BDKJ https://www.bdkj.info/ de-de Fri, 04 Dec 2020 06:41:24 +0100 Fri, 04 Dec 2020 06:41:24 +0100 http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Sudhaus7 Newspage Frieden überwindet Grenzen https://www.bdkj.info/18-06-2018-beauftragung-geistliche-leitungen

 

Geschlossene Grenzen gab es dieses Jahr nicht nur zwischen einzelnen Ländern. Auch die Menschen kamen und kommen pandemiebedingt an ihre Grenzen: Die einen befürchten den Verlust des Arbeitsplatzes, andere sorgen sich um die Gesundheit ihrer Angehörigen wieder andere leiden unter den physischen Kontaktbeschränkungen. Eine Gesellschaft, die sich in dieser Situation solidarisch zeigt und als Gemeinschaft zusammenhält, ermöglicht Frieden. Wenn Menschen füreinander da sind, dann lassen sich Grenzen überwinden – ob innere oder äußere. Das Friedenslicht ist ein sichtbares Zeichen für diese Solidarität und damit für den Frieden in der Welt.

Die Aktion Friedenslicht wurde vom ORF im Jahr 1986 gegründet. Seither wird das Licht jedes Jahr in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem von einem Kind entzündet. In Deutschland ist die Aussendung nun seit 25 Jahren eine Gemeinschaftsaktion der Ringverbände der Pfadfinderinnen und Pfadfinder Deutschlands (Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP), Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG), Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) und Bund moslemischer Pfadfinder und Pfadfinderinnen Deutschlands (BMPPD)) sowie des Verbandes Deutscher Altpfadfindergilden.

Voraussichtlich wird das Licht von Vertretern der vier Pfadfinderverbände am 15.12.2020 auch ins Staatsministerium und in den Landtag gebracht.  
Weitere Informationen gibt es unter www.friedenslicht-stuttgart.de

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Mon, 30 Nov 2020 11:00:00 https://www.bdkj.info/18-06-2018-beauftragung-geistliche-leitungen
Winterabenteuer mit Roxy und Gani https://www.bdkj.info/26-10-2020-winterabenteuer-roxy-gani

 

Wie schon im Sommer mit dem "Ferienabenteuer mit Roxy und Gani" begleiten Roxy Ross und Gani Gans Familien jetzt durch ein "Winterabenteuer." Mit dem Fest Sankt Martin, Nikolaus über Advent und Weihnachten bis Dreikönig liegen in diesem Zeitraum besonders viele Festtage. Um zu verstehen, was und wie wir feiern, werden Familien mit Impulsen und Ritualen unterstützt. Die Abenteuerpakete eignen sich besonders für Familien mit Kindern im Grundschulalter. Getragen wird das Projekt von verschiedenen katholischen Einrichtungen und Trägern der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Die Ideenpakete für Kinder und Familien für zu Hause sind kostenfrei und stehen für Interessierte bereit. Freigeschaltet werden die Ideen ab dem 7. November 2020 auf wir-sind-da.online/winterabenteuer.
Multiplikato*innen haben bereits ab den Herbstferien Zugriff auf die Unterlagen.

Die Aktion wurde vorbereitet von

  •     Seesorgeeinheit Riß-Federnbachtal
  •     Seelsorgeeinheit Freiberg/Pleidelsheim/Ingersheim
  •     Seelsorgeeinheit Oberes Nagoldtal
  •     Seelsorge bei Menschen mit Behinderung Dekanat Allgäu-Oberschwaben
  •     Stadtdekanat Stuttgart
  •     Bischöfliches Jugendamt
  •     Hauptabteilung XI - Kirche und Gesellschaft, Fachbereich Ehe und Familie

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Mon, 26 Oct 2020 10:00:00 https://www.bdkj.info/26-10-2020-winterabenteuer-roxy-gani
"Liebt einander" https://www.bdkj.info/18-10-2020-positionspapier-liebt-einander

 

„Anerkennung gesellschaftlicher Realität bezüglich der geschlechtlichen Vielfalt“, das „Eintreten gegen Diskriminierung aufgrund von Geschlecht und sexueller Orientierung“ und das „Fördern von Sprachfähigkeit kirchlicher Mitarbeiter*innen in Sexualitätsfragen“ sind die drei großen Themenblöcke des Papiers. Darunter befinden sich konkret der Zugang zu Weihe- und Leitungsämtern unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung und Lebensform ebenso wie der Wunsch nach einem geeigneten Segensritus - und langfristig nach einem Ehesakrament - für gleichgeschlechtliche Paare.

„Niemand soll sich in unseren Jugendverbänden und in der Kirche, aber auch in der Gesellschaft, aufgrund seines Geschlechts oder seiner*ihrer sexuellen Orientierung benachteiligt oder diskriminiert fühlen“, erklärt Nadine Maier, Diözesanjugendseelsorgerin BDKJ/BJA das Anliegen des Positionspapiers. Und ergänzt: „Wir haben die Liebe zum entscheidenden Maßstab für die verschiedenen Lebensformen gemacht. Denn wir glauben, dass Gott ein Gott der Beziehung ist und dass junge Menschen in der Suche nach ihrer Sexualität die unverbrüchliche Zusage brauchen: >>Gott liebt Dich, so wie du bist. Und deine Liebe ist gut, wie sie ist<<.“

Die rund 65 Delegierten aus den Dekanats- und Mitgliedsverbänden des BDKJ waren sich darin einig, dass es dringend einer aktualisierten kirchlichen Sexualmoral braucht, um als Ansprechpartner*innen für junge Menschen wahrgenommen zu werden. Gerade in einer Zeit, in der sich ihre Lebenswelt immer mehr von der institutionell-kirchlichen Lehrmeinung entfernt. Sie verabschiedeten das Positionspapier „Liebt einander“ auch mit Blick auf die kommende Diözesanversammlung im Frühjahr 2021, auf der ein Modell zur paritätischen Besetzung von Arbeitskreisen abgestimmt werden soll. Denn Kirche hat sich durch die Zeiten immer gewandelt und muss es auch weiterhin tun, um mit den Menschen gemeinsam unterwegs zu sein. „In diesem Sinne fordern wir die kirchlichen Amts- und Entscheidungsträger*innen auf, sich für eine Weiterentwicklung der kirchlichen Sexuallehre einzusetzen und konkrete Schritte dafür zu unternehmen, so wie wir das nun für unsere eigene Jugendarbeit umsetzen", meint Nadine Maier zukunftsorientiert.

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Sun, 18 Oct 2020 15:19:00 https://www.bdkj.info/18-10-2020-positionspapier-liebt-einander
Lobbyarbeit für Jugend verstärken https://www.bdkj.info/17-10-2020-wahl-neuer-dioezesanleiter

 

Das virtuelle Setting der Konferenz vom 17./18. Oktober 2020, das coronabedingt erstmals in dieser Form stattfand, stellte zwar eine kleine technische Herausforderung dar, beeinträchtigte den regel- und satzungskonformen Online-Wahlvorgang jedoch nicht. Mit 37 von 38 möglichen Stimmen wählten die Delegierten aus den Dekanaten und BDKJ-Mitgliedsverbänden Michael Medla zum neuen Diözesanleiter BDKJ/BJA.

„Partizipation von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist mir besonders wichtig. Der BDKJ sollte ihnen in Politik, Kirche und Gesellschaft viel deutlicher und öfter eine Stimme geben“, meint Medla zu seiner künftigen Themenagenda. Eine größere demokratische und politische Teilhabe junger Menschen wünscht er sich dabei auf allen Handlungsebenen – in der Landes- und Kommunalpolitik ebenso wie in den innerkirchlichen Strukturen des BDKJ und der Diözese. „Gerade bezüglich der Gleichberechtigung aller jungen Menschen unabhängig von ihrem Bildungsgrad, ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Identität muss mehr getan werden“, unterstreicht Medla sein Anliegen. Dass Kinder- und Jugendpolitik zu seiner „Herzenssache“ – wie er selbst sagt – gehört, zeigt sich nicht zuletzt an seinem ehrenamtlichen Engagement: Seit 2014 ist er in Nürtingen als Stadt- und Kreisrat sowie seit 2019 als Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion im Kreistag tätig.

Lobbyarbeit für Kinder und Jugendliche heißt für ihn dabei auch ihre Anliegen bezüglich Schule, Digitalisierung und Klimaschutz zu vertreten. Diesen konsequenten Blick auf die Belange der jungen Generation wird Medla ab Januar 2021 in das aus vier Personen bestehende Leitungsteam des BDKJ-Diözesanverbandes einbringen.

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Sat, 17 Oct 2020 14:35:00 https://www.bdkj.info/17-10-2020-wahl-neuer-dioezesanleiter
#andersalsgeplant https://www.bdkj.info/07-11-2019-wernauer-adventskalender-2019

 

Dass an Weihnachten vieles anders läuft als geplant, war schon vor 2000 Jahren so. Maria und Josef hatten sich die Geburt Jesu sicher anders vorgestellt - ohne Krippe und Stall, ohne Hirten und vor allem: In Nazareth und nicht in unterwegs in Bethlehem. Dieser Blick auf die Ursprünge kann in gewisser Hinsicht beruhigen, wenn überall die Frage im Raum steht, wie unter Corona-Hygienebedingungen Krippenspiele, Weihnachtsfeiern und Adventskonzerte stattfinden können. Aus diesem Grund stellt das Bischöfliche Jugendamt (BJA) der Diözese Rottenburg-Stuttgart Weihnachten und Advent unter die Überschrift „Anders als geplant“.

 

So haben beim Online-Netzwerktreffen des BJA am 8. Oktober 2020 Jugendseelsorger*innen aus der ganzen Diözese gemeinsam nach Lösungen gesucht, wie die Advents- und Weihnachtszeit vor allem für Jugendliche und Familien originell anders gestaltet werden kann. Die Ideen, die dabei entstanden, sind vielfältig: Vom Überraschungs-Bibellesen, bis zum spontanen Drauf-Los-Kochen, von einem not-planed-journaling, also einem „Nicht-geplant-Tagebuch“ bis zur Überrasche-dich-selbst-Aktion, bei der überall im eigenen Zimmer Süßigkeiten oder nette Worte versteckt werden, um sie irgendwann wieder zu finden.

Neu aufgesetzt wird die Aktionsreihe mit den Maskottchen Roxy und Gani, die Familien mit Kindern im Vor- und Grundschulalter mit ihren Ferienabenteuern bereits durch die Sommerferien begleitet haben. Im „Winterabenteuer mit Roxy und Gani“ werden von Sankt Martin bis Dreikönig wöchentliche Impulse bereitgestellt, um im Kreis der Familie diese besondere Zeit zu zelebrieren. Das Motto „anders als geplant“ findet sich auch im diesjährigen Wernauer Adventskalender, der mit seinen 32 Postkarten zum Nachdenken über schöne und böse Überraschungen anregt und darüber, wie langweilig das Leben wäre, wenn alles so käme, wie geplant und wie anstrengend es sein kann, wenn die Tage unplanbar werden.

Alle Vorschläge, Ideen und Aktionsimpulse werden nach und nach auf der Online-Plattform www.wir-sind-da.online veröffentlicht.
Diese seit des Lockdowns erstellte Webseite wird nach wie vor von Jugendlichen und Familien genutzt, um Langeweile, Einsamkeit oder ein Motivationstief  - ob nun in Quarantäne oder nicht - zu verringern.

Der Wernauer Adventskalender ist beim Buchdienst Wernau erhältlich: www.buchdienst-wernau.de
Ein Einzelexemplar kostet 10 Euro. Es gibt jeweils Staffelpreise ab 11, 31, und 51 Stück. Alle Preise zuzüglich Porto und Verpackung.

 

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Mon, 12 Oct 2020 11:15:00 https://www.bdkj.info/07-11-2019-wernauer-adventskalender-2019
Solidarität zeigen – gerade in der Krise https://www.bdkj.info/05-10-2020-wfd-rueckkehrerinnenforum

 

Die Weltkirchlichen Friedensdienste werden durch die Covid19-Pandemie vor große Herausforderungen gestellt. Zum einen wurden im März und April dieses Jahres alle 34 aktiven Nord-Süd Freiwilligen innerhalb kurzer Zeit aus ihrem Dienst nach Deutschland geholt; zum anderen kam es in diesem Sommer zum ersten Mal seit über 40 Jahren aufgrund der unsicheren Lage in den Einsatzländern zu keiner Ausreise. „Angesichts dieser Lage haben wir uns gefragt, wie wir die Beziehungen und den Austausch mit den Menschen in den Partnerprojekten aufrecht erhalten können“, erklärt Katharina Reidick, Referentin für Weltkirchliche Friedensdienste im BDKJ. Bei den WDFs gehe es grundsätzlich darum, über Grenzen hinweg Solidarität zu leben und sich für eine globale Perspektive stark zu machen.

Einen Beitrag dazu leistete das diesjährige Rückkehrer*innenforum mit einer zweistündigen Online-Konferenz, an der Projektpartner*innen aus Peru, Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uganda teilnahmen sowie einer Online-Andacht, zu der Teilnehmer*innen aus Thailand, Argentinien und Brasilien zugeschaltet waren. Im Austausch zeigte sich, dass die Menschen der unterschiedlichen Länder ähnliche Fragen beschäftigen: Es gibt Debatten über die Angemessenheit von Maßnahmen, über den Umgang mit Corona-Leugner*innen und darüber, wie die Arbeit in Schulen wieder aufgenommen werden kann. Darüber hinaus wurde deutlich, dass in vielen Einsatzländern momentan eine bedrückende Situation herrscht: Trotz strenger Vorkehrungen lassen sich vielerorts die Infektionszahlen nicht eindämmen, Menschen stehen aufgrund von lang anhaltenden Lockdowns vor dem wirtschaftlichen Ruin. In einigen Ländern drohen Lebensmittelengpässe und Hunger.

Hanna Bauer, eine der Organisator*innen, war vom solidarischen Zusammenhalt, der sich in dem hohen Interesse aller Teilnehmenden äußerte, beeindruckt und wünscht sich, dass der Austausch weitergeführt wird. Eine weitere Austauschrunde ist für den 7. November 2020 geplant.

Das Team der Weltkirchlichen Friedensdienste arbeitet intensiv daran, die Partnerschaft mit den beteiligten Personen im Globalen Süden weiterzuführen. Für mögliche Ausreisen im Jahr 2021 werden ab Oktober wieder Bewerbungen angenommen.

www.wfd.bdkkj.info

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Mon, 05 Oct 2020 09:50:00 https://www.bdkj.info/05-10-2020-wfd-rueckkehrerinnenforum
Kein Weihnachten in Moria https://www.bdkj.info/23-09-2020-mittraeger-bei-paxchristi-aktion

 

„Nach der Zerstörung des Lagers Moria ist es notwendig, dass die Geflüchteten umgehend evakuiert und an einen sicheren Ort gebracht werden. In Deutschland haben sich über 170 Kommunen zur Aufnahme bereit erklärt. Jetzt ist die Zeit zum Handeln! Menschenrechte und Menschenwürde gelten für alle!", meint BDKJ-Diözesanleiterin Alexandra Guserle.
 
>>> Alle Infos und Materialien gibt es hier

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Wed, 23 Sep 2020 15:00:00 https://www.bdkj.info/23-09-2020-mittraeger-bei-paxchristi-aktion
Jetzt Menschen aufnehmen! https://www.bdkj.info/21-09-2020-moria-paxchristi-mittraeger

 

Der Dachverband der katholischen Jugendverbände startet diese Woche mit einer Aktionskampagne für die Geflüchteten auf Lesbos und den anderen griechischen Inseln. Unter dem Motto "Jetzt Menschen aufnehmen!" soll insbesondere der Samstag zum Aktionstag werden, an dem möglichst viele junge Menschen mobilisiert werden sollen, aktiv zu werden und sich solidarisch zu zeigen. Auf seinen Social-Media-Kanälen ruft er dazu auf, sich an Demonstration zu beteiligen, Politiker*innen des eigenen Wahlkreises anzuschreiben oder andere zu Spenden für Caritas International zu bewegen.

Darüber hinaus ermuntert der BDKJ Rottenburg-Stuttgart dazu, Fotos von Bannern und kreativen Straßenaktionen in den Social-Media-Kanälen zu teilen und so auf ein schnelles Handeln der Poltitiker*innen zu drängen. Die katholische Jugend stellt sich damit hinter die Forderungen von zahlreichen anderen Organisationen, wie United4rescue, PaxChristi, Seawatch oder Seebrücke. Letztere stellt auf ihrer Website umfangreiches Material für Musterbriefe und Aktionsideen bereit: https://seebruecke.org/kampagnen/leavenoonebehind/aktionsideen/

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Tue, 22 Sep 2020 18:00:00 https://www.bdkj.info/21-09-2020-moria-paxchristi-mittraeger
Positive Corona-Tests bei zwei Kindern nach Zeltlager https://www.bdkj.info/17-09-2020-coronainfektionen-tageszeltlager-oberginsbach

 

Das als Tagesfreizeit organisierte Zeltlager fand vom 28. August bis 4. September statt. Die 6- bis 11-jährigen Kinder wurden morgens um 8:00 Uhr von ihren Eltern gebracht und abends um 18:30 Uhr wieder abgeholt. „Diese Form des Zeltlagers haben wir extra für die Kleinen geschaffen, um ihnen den Einstieg in das Zeltlagerleben ohne abendliches Heimweh zu erleichtern“, erklärt Jenny Dörner, verantwortliche Bildungsreferentin der Ferienwelt für die Zeltlager in Oberginsbach. Abgesehen von zwei freiwilligen Übernachtungen haben ausschließlich die zehn Freizeitleitungen auf dem Zeltplatz übernachtet. Der Pandemieplan sah zudem vor, dass keine Besucher*innen – weder Familienangehörige noch Externe – auf den Platz dürfen. Alle Eltern wurden im Vorfeld auf die Umsetzung der Corona-Verordnungen auf dem Zeltplatz informiert und die Freizeitleitungen umfassend geschult.

„Wir können nicht ausschließen, dass sich die Kinder im privaten Umfeld infiziert haben – genauso wenig, wie während der Freizeit“, greift Dörner möglichen Spekulationen zum Infektionshergang vor. Fakt ist, dass bei allen weiteren Sommerfreizeiten der BDKJ-Ferienwelt, die als in sich geschlossene Gruppen organisiert waren, bislang keine Infektionsfälle aufgetreten sind. Das betrifft insgesamt 771 Teilnehmende und 319 Freizeitleiter*innen.
Somit kann die BDKJ Ferienwelt davon ausgehen, dass ihre Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit Covid-19 den für Freizeiten notwendigen Schutz bieten, was ihr von allen beteiligten Gesundheitsämtern bestätigt wurde.

>>>zum Gesundheitsamt Hohenlohe

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Thu, 17 Sep 2020 12:50:00 https://www.bdkj.info/17-09-2020-coronainfektionen-tageszeltlager-oberginsbach
Mutig vorausgegangen https://www.bdkj.info/14-09-2020-nachtwallfahrt-2020

 

Während der Landwirt das frisch gemähte Gras abtransportiert, spannen junge Menschen rotweiße Flatterbänder über den Platz. Die ehrenamtlichen Helfer*innen des BDKJ markieren die coronabedingt getrennten Aufenthaltszonen der einzelnen Wallfahrtsgruppen. Auf der Wiese neben der Schweinhausener Kirche stand bis in die 1980-er Jahre das Haus von Bischof Joannes Baptista Sproll und zwei seiner Schwestern. Hier wohnte er während seiner Heimatbesuche.

 

Die Glocke vom Turm der Kirche Mariä Himmelfahrt schlägt 11 Uhr. Die ersten Kleingruppen treffen mit dem Shuttle-Bus von Biberach ein und setzen sich auf die ihnen zugewiesene Rasenfläche. Manche Jugendliche ruhen sich noch etwas aus, andere tauschen ihre Schuhbändel gegen die schmalen grünen Wallfahrtsbänder. Als Julia Langendorf vom Ulmer Jugendreferat eine halbe Stunde später die Wallfahrt eröffnet, klatschen die etwa 50 Teilnehmenden der ersten beiden Gruppen begeistert und machen sich bald im 5-Minuten-Abstand auf den Weg.
Ganz still wird es, als der ausgeschilderte Weg die erste Gruppe in die Kirche leitet. Noch ganz beeindruckt von der Totenmaske Sprolls, die mit seinem Kelch und seiner Mitra in einem kleinen Gedenkort ausgestellt ist, staunen die Jugendlichen nicht schlecht, als der Bischof am Ausgang leibhaftig auf sie wartet. Dominik Kern, Jugendseelsorger in den Dekanaten Biberach und Saulgau, schlüpft in seine Rolle und erzählt vom beschwerlichen Schulweg zu Fuß nach Biberach. Das waren vier Jahre lang täglich 14 Kilometer. Für ihren Weg erhalten die jungen Wallfahrer Gottes Segen.

 

Die Sonne brennt vom spätsommerlich blauen Himmel und die ersten Blasen machen sich an den Füßen bemerkbar. Die Johannes-Kirche in Ummendorf bietet willkommene Abkühlung. Ein weiterer Sproll-Darsteller schmettert einen großen Stein aus Pappmaschee gegen eine angedeutete Mauer, die einstürzt. Die jugendlichen Teilnehmer halten echte Steine in den Händen und erfahren, wie Sproll sich von Anfang an gegen die Nationalsozialisten stellte und deswegen 1938 aus seiner Diözese vertrieben wurde. Der Stein, ein Symbol für Standhaftigkeit und festen Glauben.
Amelie aus dem Dekanat Freudenstadt geht in Rottenburg zur Schule und kannte Sproll bisher von der nach ihm benannten Straße. "Es lohnt sich, sich mit der Geschichte von Bischof Sproll auseinanderzusetzen", ist Diözesanjugendseelsorger Markus Scheifele überzeugt. Daher unterstützte er das Vorbereitungsteam, das die vor Corona als Nachtwallfahrt geplante Jugendveranstaltung zu diesem Thema nach Biberach holte. Er wünscht sich, dass auch die jungen Menschen heute Bekenner*innen für das Evangelium sind.

 

Unterwegs entlang der Bahnschienen erzählt Scheifele vom politischen Engagement des BDKJ, in dem auch die Jugendlichen ihre Themen zur Sprache bringen. Diese reichen vom Bekenntnis zu Vielfalt und Diversität bis zu Umweltthemen wie der Ausstieg aus Braunkohleenergie. Im Blick auf Populismus sieht Scheifele das Problem, dass eine Minderheit laut erscheint, weil die anderen schweigen. "Da kann man von Bischof Sproll lernen, nicht leise zu sein, sondern auch mal den Mund aufzumachen", folgert der Priester. Maßstab sei dabei jedoch immer das Evangelium.
Ein großer Baum spendet Schatten, als sich die Gruppe im evangelischen Friedhof in Biberach auf den Boden setzt. Der Blick fällt hinüber auf mehrere Reihen von Grabmalen die an im Ersten Weltkrieg zu Tode Gekommene erinnern. Bischof Sproll konnte die Grausamkeit dieses Krieges bei einem Besuch an der Front erfahren. Daraufhin unterstützte er den "Friedensbund deutscher Katholiken", wie im Impuls zu erfahren war. Damals rückte man eine solche Einstellung in die Nähe von Vaterlandsverrat. Als Zeichen der Bereitschaft zum Frieden machen sich die Jugendlichen gegenseitig mit Farbe einen Fingerabdruck in ihr Wallfahrtsheft.

 

Als schließlich Bläser und Orgel in der Biberacher Martinskirche die Wallfahrt festlich beschließen, haben sich die Teilnehmer*innen zuvor auch mit ihren Talenten und ihrer Taufe beschäftigt und wurden im Gottesdienst von Jugendseelsorger Scheifele einzeln gesegnet. "Ich bin froh, dass wir mutig waren und gesagt haben wir lassen es nicht ausfallen", freut sich Julia Hämmerle, bei der die Fäden der Wallfahrt zusammenliefen. Vielleicht kommt auch bei denen ein Stein ins Rollen, die sich wegen Corona noch an keine Veranstaltungen trauen. Und Birgit Brunnquell vom Vorbereitungsteam ergänzt im Blick auf Bischof Sproll: "Er ist schon ein wirkliches Vorbild im Glauben."

Quelle: drs.de

Fotos: Luis Schönecker

>>> Videodokumentation der BDKJ-Wallfahrt

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Mon, 14 Sep 2020 11:02:00 https://www.bdkj.info/14-09-2020-nachtwallfahrt-2020