BDKJ https://www.bdkj.info/ de-de Sun, 07 Mar 2021 07:35:02 +0100 Sun, 07 Mar 2021 07:35:02 +0100 http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Sudhaus7 Newspage Kinder und Jugendliche brauchen Freiräume – gerade jetzt https://www.bdkj.info/04-03-2021-freiraeume

 

„Kinder und Jugendliche – das belegen inzwischen auch wissenschaftliche Studien - sind in der aktuellen Situation noch stärker belastet, als andere Teile der Bevölkerung. Schul- und Kitaöffnungen, wie sie bisher erfolgt sind, lösen primär Betreuungsprobleme in den Familien, bieten den Heranwachsenden aber kaum wirkliche Freiräume, die gerade in diesem Lebensabschnitt essentiell für die Entwicklung sind.“, formuliert Raphael Würth, Diözesanleiter des BDKJ in der Erzdiözese Freiburg. Die Vertreter*innen der konfessionellen Jugendverbände in Baden-Württemberg mahnen deshalb eine rasche Öffnungsstrategie an, die Kindern und Jugendlichen echte Freiräume ermöglicht. „Gerade mit Blick auf die Wohnsituation von vielen Familien braucht es noch im Lockdown – also unverzüglich - corona-konform Ausweichräume, in denen Kinder und Jugendliche lernen, spielen oder sich auch einfach nur eine Auszeit vom Stress in Schule und Familie nehmen können. Hier müssen die Städte, Gemeinden und Kirchen tätig werden“, ergänzt Jens Adam, Landesjugendpfarrer der evangelischen Jugend Baden.

Mit Blick auf anstehende Öffnungsmöglichkeiten brauche es zeitnah Perspektiven für echte Bildungs- und Gestaltungsräume für Kinder- und Jugendliche. „Außer-schulische Bildungs- und Freizeitangebote können Heranwachsenden dabei helfen, die belastenden Erfahrungen der vergangenen Monate zu verarbeiten. Wir haben in Baden-Württemberg eine große Anzahl von Vereinen, Verbänden und anderen Träger*innen, die dazu in der Lage sind, schon jetzt verantwortbare, corona-konforme und pädagogisch sinnvoll Angebote auf die Beine zu stellen.“, ermutig Michael Medla, Diözesanleiter des BDKJ im Bistum Rottenburg-Stuttgart, die Landespolitik zu zeitnahen Öffnungsschritten. Besonders mit Blick auf die Pfingst- und Sommerferien brauche es einen verbindlichen Planungsrahmen, der die En-gagierten handlungsfähig macht. Eine Verkürzung der Ferien schränke die Freiräume noch weiter ein und wäre genau die falsche Antwort auf die Situation von Kindern und Jugendlichen.

In einem Schreiben an Ministerpräsident Kretschmann weisen die Evangelische Jugend in Baden und Württemberg darauf hin, dass sie dringend eine tragfähige Perspektive im Blick auf mögliche Stornokosten und Testangebote benötigen. „Verantwortliche vor Ort haben uns signalisiert, dass sie ohne eine entsprechende Unterstützung durch die Politik in diesem Sommer keine Angebote für Kinder und Jugendliche durchführen können. Wir wollen aber Kinder und Jugendliche nicht allein lassen und sie gerade in diesen herausfordernden Zeiten begleiten. Darum will die Evangelische Jugend auch in diesem Sommer Kindern und Jugendlichen sinnvolle Freizeitangebote bieten,“ so Cornelius Kuttler, der Leiter des EJW. Die Verbände fordern auch, dass künftige Corona-Erlasse frühzeitig vorliegen, verschiedene Gefahrenstufen berücksichtigt werden und ein „Flickenteppich“ vermieden werden muss. Darüberhinaus fordern sie, dass für Freizeiten kostenlose Corona-Schnelltests zur Verfügung gestellt werden.

>> Zu den Positionspapieren an Politik und Kirche geht es hier

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Thu, 04 Mar 2021 10:00:00 https://www.bdkj.info/04-03-2021-freiraeume
"Liebt einander" https://www.bdkj.info/24-02-2021-positionspapier-liebt-einander-neu

 

„Anerkennung gesellschaftlicher Realität bezüglich der geschlechtlichen Vielfalt“, das „Eintreten gegen Diskriminierung aufgrund von Geschlecht und sexueller Orientierung“ und das „Fördern von Sprachfähigkeit kirchlicher Mitarbeiter*innen in Sexualitätsfragen“ sind die drei großen Themenblöcke des Papiers. Darunter befinden sich konkret der Zugang zu Weihe- und Leitungsämtern unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung und Lebensform ebenso wie der Wunsch nach einem geeigneten Segensritus - und langfristig nach einem Ehesakrament - für gleichgeschlechtliche Paare.

„Niemand soll sich in unseren Jugendverbänden und in der Kirche, aber auch in der Gesellschaft, aufgrund seines Geschlechts oder seiner*ihrer sexuellen Orientierung benachteiligt oder diskriminiert fühlen“, erklärt Nadine Maier, Diözesanjugendseelsorgerin BDKJ/BJA das Anliegen des Positionspapiers. Und ergänzt: „Wir haben die Liebe zum entscheidenden Maßstab für die verschiedenen Lebensformen gemacht. Denn wir glauben, dass Gott ein Gott der Beziehung ist und dass junge Menschen in der Suche nach ihrer Sexualität die unverbrüchliche Zusage brauchen: >>Gott liebt Dich, so wie du bist. Und deine Liebe ist gut, wie sie ist<<.“

Die rund 65 Delegierten aus den Dekanats- und Mitgliedsverbänden des BDKJ waren sich darin einig, dass es dringend einer aktualisierten kirchlichen Sexualmoral braucht, um als Ansprechpartner*innen für junge Menschen wahrgenommen zu werden. Gerade in einer Zeit, in der sich ihre Lebenswelt immer mehr von der institutionell-kirchlichen Lehrmeinung entfernt. Sie verabschiedeten das Positionspapier „Liebt einander“ auch mit Blick auf die kommende Diözesanversammlung im Frühjahr 2021, auf der ein Modell zur paritätischen Besetzung von Arbeitskreisen abgestimmt werden soll. Denn Kirche hat sich durch die Zeiten immer gewandelt und muss es auch weiterhin tun, um mit den Menschen gemeinsam unterwegs zu sein. „In diesem Sinne fordern wir die kirchlichen Amts- und Entscheidungsträger*innen auf, sich für eine Weiterentwicklung der kirchlichen Sexuallehre einzusetzen und konkrete Schritte dafür zu unternehmen, so wie wir das nun für unsere eigene Jugendarbeit umsetzen", meint Nadine Maier zukunftsorientiert.

>>> Das Positionspapier "Liebt einander" steht hier zum Download

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Wed, 24 Feb 2021 13:00:00 https://www.bdkj.info/24-02-2021-positionspapier-liebt-einander-neu
Globales Lernen geht auch online https://www.bdkj.info/abschluss-weltweithandeln-2020

 

Trotz der ersten Enttäuschung darüber, dass die Kurse vor dem Bildschirm und nicht im gewohnten Jugendarbeitsstil gemeinsam in Tagungshäusern stattfinden konnten, gelang es trotzdem, die Themen Klimawandel, Welthandel und Anti-Diskriminierung mit Inputs von interessanten Referent*innen und vielfältigen Methoden zu vertiefen. Dabei spiele der Transfer in die Jugendarbeit eine wichtige Rolle, wie eine Teilnehmerin meinte: „Viele Themen, die für mich zuvor inhaltsleer waren, wurden greifbar und erfahrbar gemacht. Ich fühle mich gewappnet, diese nun mit Gruppen zu bearbeiten“. Um die Schulung erfolgreich zu absolvieren, sollten die Teilnehmer*innen am Start- und Abschlussseminar sowie an mindestens zwei Wahlmodulen teilnehmen und ein Praxisprojekt zu Globalem Lernen durchführen. Bislang erfüllten sechs Teilnehmer*innen diese Voraussetzungen; einige sind noch dabei ein Modul nachzuholen, andere versuchen trotz Corona noch ein Projekt in die Praxis umzusetzen. Mechtild Belz vom Evangelischen Jugendwerk Württemberg resümiert: „Es ist ermutigend und bereichernd zu sehen, wie junge Menschen sich für Globale Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung engagieren und ihr Potential als Multiplikator*innen für Globales Lernen nutzen.“

„Die Kooperation zwischen den beiden baden-württembergischen Diözesen und dem Evangelischen Jugendwerk Württemberg hat das Projekt besonders gemacht“, hebt Jakob Knebel, Referent für Globales Lernen beim BDKJ Rottenburg-Stuttgart, hervor. Die Schulung wurde durch die unterschiedlichen Kooperationspartner bereichert und die insgesamt 16 Teilnehmer*innen konnten sich untereinander vernetzen. Finanziell gefördert wurde das Projekt mit Mitteln von Brot für die Welt, des Katholischen Fonds und der Jugendstiftung Just. „Wir freuen uns, dass für den kommenden Jahrgang auch die Arbeitsstelle Frieden der Evangelischen Landeskirche Baden mit von der Partie ist. Damit sind im nächsten Jahr die vier Landeskirchen Baden-Württembergs am Projekt beteiligt!“

Der nächste Kursdurchgang soll im Mai beginnen. Die Veranstalter warten derzeit noch ab, ob die Fördermittel auch für 2021/2022 bewilligt werden, so dass sich interessierte junge Erwachsene ab April 2021 auf der Website der Fachstelle Globales Lernen anmelden können.

Die Multiplikator*innenschulung welt:weit:handeln ist ein Kooperationsprojekt des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg, der Fach- und Servicestelle Globales Lernen der Erzdiözese Freiburg und des BDKJ Rottenburg-Stuttgart. Sie startete im Februar 2020 mit einem ersten Durchgang mit 16 Teilnehmer*innen.

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Tue, 23 Feb 2021 15:00:00 https://www.bdkj.info/abschluss-weltweithandeln-2020
Trauer um Weihbischof Franz Josef Kuhnle https://www.bdkj.info/meldungen/nachruf-winfried-haeberle-1

 

Nachruf


Weihbischof  Franz Josef Kuhnle (1926 - 2021) war von 1956 bis 1959 „Diözesanjugend-seelsorger der Frauenjugend“ in der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit Sitz in Wernau und hat den Glauben an Jesus Christus vielen jungen Menschen glaubwürdig vermittelt und überzeugend vorgelebt. Bis ins hohe Alter konnte er Kinder und Jugendliche mit seinen lebensnahen Predigten und seiner jugendlich wirkenden Art bei Firmungen und Jugendgottes-diensten ansprechen und begeistern.

Wir danken Weihbischof em. Franz Josef Kuhnle für seinen wunderbaren, jahrzehntelangen Dienst der Glaubensweiter-gabe vor allem an junge Menschen in unserer Kirche und
bitten Gott um die Vollendung seines Lebens in seinem Reich.

Für die HA III (Jugend): Weihbischof Thomas Maria Renz
Für BJA und BDKJ: Diözesanjugendseelsorger Markus Scheifele

Foto: Stefan Kampf ©

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Tue, 09 Feb 2021 16:20:00 https://www.bdkj.info/meldungen/nachruf-winfried-haeberle-1
Zukunftsgestalter*innen - Jetzt sind wir dran! https://www.bdkj.info/02-02-2021-wahlkampagne-zukunftsgestalterinnen-gestartet

 

Ziel der Kampagne ist, in möglichst vielen kleineren politischen Aktionen auf die für den Dachverband der katholischen Jugendverbände wichtigen Themen aufmerksam machen. Dazu gehören so Forderungen wie etwa das generelle Absenken des Wahlalters auf 16 Jahre, die Schaffung von echtem Klimaschutz oder auch die vollwertige Gleichberechtigung der Geschlechter. „Uns geht es darum, dass die Interessen der jungen Generation ausreichend berücksichtigt werden, denn sie müssen mit den Entscheidungen heute und auch in Zukunft langfristig damit leben“, begründet BDKJ-Diözesanleiter Michael Medla das zentrale Anliegen. Weitere inhaltliche Schwerpunkte und Erwartungen an die Politik in insgesamt sieben verschiedenen Politikfeldern listet ein Aktionsheft auf, das den Mitglieds- und Dekanatsverbänden für eigene Wahlaktionen bereitgestellt wird. Diese sollen damit motiviert werden bis zur Landtagswahl am 14. März sowie darüber hinaus bis zur Bundestagswahl Mitte September innerhalb der Jugendarbeit vor Ort das Gespräch mit der Öffentlichkeit zu suchen. Denn ihr „normales“ Angebot wie die Kleidertauschparty ist politisch, der Bau von Insektenhotel ist politisch, der Kauf von regionalen Produkten für Freizeiten ist politisch und das Banner für die Aufnahme von Geflüchteten ebenso. Junge Menschen haben eine Meinung und diese muss politisch auch gehört werden.

Den Auftakt der Superwahljahr-Kampagne machte am 27. Januar ein Live-Stream-Talk mit den Landtagsabgeordneten Jürgen Keck (FDP/DVP-Fraktion) und Jürgen Filius (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen). Beide wurden mit Fragen der 30 Teilnehmenden konfrontiert, welche sie sowohl im Vorfeld als auch während der Veranstaltung einreichen konnten. „Wir sind mit dem Auftakt sehr zufrieden!“, lautet das Fazit von Medla. „Die rege Teilnahme aller zeigt, dass solche Formate insbesondere bei jungen Menschen auf großes Interesse stoßen“. Bei der zweiten Gesprächsrunde am 4. Februar werden Claudia Martin (CDU) und Gerhard Kleinböck (SPD) zu Gast sein.

>>YouTube-Kanal: http://bit.ly/bdkj-youtube

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Tue, 02 Feb 2021 11:30:00 https://www.bdkj.info/02-02-2021-wahlkampagne-zukunftsgestalterinnen-gestartet
Fastenabenteuer mit Roxy und Gani https://www.bdkj.info/01-02-2021-fastenabenteuer-roxy-gani

 

Ab dem 1. Februar stehen die Materialien unter wir-sind-da.online/fastenabenteuer zum Download bereit. Sie bestehen aus Ideen, Geschichten und zahlreichen Tipps für die bevorstehenden Tage bis Palmsonntag. Gedacht ist die Aktion vor allem für Familien mit Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter. 

Für die Kar- und Ostertage ist schon das nächste Abenteuer mit Roxy und Gani in Planung. Es wird rechtzeitig vor der Karwoche online gehen.

Veranstalter

  • Hauptatbeilung XI – Kirche und Gesellschaft, Fachbereich Ehe und Familie,
  • Bischöfliches Jugendamt
  • Stadtdekanat Stuttgart
  • Seelsorge bei Menschen mit Behinderung Dekanat Allgäu-Oberschwaben
  • SE Oberes Nagoldtal
  • SE Freiberg/Pleidelsheim/Ingersheim
  • SE Riß-Federbachtal

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Mon, 01 Feb 2021 11:00:00 https://www.bdkj.info/01-02-2021-fastenabenteuer-roxy-gani
„Mein Kompass für´s Unplanbare“ https://www.bdkj.info/juseta-2020

 

Aus einer Reihe von expertenbasierten Workspaces der Kategorien „Wissenswertes“, „Nachmachen“, „Selfcare“ und „Optionales“ konnten sie ihr individuelles Tagungsprogramm zusammenstellen. Beispielsweise gab es in der Kategorie „Wissenswertes“ die Themen Glaubenskommunikation oder Verschwörungstheorien und in der Kategorie „Nachmachen“ das Thema Digitale Tools. Zum Einsatz kamen dabei die Methoden der Zukunftswerkstatt, des Storytellings oder eigene Instagram-Formate. Ungewohnte Formate gab es auch in der Kategorie „Selfcare“, bei der die Teilnehmer*innen sich auf eine Kombination aus Spiritualität und Sport oder auf das Prinzip „Playing Arts“ einließen. Das ermöglichte ihnen bildschirmfreie Zeitspannen, um sich sportlich oder kreativ mit sich, der eigenen Arbeit und Spiritualität zu beschäftigen.

Zwischendurch boten digitale Vernetzungsrunden die Möglichkeit, sich untereinander zu aktuellen Themen der kirchlichen Jugendarbeit auszutauschen und gegenseitig zu beraten. Viele Teilnehmer*innen kamen dabei zu der Erkenntnis, dass im digitalen Raum nicht alles oberflächlich bleibt, sondern dass „erstaunlich tiefsinnige Gespräche“ möglich sind.

Das Fazit fiel insgesamt sehr positiv aus: Alle waren angenehm überrascht, dass eine dreitägige Tagung auch digital funktionieren kann. Dies resümiert auch Nadine Maier, Diözesanjugendseelsorgerin BDKJ/BJA: „Die diesjährige Jugendseelsorgetagung hat uns darin bestärkt, dass digitale Formate mehr als ein bloßer Ersatz sind. Die Zusammenstellung von theoretischem Input, praktischem Ausprobieren und Vernetzung hat die Teilnehmer*innen motiviert, diesen Start in ein unplanbares Jahr zu nutzen, um auch in dieser Zeit der Pandemie kirchliche Jugendarbeit zu gestalten.“

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Thu, 21 Jan 2021 11:02:00 https://www.bdkj.info/juseta-2020
Salesianer Don Boscos verabschieden sich aus Stuttgart https://www.bdkj.info/meldungen/15-01-2018-jugendseelsorgetagung

 

„Wir bedauern diese Entscheidung sehr. Dieser Schritt, den wir auch schon an anderen Standorten unserer Provinz gehen mussten, ist für die betroffenen Menschen, aber auch für unsere Gemeinschaft sehr schmerzlich. Wir müssen und wollen jedoch unsere Standorte reduzieren und konzentrieren, um das Don-Bosco-Werk in Deutschland zukunftsfähig zu gestalten“, so der Provinzial.

Seit 1999 sind die Salesianer Don Boscos in der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg tätig. Ihr Engagement in der Jugendseelsorge der Stadt geht zurück auf eine persönliche Initiative des damaligen Bischofs von Rottenburg-Stuttgart, Dr. Walter Kasper, der sich vor mehr als 20 Jahren wünschte, was noch heute Richtschnur für die Arbeit der Salesianer Don Boscos vor Ort ist: „Jugendseelsorger, die nichts anderes tun als Zeit zu haben für junge Menschen“. 

Seither arbeiten stets mindestens drei Salesianer gemeinsam mit dem Katholischen Jugendreferat des Bischöflichen Jugendamtes zusammen in der Jugendpastoral des Stadtdekanates Stuttgart. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit umfassen die Dekanats-Jugendseelsorge, schul- und firmpastorale Angebote und die Mitarbeit in weiteren Feldern der Sakramentenpastoral, punktuelle Aushilfen in der Pfarrseelsorge, das Engagement in Gremien auf Diözesanebene (Diözesanrat, Priesterrat, Ordensrat), sowie berufungspasto-rale Angebote.  

'Gerade in den vergangenen Jahren waren die Salesianer Don Boscos am Aufbau des neuen jugendpastoralen Zentrums „YouCh“ des Dekanats in den Räumen und in der Kirche der Pfarrei St. Nikolaus im Osten der Stadt intensiv beteiligt. Seit August 2015 hat in der dortigen Pfarrei auch das Katholische Jugendreferat / BDKJ-Dekanatsstelle Stuttgart seine Heimat.
„Wir empfinden eine große Dankbarkeit für die enge und fruchtbare Zusammenarbeit im jugendpastoralen Zentrum, mit den Verantwortlichen im Stadtdekant und in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Die zahlreichen Erfahrungen gelebter salesianischer Jugendspiritualität haben uns in unserer Arbeit sehr bestärkt. Es ist schön zu sehen, dass sich das YouCh und die Kirche St. Nikolaus auch durch das Mitwirken unserer Mitbrüder längst zu einem Ort entwickelt haben, an dem junge Menschen gerne ihre Zeit verbrin-gen, ihre Fragen und Wünsche einbringen und wo sie gemeinsam mit anderen Jugendlichen Kirche erleben als eine Gemeinschaft, die junge Menschen ernst nimmt und Freude und Sorgen mit ihnen teilt“, sagt Pater Reinhard Gesing.  

Dies ist eine Entwicklung, die die Salesianer Don Boscos aufgrund fehlender personeller Ressourcen ab Sommer 2022 jedoch leider nicht weiter begleiten können. Eine langfristige Bindung, so wie sie ursprünglich bei der Planung des neuen Jugendpastoralen Zentrums einmal angedacht gewesen sei, mit einem Umzug der Gemeinschaft in das alte Kaplaneihaus an der künftigen Jugend- und Gemeindekirche St. Nikolaus, ist aus Sicht der Ordensleitung nicht mehr möglich – und ein Abschied auf Raten sei keine wirkliche Alternative: „Zu einem ganz besonderen Modellprojekt wie diesem Ja zu sagen, bedeutet, sich mit ganzer Kraft einzubringen und sich dort zumindest mittelfristig zu binden. Das können wir unter den gegebenen Voraussetzungen und den derzeitigen Rahmenbedingungen leider nicht verlässlich zusichern“, so Gesing.  
Insgesamt zehn Salesianer haben in mehr als 20 Jahren in Stuttgart gewirkt, darunter u.a. auch P. Ernst Kusterer, der als „Big Pater“ im Radiosender Big FM nachts viele Jahre lang als Seelsorger für die jungen Menschen „on air“ gewesen ist. „Mit jungen Menschen für die jungen Menschen da zu sein, das haben wir 20 Jahre lang in Stuttgart gelebt“, so P. Jörg Widmann, der der Stuttgarter Gemeinschaft und acht muttersprachlichen Salesianern in der Region als Direktor vorsteht. Noch bis August 2022 werden er und seine beiden Mitbrüder Br. Matthias Bogoslawski und P. Clemens Mörmann in Stuttgart bleiben und dort u.a. auch den Katholikentag 2022 mitgestalten. Danach werden sie an andere Standorte der Ordensgemeinschaft in Deutschland wechseln und neue Aufgaben übernehmen.

Die Salesianer Don Boscos (SDB) zählen mit etwa 15.300 Mitgliedern in 132 Ländern zu den größten Männerorden der katholischen Kirche. Gegründet von dem italienischen Priester und Erzieher Johannes Bosco (1815-1888) setzt sich der Orden nach seinem Vorbild für junge Menschen ein. Zur Deutschen Provinz der Salesianer Don Boscos gehören rund 220 Ordensmitglieder, die sich an ca. 30 Standorten in Deutschland, der deutschsprachigen Schweiz und in der Türkei zusammen mit etwa 2.000 angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie vielen Ehrenamtlichen dafür einsetzen, dass das Leben junger Menschen gelingt. Weitere Informationen zur Arbeit der Salesianer Don Boscos in Deutschland unter: www.donbosco.de 

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Wed, 20 Jan 2021 10:40:00 https://www.bdkj.info/meldungen/15-01-2018-jugendseelsorgetagung
VerFlucht zu fliehen. Warum Menschen ihre Heimat verlassen müssen https://www.bdkj.info/18-01-2021-weltsichttage-zu-fluchtursachen

 

Warum deutsche Firmen Rüstungsgüter exportieren und welchen Nutzen die Bundesrepublik Deutschland davon hat, stellte Peter Scheben in den Vordergrund. Er leitet die Abteilung für politische und öffentliche Angelegenheiten des Bundesverbands der deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV). Alexander Lurz, Abrüstungsexperte bei Greenpeace, erklärte das Verfahren, wie Rüstungsexporte vom Bundessicherheitsrat genehmigt werden und diskutierte mit den Teilnehmer*innen über die Transparenz der Vereinbarungen und mögliche Gesetzesentwürfe. Klaus Ebeling, der sich als Theologe und Politikwissenschaftler aus einer ethischen Perspektive mit Rüstungsexporten auseinandersetzt, warb für eine „prinzipiengeleitete Pragmatik“. Investigativjournalist und Filmemacher Daniel Harrich berichtete von seiner umfangreichen Recherchen zu illegalem Waffenhandel nach Kuba, Mexiko und anderen Ländern. Mit seiner Arbeit möchte er ein breites Publikum informieren und gleichzeitig dazu beitragen, dass gegen illegale Rüstungsexporte ermittelt wird. Alle Expert*innen betonten, wie schwierig es ist, der Problematik des legalen und illegalen Rüstungshandels entgegenzutreten.

Das Thema Rüstungsexporte soll mit einem interaktiven Stationenparcour in Tübingen für interessierte Jugendliche zugänglich gemacht werden, bei dem einzelne Aspekte kreativ und medial vertieft werden können. Zur Fluchtursache „Klimawandel“ erarbeitete eine Untergruppe der Weltsichttage einen Podcast. In diesem werden Expert*innen zu den Ursachen und komplexen Zusammenhängen zwischen Klimaveränderungen und den Perspektiven der Betroffenen interviewt. Eine weitere Untergruppe  erstellte zu „Wirtschaft und globale Handelsbeziehungen“ als Fluchtursache eine Arbeitshilfe für Online- wie auch Präsenzgottesdienste, in der die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit in Text- und Musikbausteinen thematisiert wird.

Weitere Informationen sowie Downloadmaterialien zur BDKJ-Jugendaktion stehen in den nächsten Wochen hier. 

Die Jugendaktion des BDKJ Rottenburg-Stuttgart ist eine thematisch wechselnde Solidaritätsaktion von Kindern und Jugendlichen mit dem Ziel sich für eine gerechtere Welt einzusetzen. Der BDKJ der Diözese Rottenburg-Stuttgart ist der katholische Dachverband kirchlicher Jugendarbeit, dem sieben Jugendverbände angeschlossen sind. Die katholische Jugendarbeit erreicht mit ihren festen Gruppenangeboten jährlich 72.000 Kinder und Jugendliche.

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Mon, 18 Jan 2021 11:38:00 https://www.bdkj.info/18-01-2021-weltsichttage-zu-fluchtursachen
Nagel für Nagel https://www.bdkj.info/18-12-2020-nagel-kunstinstallation

 

Der Treppenaufgang vor dem Altarbereich des Heilig-Kreuz-Münsters in Schwäbisch Gmünd ist vollgestellt mit kleinen Holzblöcken, in denen bis zu 16 Zentimeter lange Nägel stecken. Das Meer aus grauen Nägeln versperrt den Besucher*innen den Weg. Sie werden quasi zwangsweise mit der großen Anzahl an Nägeln und damit an Coronatoten konfrontiert. „Zahlen sind etwas Abstraktes. Ich kann sie ablesen, aber wirklich verstehen, was sich dahinter verbirgt, das kann ich nicht“, sagt Marios Pergialis. In ihrem Werk wollen die beiden studierten Kunsttherapeuten dieser schwer fassbaren Menge eine Gestalt geben.

Der Nagel ist ein christliches Symbol für Schmerz und Leid. Jede*r Verstorbene hinterlässt eine Lücke in der Gemeinschaft. Auf diese Lücke macht das Werk aufmerksam, indem es die Einzelschicksale aus der Anonymität der Zahl herausnimmt und visualisiert. Dass dieses Nagelmeer vor dem Altarbereich steht, öffnet zudem die theologische Dimension: Als Christ*innen können wir nicht zu Gott, wenn wir den Schmerz der Welt außer Acht lassen. Wenn wir nicht akzeptieren, dass es dieses Leid gibt, dann versperrt es uns den Weg.

Es ist ein Werk das betroffen macht, aber auch eine Hoffnungsbotschaft enthält. „Fürchtet euch nicht“ steht mit Nägeln geschrieben vor den Stufen. „Furcht ist etwas, das lähmen kann und eine*n daran hindert, vorwärts zu gehen“, erklärt Pergialis. Die beiden Künstler wollen mit ihrer Installation keine Angst schüren, sondern vielmehr die aktuelle Wirklichkeit abbilden. „Wir denken, dass mit diesem klaren Blick jede*r einzelne verantwortungsvoller mit der Wirklichkeit umgehen kann, um gemeinsam einen solidarischen Weg durch diese Zeit finden.“

Die Installation wird am 20. Dezember abgebaut, um Platz für die Weihnachtsgottesdienste zu schaffen. Die Treppenstufen hätten für die neu hinzugekommenen 10.000 Verstorbenen seit Mitte November auch nicht ausgereicht. Das Meer an Nägeln hätte den Mittelgang geflutet… Ein Bild, das hoffentlich auch bei so mancher*m Corona- Skeptiker*in wirkt…  

Website von Anthony Di Paola: www.artfactory27.com   
Website von Marios Pergialis: www.mpergialis.de

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Fri, 18 Dec 2020 16:30:00 https://www.bdkj.info/18-12-2020-nagel-kunstinstallation