregung ist er zuversichtlich: „Mich bestärkt das Motto der Weltkirchlichen Friedensdienste: mitbeten, mitleben, mitarbeiten. Ich freue mich auf die Menschen, denen ich in meiner Gastfamilie, in meiner Stadt und in meiner Arbeitsstelle begegnen werde“.

Die noch zu erwartenden Freiwilligen aus Brasilien, Mexiko, Paraguay, Peru, Argentinien und Indien haben bislang keine Einreisegenehmigung erhalten. Sie werden voraussichtlich im August mit einem Jahr Verspätung in ihren Dienst in der Diözese Rottenburg-Stuttgart starten.

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Wed, 21 Apr 2021 13:30:00 https://www.bdkj.info/21-04-2021-reverse-freiwillige-aus-uganda
Für jeden Coronatoten fällt ein Nagel in eine Schale https://www.bdkj.info/22-03-2021-liturgische-performance-coronatote

 

Auf Worte werden Marios Pergialis und Sebastian Schmid weitgehend verzichten. Sie beginnen Gründonnerstagabend mit dem Kreuzzeichen und enden Karfreitag morgens mit dem Kreuzzeichen. In den zwölf Stunden dazwischen lassen sie einen Nagel nach dem anderen in die Schale fallen. In der leer geräumten Kirche wird sich der Ton der nacheinander aufschlagenden Nägel im Lauf der Nacht verändern. „Wir legen jeden Menschen in Gottes Hände. Jeder Ton, der dabei entsteht, ist aber auch ein Schmerzton, der die Frage aufwirft, wie ein Gott existieren kann, der eine solche Pandemie zulässt“, sagt Sebastian Schmid. Für Marios Pergialis ist jeder Ruf „zugleich Klage an Gott als auch Zuspruch, dass wir als Kirche den Opfern gedenken.“ „Ruf“ ist deshalb auch der Titel der liturgischen Performance.

Pergialis und Schmid werden sich voraussichtlich alle drei Stunden abwechseln, der jeweils andere ist dann für Gespräche, Nachfragen, Reaktionen in der Kirche anzutreffen. „Wir wissen nicht, was das pausenlose Fallenlassen der Nägel, das Wissen um die vielen tausend Verstorbenen und die Symbolik mit uns machen wird“, stellt der Künstler und Pastoralreferent Sebastian Schmid fest. Am Ende der Nacht werden mehr als 200 Kilogramm Nägel in der Schale liegen, die sich dann gar nicht mehr von zwei Menschen anheben und wegtragen lässt. An theologischer Symbolik ist vieles zu finden: Die Nägel erinnern an die Nägel am Kreuz Jesu, die Schale an die Wasserschale, mit der Jesus den Jüngern beim letzten Abendmahl die Füße gewaschen hat, sie erinnert aber auch an die Schale der bevorstehenden Osterfeuer.

Gründonnerstag ist die Nacht vor Jesu Tod, in der er in Einsamkeit und Angst betete und anschließend gefangen genommen wurde. Deshalb wird die Marienkirche während der Nacht für einige Stunden für Besucher geschlossen, um gerade auch an die Menschen zu erinnern, die alleine gestorben sind. Von 20 bis 23 Uhr sowie von 5 bis 8 Uhr besteht die Möglichkeit, an der liturgischen Performance zum Gedenken der Coronatoten in St. Maria in der Tübinger Straße teilzunehmen, in den Stunden dazwischen fallen die Nägel in der leeren Marienkirche. Während der Öffnungszeiten besteht Maskenpflicht und die Besucherinnen und Besucher müssen beim Betreten der Kirche ihre Kontaktdaten hinterlassen.

Für den Kunsttherapeuten und katholischen Dekanatsjugendreferenten Marios Pergialis ist die nächtliche liturgische Performance eine Fortsetzung des Gedenkprojekts „DE_SARS_CoV2“, das bis Dezember im Heilig-Kreuz-Münster in Schwäbisch Gmünd zu sehen war. Am Volkstrauertag 2020 hat Pergialis zusammen mit Anthony Di Paola Nägel in Holzwürfel geschlagen, sie aufgestellt und mit den Holzteilen auch die Worte „Fürchtet euch nicht“ gestaltet. Zu diesem Zeitpunkt waren 12.692 Frauen und Männer an Covid-19 verstorben. Für Marios Pergialis ist die liturgische Performance eine Weiterführung des ursprünglichen Gedankens: Die Menschen aus dem Vergessen zu holen und die schiere Zahl erlebbar und erfahrbar zu machen. Marios Pergialis geht es auch darum, die Einsamkeit sichtbar zu machen, der viele Menschen aufgrund der Pandemie am Lebensende ausgesetzt sind: „In der Nacht wird die Einsamkeit der Menschen zu spüren sein, zugleich wird aber auch deutlich, dass sie ihren Platz finden.“

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Tue, 23 Mar 2021 11:00:00 https://www.bdkj.info/22-03-2021-liturgische-performance-coronatote
100 Prozent für Mut und Leidenschaft https://www.bdkj.info/21-03-2021-wiederwahl-djs-nadine-maier

 

Mit ihrer emotionalen Rede erreichte die 35-jährige Theologin bei den 41 stimmberechtigten Delegierten aus den Dekanats- und Jugendverbänden des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) der Diözese Rottenburg-Stuttgart 100 Prozent Zustimmung. Dies und ihre Motivation, gemeinsam mit jungen Menschen der Sehnsucht nach einer menschenwürdigen Kirche nachzugehen, führten auf der digitalen Frühjahrsversammlung am 20. März zu einem einstimmigen Wahlergebnis.

Während ihrer ersten Amtszeit erlebte sie bei der 72h-Aktion 2019 das große Engagement von Kindern- und Jugendlichen, sich für eine bessere Welt einzusetzen. 2020 mit Beginn der Corona-Pandemie entstand auf ihre Initiative hin die Onlineplattform wir-sind-da.online, die Kontakt zu den jungen Menschen hielt, ihnen seelsorgerliche Gespräche anbot und zahlreiche innovative digitale Angebote ausprobierte. „Das vergangene Jahr hat gezeigt, dass es darum geht, Jugendarbeit bezüglich Formen und Themen radikal neu zu denken.“ Die Bedürfnisse und Anliegen von Kindern und Jugendlichen gelte es stärker in den Mittelpunkt zu stellen und lautstark in Kirche und Gesellschaft zu vertreten. Sie dürften nicht nur als Schüler*innen oder künftige Leistungsträger*innen wahrgenommen werden.

Maier möchte in den kommenden drei Jahren ihrer zweiten Amtszeit mit Leidenschaft und Mut Freiräume und Gestaltungsräume für junge Menschen schaffen, damit diese gestärkt und selbstbestimmt ihre Fähigkeiten in die Gesellschaft einbringen. „Dazu müssen wir, auch mit Blick auf die Zeit nach Corona, unsere Arbeitsstrukturen und -prozesse überprüfen. Als BDKJ wollen wir verlässlich, vernetzt und strategisch gut handeln können.“

Ein erster Schritt hin zu einer breiteren und diverseren Beteiligung junger Menschen, soll ein Modellprojekt der offenen Arbeitsgruppen sein, über das die Versammlung ebenfalls abgestimmt hatte. Es ermöglicht interessierten Jugendlichen die projektbezogene Mitarbeit an jugendrelevanten Themen. Dieses Engagement der ehrenamtlichen Jugendlichen im BDKJ und in seinen Mitgliedsverbänden, das sich auch im gemeinsamen Protest während der vergangenen Tage gezeigt hat, stimmt Nadine Maier hoffnungsvoll. Und es zeigt, dass sie die katholische Jugend auch bei ihren Zielen zu 100 Prozent hinter sich hat.

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Mon, 22 Mar 2021 11:00:00 https://www.bdkj.info/21-03-2021-wiederwahl-djs-nadine-maier
#LoveIsNoSin https://www.bdkj.info/15-03-2021-love-is-no-sin

 

Die Glaubenskongregation hat den Bestrebungen, Segnungen für homosexuelle Partnerschaften einzuführen, am 15. März eine deutliche Absage erteilt. Mit ihrer Aussage und ihrer "Argumentation" bestätigt sie die kirchliche Lehre. Die Glaubenskongregation sagt, dass gleichgeschlechtliche Paare nicht dem Schöpfungswillen Gottes entsprächen und die katholische Kirche keine Vollmacht habe, gleichgeschlechtliche Paare zu segnen. "Mit dem Wesen der von der Kirche erteilten Segnung" sei nur vereinbar, was "an sich darauf hingeordnet" sei, den Plänen Gottes für seine Schöpfung zu dienen. Daher sei es nicht möglich, "Beziehungen oder selbst stabilen Partnerschaften einen Segen zu erteilen, die eine sexuelle Praxis außerhalb der Ehe (das heißt außerhalb einer unauflöslichen Verbindung eines Mannes und einer Frau, die an sich für die Lebensweitergabe offen ist) einschließen, wie dies bei Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts der Fall ist", so die Note weiter.

Wir sehen das anders!

In unserem Positionspapier "Liebt einander" fordern wir, die gesellschaftliche Realität bezüglich geschlechtlicher Vielfalt endlich anzuerkennen, und gleichgeschlechtliche Paare nicht weiter zu diskriminieren, indem ihnen ein geeigneter Segensritus verwehrt wird. Das Vatikan-Dekret verletzt Menschen jenseits der Heteronormativität, weil es sie herabwürdigt und als nicht gleichwertig ansieht. Solche Aussagen werden dazu führen, dass immer weniger bereit sind, der kirchlichen Lehre zu folgen. Viele Katholik*innen werden sich in einem weiteren Schritt von der Kirche als Mutter und Lehrmeisterin der Moral emanzipieren.

Zahlreiche gleichlautende Positionen sind seitdem in den sozialen Netzwerken zu lesen, die sich deutlich für eine offene, liebende und bunte Kirche einsetzen. Jetzt gilt es, diese Zeichen für Vielfalt auch in die reale Welt vor Ort zu tragen und für alle außerhalb der digitalen Plattformen sichtbar zu machen. Daher ruft der BDKJ dazu auf, vom 19. bis 22. März an Kirchen oder kirchlichen Gebäuden Regenbogenflaggen aufzuhängen, sie mit Strahlern oder Beamern bunt zu beleuchten, oder mit Straßenkreide Statements oder Regenbögen auf Kirchenvorplätze zu malen. Die katholische Jugend steht bundesweit an der Seite aller Menschen, die sich lieben und damit von Gott gesegnet sind.

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Mon, 15 Mar 2021 12:30:00 https://www.bdkj.info/15-03-2021-love-is-no-sin
Zukunftszeit beginnt jetzt! https://www.bdkj.info/15-03-2021-zukunftszeit-beginnt-jetzt-1

 

„Wir freuen uns riesig gemeinsam mit vielen Aktiven aus den Verbänden wieder Zukunftszeit zu gestalten! Auch eine Pandemie kann uns nicht stoppen, für unsere Überzeugungen einzutreten und sie durch Aktionen sichtbar zu machen.“, sagt BDKJ-Bundesvorstandsvorsitzende Lisi Maier. Im Zeitraum von März bis September 2021 sollen politische Aktionen, Bildungsveranstaltungen und Demonstrationen für ein buntes Land in ganz Deutschland stattfinden. „Wir stehen ein für ein Land ohne Hass und Hetze! Und wir haben konkrete Forderungen am die Politik!“, so Maier weiter.

Der BDKJ fordert in seiner Aktion konkret eine Neuausrichtung der EU Flüchtlingspolitik, die Absenkung des Wahlalters, das klare Eintreten gegen die Zunahme frauenfeindlicher Gewalt, die Einführung eines Kinder- und Jugendgrundeinkommens sowie den konsequenten Einsatz gegen den Klimawandel.
In der Aktion „Zukunftszeit“ sollen bis zur Bundestagswahl im September 35.000 Zeitstunden (entspricht der Länge einer Legislaturperiode) für ein buntes, solidarisches und vielfältiges Land gesammelt werden.
Der BDKJ möchte damit proaktiv gegen Menschenfeindlichkeit vorgehen und ein christliches Zeichen für eine plurale und demokratische Gesellschaft setzen.

>>> Zukunftszeit

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Mon, 15 Mar 2021 12:00:00 https://www.bdkj.info/15-03-2021-zukunftszeit-beginnt-jetzt-1
Gemeinsam durch die Kar- und Ostertage https://www.bdkj.info/15-03-2021-zukunftszeit-beginnt-jetzt

 

„Wie kann es ohne Palmprozession oder Kinderkreuzweg dennoch gelingen, Kinder mit auf den Weg hin zu Ostern mitzunehmen?“, fragte sich das neunköpfige Vorbereitungsteam der Aktion. „Wir wollen Familien Ideen liefern, wie sie diese besonderen Tage zu Hause gestalten können“, so Julia Hanus, Jugendreferentin in der katholischen Seelsorgeeinheit Freiberg a. N. - Pleidelsheim/Ingersheim. „Für jeden der kommenden Festtage haben wir Geschichten, Aktionen, den biblischen Hintergrund und manches mehr zusammengestellt. Außerdem kann über die ganze Woche zuhause ein Kar- und Osterweg wachsen“, meint Julia Hanus. Auch für die Osterferien gibt es Ideen für die Familien. Gedacht ist die Aktion vor allem für Familien mit Kindergarten- und Grundschulkindern.

>>> www.wir-sind-da.online/osterabenteuer

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Mon, 15 Mar 2021 11:30:00 https://www.bdkj.info/15-03-2021-zukunftszeit-beginnt-jetzt
Junge Themen in den Koalitionsvertrag https://www.bdkj.info/15-03-2021-ltw-junge-themen

 

„Die drängenden Fragen von Kindern und Jugendlichen zielen auf die entscheidenden Zukunftsthemen für unser Land. Die künftige Landesregierung muss Antworten liefern, die nicht nur für die kommende Legislaturperiode taugen, sondern wirkliche Weichen stellen“, erklärt Raphael Würth, BDKJ-Diözesanleiter in der Erzdiözese Freiburg. Konkret benennt der Dachverband, der über 50.000 Kinder und Jugendliche repräsentiert, Digitalisierung, Mobilität, Bildung und Klimaschutz als wichtige Themenfelder. „Kinder und Jugendliche sind in ihrer Entwicklung noch stärker als andere Bevölkerungsgruppen darauf angewiesen, dass sie unabhängig von Herkunft, Wohnort und finanziellen Verhältnissen, gute Rahmenbedingungen vorfinden“, führt Würth aus. Dazu gehöre neben einer gut ausgebauten digitalen Infrastruktur auch ein vielfältiges schulisches und außerschulisches Bildungs- und Entwicklungsangebot. Deshalb müsse die neue Landesregierung ein besonderes Augenmerk darauf legen, wie die wichtigen Angebote von Jugendverbänden und anderen freien Trägern der Jugendarbeit erhalten und gefördert werden können. Gerade in der aktuellen Situation braucht es trotz der Corona-Einschränkung Freiräume und Planungssicherheit für außerschulische Jugendarbeit.

Beim Klimaschutz braucht es aus Sicht des BDKJ in den kommenden fünf Jahren eine entschiedene Trendwende. „Wenn wir abwarten, bis die Folgen der Klimakatastrophe hier in Deutschland an konkreten Sterbezahlen, Ernteausfällen oder Naturkatastrophen ablesbar sind, dann ist es zu spät. Deshalb braucht es jetzt einen konsequenten Einsatz für einen echten Kurswechsel“, fordert Michael Medla, BDKJ-Diözesanleiter in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Nicht zuletzt die Großdemos von Fridays for Future hätten gezeigt, wie wichtig dieses Thema der jungen Generation ist. „Diese Anliegen ernst zu nehmen und in konkrete Politik umzusetzen, bekämpft nicht nur die Klimakatastrophe, sondern stärkt auch die politischen Beteiligungsprozesse im Lande – und vielleicht haben die Parteien dann auch endlich den Mut, mit einer Wahlaltersenkung auf 16 Jahre einen Schritt weiter zu gehen“, führt Medla aus.

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Mon, 15 Mar 2021 11:00:00 https://www.bdkj.info/15-03-2021-ltw-junge-themen
Kinder und Jugendliche brauchen Freiräume – gerade jetzt https://www.bdkj.info/04-03-2021-freiraeume

 

„Kinder und Jugendliche – das belegen inzwischen auch wissenschaftliche Studien - sind in der aktuellen Situation noch stärker belastet, als andere Teile der Bevölkerung. Schul- und Kitaöffnungen, wie sie bisher erfolgt sind, lösen primär Betreuungsprobleme in den Familien, bieten den Heranwachsenden aber kaum wirkliche Freiräume, die gerade in diesem Lebensabschnitt essentiell für die Entwicklung sind.“, formuliert Raphael Würth, Diözesanleiter des BDKJ in der Erzdiözese Freiburg. Die Vertreter*innen der konfessionellen Jugendverbände in Baden-Württemberg mahnen deshalb eine rasche Öffnungsstrategie an, die Kindern und Jugendlichen echte Freiräume ermöglicht. „Gerade mit Blick auf die Wohnsituation von vielen Familien braucht es noch im Lockdown – also unverzüglich - corona-konform Ausweichräume, in denen Kinder und Jugendliche lernen, spielen oder sich auch einfach nur eine Auszeit vom Stress in Schule und Familie nehmen können. Hier müssen die Städte, Gemeinden und Kirchen tätig werden“, ergänzt Jens Adam, Landesjugendpfarrer der evangelischen Jugend Baden.

Mit Blick auf anstehende Öffnungsmöglichkeiten brauche es zeitnah Perspektiven für echte Bildungs- und Gestaltungsräume für Kinder- und Jugendliche. „Außer-schulische Bildungs- und Freizeitangebote können Heranwachsenden dabei helfen, die belastenden Erfahrungen der vergangenen Monate zu verarbeiten. Wir haben in Baden-Württemberg eine große Anzahl von Vereinen, Verbänden und anderen Träger*innen, die dazu in der Lage sind, schon jetzt verantwortbare, corona-konforme und pädagogisch sinnvoll Angebote auf die Beine zu stellen.“, ermutig Michael Medla, Diözesanleiter des BDKJ im Bistum Rottenburg-Stuttgart, die Landespolitik zu zeitnahen Öffnungsschritten. Besonders mit Blick auf die Pfingst- und Sommerferien brauche es einen verbindlichen Planungsrahmen, der die En-gagierten handlungsfähig macht. Eine Verkürzung der Ferien schränke die Freiräume noch weiter ein und wäre genau die falsche Antwort auf die Situation von Kindern und Jugendlichen.

In einem Schreiben an Ministerpräsident Kretschmann weisen die Evangelische Jugend in Baden und Württemberg darauf hin, dass sie dringend eine tragfähige Perspektive im Blick auf mögliche Stornokosten und Testangebote benötigen. „Verantwortliche vor Ort haben uns signalisiert, dass sie ohne eine entsprechende Unterstützung durch die Politik in diesem Sommer keine Angebote für Kinder und Jugendliche durchführen können. Wir wollen aber Kinder und Jugendliche nicht allein lassen und sie gerade in diesen herausfordernden Zeiten begleiten. Darum will die Evangelische Jugend auch in diesem Sommer Kindern und Jugendlichen sinnvolle Freizeitangebote bieten,“ so Cornelius Kuttler, der Leiter des EJW. Die Verbände fordern auch, dass künftige Corona-Erlasse frühzeitig vorliegen, verschiedene Gefahrenstufen berücksichtigt werden und ein „Flickenteppich“ vermieden werden muss. Darüberhinaus fordern sie, dass für Freizeiten kostenlose Corona-Schnelltests zur Verfügung gestellt werden.

>> Zu den Positionspapieren an Politik und Kirche geht es hier

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Thu, 04 Mar 2021 10:00:00 https://www.bdkj.info/04-03-2021-freiraeume