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Anfänge des BDKJ

Was war und was kommt
Den BDKJ gibt es seit 1947. Rund 80 Männer und Frauen, das waren fast alle beauftragte Laienführerinnen und -führer aus den deutschen Diözesen sowie aus Verbänden und Bünden, trafen sich vom 24. bis 28. März 1947 in Hardehausen bei Paderborn zur „Tagung der Führerschaft der Deutschen Katholischen Jugend“. Sie kamen auf Einladung von Prälat Ludwig Wolker, der vor dem Krieg Generalpräses des Katholischen Jungmännerverbandes gewesen und nun von den Bischöfen erneut mit der Jugendarbeit in den Westzonen beauftragt worden war. Auf dem Treffen wurde der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) ausgerufen und die „Grundsätze zur inneren Ordnung“ festgelegt.

Diözesanführerin von Rottenburg-Stuttgart war damals Theresia Hauser, Diözesanführer Ernst Brüstle. Präses der Frauenjugend war Robert Steeb, Präses der Mannesjugend Alfred Maier. Die meisten Spuren hat Theresia Hauser hinterlassen. Sie hat sich stark um Frauenbildung im Geist der damaligen Zeit gekümmert. Nach neun Jahren als Diözesanführerin wurde sie 1956 BDKJ-Bundesführerin. In diesem Amt hat sie das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) mit der Bundesregierung verabredet und gesetzlich gefasst.

Mitgestaltung in christlicher Verantwortung

Der Bund entwickelte sich rasch. Bereits nach wenigen Jahren zählte er im „Stamm“ und in den „Gliedgemeinschaften“ bundesweit rund eine Million Mitglieder. In den Anfangsjahren sollte das feste Stehen in Glaube und Kirche zeigen, dass die überlieferten Wahrheiten und Werte beim Schaffen einer neuen sozialen Ordnung nach der Nazi-Diktatur unverzichtbar waren.
Der BDKJ wollte sich damals - und tut dies bis heute - beim Aufbau und der Mitgestaltung eines demokratischen Gemeinwesens in christlicher Verantwortung engagieren. Auf diesem Hintergrund war es bis in die 70er Jahre selbstverständlich, dass Engagierte des BDKJ in die Junge Union und CDU eintraten und politische Ämter auf allen Ebenen übernahmen. Heute sind junge Katholiken in vielen Parteien aktiv, bei den Liberalen und in der Linkspartei sicher weniger.

Durch das Zweite Vatikanische Konzil in den 60er Jahren und die gemeinsame
Synode der westdeutschen Bistümer 1976 sind die Zugänge zu Glaube und Kirche differenzierter und individueller geworden. Dem Drang der katholischen Jugend immer wieder neue eigene Formen für Gottesdienste zu finden bot der BDKJ immer einen strukturellen Rahmen. Gleichzeitig war der BDKJ stets vorne dran, wenn es um die innerkirchliche Mitbestimmung ging. Heute gilt noch mehr als früher: Der BDKJ ist für Kinder und Jugendliche oft der einzige Zugang zur katholischen Kirche.

katholisch - politisch - aktiv

Bis in die 60er Jahre waren die Bundesfeste mit bis zu 100.000 TeilnehmerInnen Höhepunkte eines aktiven Wirkens in die Gesellschaft hinein. Friedensdemonstrationen, Aktionen auf Katholikentagen und zu Bundestagswahlen waren und sind spätere Formen von Aktivität.

Interessenvertretung für Kinder und Jugendliche, Kirchenpolitik, Jugendpolitik und Öffentlichkeitsarbeit sind und bleiben die Schwerpunkte im BDKJ, der sich seit 1971 als Dachverband versteht.

Zur Zeit gehören ihm in Deutschland 15 Mitgliedsverbände und 26 Diözesanverbände an. Nach der Jahrtausendwende kamen und kommen neue Themen auf, denen sich der BDKJ zu stellen hat: Durch Zuwanderung aus vielen Ländern wird der Katholizismus in Deutschland farbiger und multikulturell. Junge MigrantInnen engagieren sich genauso in der Kirche wie Inländer. Hier wächst eine neue „Kundschaft“ heran, die Jugendverbandsarbeit ansprechen kann. Sie bringen mit ihrer Kultur auch andere Formen kirchlichen Lebens mit, die den BDKJ bereichern können. Verschärft hat sich gleichzeitig die soziale Lage für viele Kinder und Jugendliche. Die Wohlstandsgesellschaft ist an ihre Grenzen gestoßen, der Klimawandel wird Folgen haben, die niemand derzeit vorhersehen kann.

Kinder- und Jugendarbeit im BDKJ wird junge Menschen auf ihrem Lebensweg begleiten, ohne genau zu wissen, wohin die Reise hingeht, wer beispielsweise seinen Lebensunterhalt selbst verdienen kann, und wer dauerhaft auf die Solidarität seiner Mitmenschen angewiesen sein wird.

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Link zum Radiobeitrag "Haben kirchliche Jugendverbände eine Zukunft?"

auf Bayern2,  mp3

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