BDKJ https://www.bdkj.info/ de-de Mon, 20 Jan 2020 21:38:34 +0100 Mon, 20 Jan 2020 21:38:34 +0100 http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Sudhaus7 Newspage "Es soll die Menschen froh machen" https://www.bdkj.info/meldungen/17-01-2020-juseta-2020/ ]]>

 

„Junge Menschen, egal welcher sexuellen Orientierung, brauchen die unverbrüchliche Zusage, dass sie angenommen sind, wie sie sind. Wir glauben, dass Gott alle Menschen gleich liebt, daher darf die Kirche nicht gegen ihre eigenen Grundsätze handeln und Menschen ausschließen und diskriminieren“, formuliert Nadine Maier, Diözesanjugendseelsorgerin BDKJ/BJA in Rottenburg-Stuttgart, die Position der katholischen Jugendverbände. Gerade in der Phase, in der junge Menschen zu ihrer Identität finden, dürfe Sexualität in all ihren Dimensionen nicht tabuisiert werden, ergänzt Miriam Lay, ehrenamtliche Diözesanleiterin der Katholischen jungen Gemeinde (KjG). Die Amtskirche entfremde sich mit ihrer bestehenden Sexualmoral und unverständlichen Sprache sowohl von der bürgerlichen Gesellschaft als auch zunehmend von der eigenen Glaubensgemeinschaft. Hinzu kommt, dass Kirche angesichts der Missbrauchsfälle unglaubwürdig geworden ist und mit einem großen Vertrauensverlust zu kämpfen hat.

Bischof Dr. Gebhard Fürst, der für die abschließende Podiumsdiskussion zu Gast war, stellte sich dort den kritischen Anfragen der Tagungsteilnehmenden. Er beantwortete die Frage nach einem Weg, die Diskrepanz zwischen amtskirchlicher Wertehaltung und der Akzeptanz moderner Lebensweisen zu überbrücken, indem er dafür plädierte, zunächst einmal eine Atmosphäre der Offenheit zu schaffen, in der alle Positionen angehört werden. „Ich bin dafür, Experten in den Synodalen Weg der Deutschen Bischofskonferenz miteinzubeziehen und sich wissenschaftlich fundiert mit diesen Fragen auseinanderzusetzen, wage jedoch keine Prognose, welches Ergebnis dabei herauskommt.“

In der Zwischenzeit denken die hauptberuflichen AkteurInnen der Jugendpastoral aus Seelsorgeeinheiten, Dekanaten, Schulen, Verbänden und anderen TrägerInnen von Jugendpastoral und Jugendarbeit sowie die ehrenamtlichen geistlichen Leitungen im Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und seinen Mitgliedsverbänden an Angeboten für einen wertschätzenden Umgang für junge Menschen jeden Geschlechts und sexueller Orientierung weiter. Auf der Jugendseelsorgetagung bekamen sie zahlreichen Input dazu: Moraltheologe Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff erläuterte in seinem Vortrag unter anderem die Dreidimensionalität der Sexualität, in der sie neben der Fortpflanzung auch eine Lust- und Beziehungsfunktion besitzt. „Es geht bei der Sexualethik um die Beziehung und ihre gelebte Qualität, egal in welchem Körper. Grundwerte wie Verantwortung füreinander, Verlässlichkeit, Treue und Solidarität in schwierigen Zeiten gelten somit für alle geschlechtlichen Beziehungen gleichermaßen.“

Sensibilisiert und inspiriert wurden die Tagungsteilnehmer*innen zudem durch den Vortrag von Ayke Böhmer und Alessio Piras von der Beratungsstelle Pro Familia Ludwigsburg zu Einflussfaktoren während der Pubertät und Adoleszenz auf die Entwicklung einer persönlichen Sexualität sowie durch acht Informationsräume zu Geschlecht und Sexualität. Verschiedene Workshops ermöglichten darüber hinaus, sich mit einzelnen Facetten näher zu beschäftigen. Da wurde über „Homosexualität und gelebter Glaube“, „Sexuelle Gewalt und Prävention“, „Sex im Netz“ oder „Rollenklischees in Sprache und Werbung“ gesprochen. Ganz persönliche Einblicke in die Lebensbiographie gaben homosexuelle und transgeschlechtliche ReferentInnen, die von ihrem oftmals leidvollen Weg zur eigenen Geschlechtsidentität und ihrem ambivalenten Verhältnis zur Kirche erzählten.

Allen gemeinsam war es ein Anliegen und zugleich Ansporn, dass die katholische Kirche die Lebensrealität aller Menschen anerkennt und nicht verschweigt. „Es geht darum, dass wir sprachfähig werden im Umgang mit Sexualität, damit wir für junge Menschen Ansprechpartner*innen sein können, um sie in ihrer Lebenssouveränität zu unterstützen“, fasst Nadine Maier vom BJA zusammen. „Und wir müssen mit dieser Sprache und unserem Handeln Vorbilder für eine Kirche sein, die den Grundauftrag nach außen transportiert, die Menschen froh zu machen.“

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Fri, 17 Jan 2020 10:30:00 +0100 https://www.bdkj.info/meldungen/17-01-2020-juseta-2020/
Sternsinger*innen im Einsatz für Frieden https://www.bdkj.info/meldungen/19-12-2017-sternsingeraktion-2020/ ]]>

 

Mit dem Leitwort „Segen bringen, Segen sein. Frieden! Im Libanon und weltweit“ weisen die Sternsinger*innen diesmal auf die Bedeutung eines friedlichen Miteinanders hin. Daher engagiert sich das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ im aktuellen Beispielland Libanon ganz konkret für die Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur, und Religion in dem ehemaligen Bürgerkriegsland.

Doch nicht nur die Menschen im Libanon profitieren vom Einsatz der kleinen und großen König*innen in Deutschland. Straßenkinder, Aids-Waisen, Kindersoldat*innen, , Flüchtlingskinder, die in Kriegs- und Krisengebieten oder ohne ein festes Dach über dem Kopf aufwachsen – Kinder in über 100 Ländern der Welt werden jedes Jahr in Projekten betreut, die mit Mitteln der Aktion unterstützt werden.

Die Sternsingeraktion ist mit dem Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) ausgezeichnet.

 

>>> Weitere Infos zur Aktion Dreikönigssingen 2020 hier

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Mon, 16 Dec 2019 10:30:00 +0100 https://www.bdkj.info/meldungen/19-12-2017-sternsingeraktion-2020/
Musikgeladen in den Advent https://www.bdkj.info/meldungen/23-09-2019-adventsfestival-2019/ ]]>

 

An junger Musik gab es beim ersten Stuttgarter Adventsfestival genug auf die Ohren. Dafür sorgten die Bands „bergbandkollektiv“ und „YOUCH-Combo“ sowie Musiker*innen aus Göppingen, die verschiedenste Stile christlicher Popularmusik präsentierten. Ihre Songs erzählten vom Leben, dem Glauben und Zweifeln. Vor allem in den Sessions dominierte die Musik, die immer wieder mal von Gottesdienstelementen und kurzen Textimpulsen unterbrochen wurde. Thematisch standen so Fragen im Fokus, wo etwa junge Menschen klare Kante zeigen und ihre Stimme erheben wollen, wofür sie einstehen und sich im Sinne der Botschaft Jesu für eine bessere Welt einsetzen. Bei „Kamingesprächen“ im Anschluss an die Sessions konnten Interessierte das Thema vertiefen.

Darüber hinaus hatten die Gäste aus der Region die Gelegenheit, ihren Interessen in verschiedensten Workshops und Angeboten nachzugehen. Hier konnten sie von Sportakrobatik über Tanz bis DIY alles Mögliche aus dem Bereich „Musik & Lifestyle“ ausprobieren. Parallel dazu schlenderten Besucher*innen über den Adventsmarkt, der aus Infoständen von Jugendkirchen sowie Projekten und Einrichtungen der kirchlichen Jugendarbeit bestand – alles musikalisch untermalt von Singer-Songwriter Martin Mohns aus Stuttgart, der mit seiner Straßenmusik eine Atmosphäre zum Träumen und Verweilen schuf.

Zum Abschluss des Festivals spielte das bergbandkollektiv noch mal für ein Konzert auf und begeisterte die Gäste mit ihrem Sound aus Pop-Klassikern und christlichen Eigenkompositionen. „Aufgrund der positiven Resonanz wird es ganz sicherlich eine Wiederholung des Adventsfestivals im kommenden Jahr geben“, meint Sebastian Heeß, Bildungsreferent für Popularmusik im BJA und verantwortlicher Initiator des Festivals.

www.volume.bdkj.info 
www.festivals.bdkj.info

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Wed, 11 Dec 2019 14:30:00 +0100 https://www.bdkj.info/meldungen/23-09-2019-adventsfestival-2019/
"Welt retten" https://www.bdkj.info/meldungen/10-12-2019-jugendmedienpreis-2019-film/ ]]>

 

In der Alterskategorie bis 15 Jahre freute sich die Medienwerkstatt AG der Grundschule Tennenbronn aus Schramberg über 200 Euro Preisgeld und die begehrte durchsichtige Glastrophäe. Der Film „Nur eine Tüte“ der AG erzählt auf amüsante Weise den Weg einer Plastiktüte vom Supermarkt bis ins Meer. Besonders die technische Umsetzung beeindruckte die Jury. „Der Film wurde nicht nur an einem Nachmittag gedreht! Man sieht, dass die Schülerinnen und Schüler das Projekt über einen längeren Zeitraum verfolgt haben“, so Sabine Winkler, Journalistin beim SWR und Mitglied der Jury.

Carlotta Rief aus Eberhardzell gewann in der Alterskategorie 16 bis 19 Jahre ein Preisgeld von 300 Euro. Besonders beeindruckt war die Jury bei Carlottas Film „ICH und die Generation, die die Welt retten muss“ von der Tatsache, dass Carlotta sich für Schnitt, Regie, Drehbuch und Filmmusik alleine verantwortlich zeigte und so auf einfühlsame Art und Weise auf die Ängste und Befürchtungen ihrer Generation in Bezug auf den Klimawandel aufmerksam machen konnte. Ein tolles Debut einer jungen Filmemacherin.

In der Alterskategorie 20 bis 25 Jahre zeichnete BDKJ-Diözesanvorstand Benjamin Wahl Manuel Kaupp-Merkle und Andreas Giannakidis aus Tübingen aus. Während eines Aufenthalts auf Island im Sommer 2019, mit der Jugendkirche Tübingen, war der Siegerfilm entstanden. Er beeindruckte die Jury nicht nur mit tollen Landschaftsaufnahmen, sondern setze sich auch kritisch mit der Lebensweise und Eigenverantwortung junger Menschen auseinander. „Nur noch kurz die Welt retten!“… oder doch noch kurz genießen? Gerade die Reflexion des eigenen Verhaltens möchte die Jury mit dem Preis, der mit 500 Euro dotiert ist, hervorheben.

Über den Publikumspreis freut sich in diesem Jahr nochmals die Medienwerkstatt AG der Grundschule Tennenbronn aus Schramberg, die hier mit deutlicher Mehrheit gewann. Die Grundschüler*innen können sich über weitere 300 Euro freuen.

Auf die Frage, wie die Teilnehmenden das Thema angingen, antwortet Referentin Anna Stützle: „Es konnte eine große Angst vor der Zukunft beobachtet werden. Die Kindern und Jugendlichen sind diejenigen, die sich in der Verantwortung sehen anzupacken und etwas zu verändern, ehe es zu spät ist. Die Furcht machte mich als Erwachsene teilweise sehr betroffen. Gleichzeitig versprühten die Einsendungen auch eine unglaubliche Motivation jetzt was zu machen, kleine Schritte zu tun und so gemeinsam die Sache anzugehen.“

Der Wettbewerb wird vom Bischöflichen Jugendamt der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Kooperation mit der Fachstelle Medien der Diözese Rottenburg-Stuttgart, dem Filmbüro Baden-Württemberg e.V. und der Stadtbibliothek Stuttgart ausgerichtet. 

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Tue, 10 Dec 2019 14:00:00 +0100 https://www.bdkj.info/meldungen/10-12-2019-jugendmedienpreis-2019-film/
Fotos beschäftigen sich mit Nachhaltigkeit https://www.bdkj.info/meldungen/09-12-2019-jugendmedienpreis-2019/ ]]>

 

Unter dem Motto „Welt retten!“ waren Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 25. Lebensjahr 2019 aufgefordert, ihre Fotos und Fotoserien einzureichen. „Das Motto wurde etwa zeitgleich mit Greta Thunbergs erstem Schulstreik festgelegt und passte somit perfekt ins Jahr 2019“, erzählt Anna Stützle, die zuständige Referentin. Und so bestimmten Themen wie Plastikvermeidung, Nachhaltigkeit, Umwelt, aber auch Frieden und Gemeinschaftsgefühl die eingesendeten Werke.
Beide Gewinnerbeiträge wurden dieses Jahr zum ersten Mal in der Alterskategorie 16 bis 19 Jahre verliehen! Der zweite, mit 250 Euro dotierte Platz ging hierbei an eine Gruppe der Pfadfinderinnenschaft St. Georg aus dem Stamm Oeffingen, die sich in ihrem Werk mit Einweg und Mehrweg auseinandersetzten.

Über den ersten, mit 350 Euro dotierten, Platz, darf sich Jakob Scharpenberg aus Marienfelde freuen. Unter dem Titel „#Treesforfuture“ kann das Pflanzen eines Baumes aus der Sicht des Setzlings erlebt werden. Die Jury lobte die außergewöhnliche Perspektive und die gelungene fotografische Umsetzung der dreiteiligen Bilderserie.

Der Wettbewerb wird vom Bischöflichen Jugendamt der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Kooperation mit der Stadtbibliothek Stuttgart ausgerichtet. Unterstützt wird der Katholische Jugendmedienpreis zudem durch das Filmbüro Baden-Württemberg e.V. und der Fachstelle Medien der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

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Mon, 09 Dec 2019 10:00:00 +0100 https://www.bdkj.info/meldungen/09-12-2019-jugendmedienpreis-2019/
Bambi für die 72-Stunden-Aktion 2019 https://www.bdkj.info/meldungen/72h-2019-bambiverleihung/ ]]>

 

Rund 100 junge Menschen aus der Erzdiözese Freiburg waren live vor Ort. Tobia Luck, Dekanatsleiterin des BDKJ Karlsruhe, erzählt: „Wir waren alle sehr überrascht, weil wir dachten, die Aktion wird einfach vorgestellt. Als wir von der Tribüne gesehen haben, dass Thomas Gottschalk tatsächlich einen Bambi überreicht, waren alle total überwältigt“. Die deutsche TV-Legende Thomas Gottschalk und Tagesschau-Sprecherin Linda Zervakis überreichten Helena, Magdalena, Claudio und Jule den Bambi stellvertretend für alle Teilnehmenden. Ein Film würdigte das Engagement während der 72-Stunden-Aktion im Mai. Mit ihrem Einsatz stehen die Kinder und Jugendlichen für ein menschenfreundliches Deutschland und seien ein positives Beispiel für alle, so die Laudatio.

BDKJ-Bundesvorsitzender Thomas Andonie sagt heute: „Vielen Dank an die tausenden Jugendlichen, die soziale Projekte auf die Beine gestellt haben und Nachbarschaft, Eltern und Gemeindemitglieder angesteckt haben, die Welt ein bisschen besser zu machen. Der Bambi ist euer Preis. Wir freuen uns über die Würdigung für das Engagement junger Menschen, das wir täglich in unseren Jugendverbänden erleben.“

Dass der Preis stellvertretend für deutschlandweit 160.000 Engagierte in der Erzdiözese Freiburg, der Ursprungsstätte der 72-Stunden-Aktion, entgegengenommen wurde, sei ein große Ehre, so Paul Rögler, Vorsitzender des BDKJ im Erzbistum Freiburg. „So ein Preis ist natürlich auch Motivation für die Zukunft. Die Botschaft ist klar: Anpacken ist besser als Abwarten, Engagement macht Spaß und wer etwas bewegt, der bekommt von ganz vielen Seiten Unterstützung und wenn es extrem verrückt läuft sogar einen Bambi“, fügt er hinzu.

Bei der 72-Stunden-Aktion vom 23. bis 26. Mai 2019 haben sich rund 160.000 Menschen engagiert. Die von Jugendlichen initiierten Projekte, griffen politische und gesellschaftliche Themen auf, waren lebensweltorientiert und gaben dem Glauben „Hand und Fuß“. Projekte wurden von 3400 Gruppen überall in Deutschland umgesetzt und auch von 45 internationalen Gruppen außerhalb der Bundesrepublik. Die Sozialaktion des BDKJ und seinen Jugendverbänden fand 2019 zum zweiten Mal bundesweit statt.

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Fri, 22 Nov 2019 13:00:00 +0100 https://www.bdkj.info/meldungen/72h-2019-bambiverleihung/
Verstehen und verstanden werden https://www.bdkj.info/meldungen/16-10-2018-reverse-freiwillige-2019-20/ ]]>

 

Genau darum geht es beim Reverse-WeltkirchlichenFriedensdienst (R-WFD) der Diözese: Die Welt sehen, Perspektiven erweitern, mitleben und mitarbeiten. Die Freiwilligen im Alter zwischen 20 und 28 Jahren kommen aus Peru, Mexiko, Argentinien, Bolivien, Uganda und Indien. Sie leisten einen BFD in verschiedenen Einrichtungen der Gemeinden Aalen, Auernheim-Dischingen, Baustetten, Bad Waldsee, Balingen, Denkendorf, Dunningen, Hohenheim, Metzingen, Ravensburg und Rottenburg. Sie arbeiten dabei vorwiegend in Kindertagestätten, aber auch Schulen der Schulstiftung oder in Tafelläden.

Seit ihrer Anreise Ende August hatten die Freiwilligen Zeit, sich auf Deutschland einzustellen: In Tübingen besuchten sieeinen Deutsch-Sprachkurs und wurden von den Rückkehrer*innen desWeltkirchlichen Friedensdienstes unterstützt und begleitet. Seit Anfang Oktober leben die Freiwilligen in ihren Gastfamilien und sind dabei, sich in ihren Orten einzuleben und Erfahrungen mit der deutschen Kultur und dem Alltagsleben zu sammeln. Beim Seminar auf dem Michaelsberg konnten die Freiwilligen feststellen, dass es den anderen in der Gruppe ähnlich geht. Während eines Workshops zu Kulturbewusster Kommunikation mit Max Engl lernten die Freiwilligen ihre eigene Perspektive und die der anderen einzuordnen. Denn in der Gruppe geht es nicht nur darum, „die Deutschen“ kennen zu lernen und zu verstehen, sondern auch untereinander. Pius aus Uganda stellt fest, dass schon ein bisschen Deutsch ausreicht, um sich auszutauschen.
Nach der gemeinsamen Woche sind nun die vier Männer und sieben Frauen bereit, voller Energie an ihre jeweiligen Einsatzorte zurückzukehren. Saran aus Indien fasst zusammen: „Ich freue mich auf das Jahr, das vor mir liegt und dass ich viel Neues, aber auch mich selbst neu kennenlernen kann“.

Weitere Informationen finden sich unter: www.wfd.bdkj.info

Den Reverse-Weltkirchlichen Friedensdienst in der Diözese Rottenburg-Stuttgart gibt es seit September 2012. Idee war und ist, jungen Menschen der Südhalbkugel den gleichen kulturellen Austausch zu ermöglichen, den junge Deutsche mit einem Dienst in Übersee wahrnehmen können. Bislang leisteten insgesamt 56 junge Menschen aus Lateinamerika einen Freiwilligendienst in Deutschland.  


Die Reverse-Freiwilligen des Jahres 2019/2020

Aus Peru
Faviola Merino Cubas, Dunningen

Aus Bolivien
Estefany Poñe Novay,Denkendorf

Aus Mexico
Félix Alejandro Aragón Soriano, Hohenheim
Maria de Jesus Aragón Cruz, Auernheim-Dischingen

Aus Argentinien
Florencia Suyai Borda, Metzingen
Adrian Agustin Muñoz, Bad Waldsee
Victoria Carolina Galván, Ravensburg
Cecilia Macarena Rojas, Rottenburg

Aus Uganda
Mellan Akampa, Baustetten
Pius Tenywa, Balingen

Aus Indien
Saran Raj Selvaraj, Aalen

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Tue, 19 Nov 2019 11:31:00 +0100 https://www.bdkj.info/meldungen/16-10-2018-reverse-freiwillige-2019-20/
Ein Drittel unter 30! https://www.bdkj.info/meldungen/ein-drittel-unter-30/ ]]>

 

Der Dachverband der katholischen Jugendverbände begrüßt die Entscheidung von der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und und dem Zentralkomitee der Katholiken (ZdK), gemeinsam einen synodalen Weg zu beginnen. Er kann ein Erfolg werden, wenn alle Themen, die das Volk Gottes bewegt, offen diskutiert werden. Verbindliche Entscheidungen müssen unter Beteiligung von Verbänden, Organisationen und Diözesanräten getroffen werden. Darüber hinaus müssen alle Gläubigen und Interessierten die Möglichkeit erhalten, sich zu beteiligen. Insbesondere fordert der BDKJ-Bundesverband, dass ein Drittel der Entscheider'innen im synodalen Weg unter 30 sein müssen. Denn fast jed*r dritte Katholik*in ist unter 30 Jahre alt. Dies ist einer von insgesamt fünf Punkten mit denen der BDKJ in den synodalen Weg starten möchte.

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Thu, 07 Nov 2019 16:16:00 +0100 https://www.bdkj.info/meldungen/ein-drittel-unter-30/
gedenke https://www.bdkj.info/meldungen/05-11-2019-gedenkgottesdienst-novemberpogrome/ ]]>

 

Die Verbrechen des Nationalsozialismus fanden in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 einen traurigen Höhepunkt. Der enthemmten Gewalt dieser Nacht folgte ein Antisemitismus, der knapp drei Jahre später in den Holocaust mündete. „Gerade angesichts des Wiederaufflammens antisemitischer Hetze ist das Erinnern der erste Schritt, um nie wieder zuzulassen, dass jüdisches Leben in Deutschland angegriffen wird. Dazu braucht es den Mut der gesamten Zivilgesellschaft“, erklärt Benjamin Wahl, Diözesanleiter des Bischöflichen Jugendamtes. Der Gottesdienst richtet sich daher an Interessierte aller Konfessionen und jeden Alters.

Die Feier enthält jüdische und christliche Gebete sowie Elemente der atelier:kirche, in der Gebete nicht in Worten, sondern im schöpferischen Umgang mit Materialien ausgedrückt werden. „Solche Formens des Betens eröffnen vor allem dort die Möglichkeit zu beten, wo einem die Worte im Hals stecken bleiben und man sprachlos bleibt“, erläutert Sebastian Schmid, Projektleiter der atelier:kirche Wernau das spirituelle Konzept. Als Material sind für diesen Gottesdienst Glasscherben vorgesehen - im Zusammenhang mit den Novemberpogromen ein zweideutiger Stoff: Zum einen erinnern die Scherben an die Zerstörung während der Progrome, zum andern mahnen sie die heutige Generation, mit den Scherbenhaufen der Geschichte irgendwie umzugehen, ohne sie unter den Teppich zu kehren.

>>>www.atelierkirche-wernau.de

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Tue, 05 Nov 2019 10:35:00 +0100 https://www.bdkj.info/meldungen/05-11-2019-gedenkgottesdienst-novemberpogrome/
Das Gender-Sternchen leben https://www.bdkj.info/meldungen/21-10-2019-div-10-2019-vielfalt-abbilden/ ]]>

 

„Das Sternchen zeigt unsere Wertehaltung, die darauf basiert, dass Gott jeden Menschen liebt“, erklärt Markus Scheifele, BDKJ-Diözesanjugendseelsorger den Beschluss der Diözesanversammlung der Dachorganisation katholischer Jugend- und Dekanatsverbände, die am 19./20. Oktober in Wernau stattfand. Der Abstimmung ging ein Studienteil voraus, in dem die rund 70 Delegierten sich mit dem Thema „Geschlechtliche Vielfalt“ beschäftigten. Als Fachreferent*innen waren Raphaela Soden, Theolog*in und Referent*in für junge Erwachsene im Erzbistum Freiburg sowie Isabelle Melcher, Psychotherapeut*in und Leiter*in der Beratungsstelle Transsexualität, Transgender und Intersexualität (TTI) in Ulm zu Gast. „Junge lesbische, schwule, bi-, trans- oder intersexuelle Menschen, haben oft das Gefühl keinen Platz in der Kirche zu haben. Kirche macht sich an all diesen Menschen schuldig, indem sie deren Lebensrealität verschweigt“, bewertet Soden die Morallehre der Amtskirche. Damit legitimiere sie auch Stigmatisierungen, Diskriminierungen und schwere Menschenrechtsverletzungen, wie sie weltweit an der Tagesordnung seien. Hier sieht der BDKJ Rottenburg-Stuttgart seine Aufgabe darin, diese Menschen als Teil der Kirche sichtbar zu machen. „Denn mit Sprache schafft man Realität und wir wollen eine Sprache verwenden, die alle Menschen einschließt“, begründet Scheifele das Gender-Sternchen.

Um darüber hinaus auf die Realität sexueller und geschlechtlicher Vielfalt hinzuweisen, beschloss die Versammlung ein Positionspapier dazu zu erarbeiten, das die Wertehaltung der katholischen Jugendverbände verdeutlicht. Bis zur Frühjahrssitzung im März 2020 sollen darin Standpunkte und Forderungen zu geschlechtlicher Vielfalt formuliert werden, die dem BDKJ eine Handlungsbasis für politische Aktionen geben.
So kann er etwa künftig seine Teilnahme an der Christopher Street Day-Parade, an Maria 2.0-Kirchenstreiks oder am Konzil von unten mit einem Hinweis darauf begründen. Denn das Positionspapier wird unter anderem neben der geschlechtlichen Vielfalt auch Aussagen zur Gleichberechtigung und Geschlechtergerechtigkeit enthalten. „Der BDKJ Rottenburg-Stuttgart sieht sich als Vorreiter innerhalb der katholischen Kirche, sich für ALLE jungen Menschen unabhängig ihrer geschlechtlichen und sexuellen Orientierung politisch einzusetzen – und dies ab sofort auch mittels geschlechtergerechter Sprache“, bemerkt Scheifele zufrieden zum Ergebnis der Herbstversammlung.

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Mon, 21 Oct 2019 11:00:00 +0200 https://www.bdkj.info/meldungen/21-10-2019-div-10-2019-vielfalt-abbilden/