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Sternsinger*innenaktion

Solidarität mit Kindern weltweit

Rund 50.000 Kinder und Jugendliche in Baden-Württemberg gehen jedes Jahr in der ersten Januarwoche als Drei Könige verkleidet von Tür zu Tür und sammeln Spenden für Kinder in ärmeren Ländern dieser Erde.

Mit Kreide schreiben sie den Segen "Christus möge dieses Haus segnen" in der lateinischen Abkürzung "C+M+B" (Christus mansionem benedicat) an die Haustüren und rufen zur Solidarität mit den Kindern aller Länder auf. Die Spenden gehen an Bildungs- und Gesundheitsprojekte in Afrika, Asien, Lateinamerika, Osteuropa und Ozeanien.
Träger der Sternsingeraktion auf Bundesebene ist das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" in Aachen und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

In der Diözese Rottenburg-Stuttgart laufen die Fäden an der Fachstelle Globales Lernen zusammen.

Gesund werden - Gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit

Aktion Dreikönigssingen 2022

Unter diesem Motto steht die Gesundheitsversorgung von Kindern in Afrika im Fokus der Aktion Dreikönigssingen 2022. Weltweit hat die Gesundheitsversorgung von Kindern schon viele Fortschritte gemacht: Während 1990 noch 12,7 Millionen Kinder vor ihrem fünften Geburtstag starben, konnte die Kindersterblichkeit bis 2015 halbiert werden. Der Anteil untergewichtiger Kinder ging im gleichen Zeitraum von 25 auf 14 Prozent zurück. In Afrika südlich der Sahara schlafen mittlerweile mehr als zwei Drittel aller Kinder unter einem imprägnierten Moskitonetz. Dadurch gingen die Malaria-Todesfälle stark zurück. Doch trotz dieser ermutigenden Entwicklungen ist die Kindergesundheit vor allem in den Ländern des Globalen Südens stark gefährdet. Das liegt an schwachen Gesundheitssystemen und fehlender sozialer Sicherung. Bis heute hat die Hälfte der Weltbevölkerung keinen Zugang zu Gesundheitsversorgung. Vor allem in Afrika sterben täglich Babys und Kleinkinder an Mangelernährung, Durchfall, Lungenentzündung, Malaria und anderen Krankheiten, die man vermeiden oder behandeln könnte. Die Folgen des Klimawandels und der Corona-Pandemie gefährden die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen erheblich – und sie bedrohen die Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte.

Einsatz der Projektpartner*innen
Gemäß der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen hat jedes Kind ein Recht „auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit sowie auf Inanspruchnahme von Einrichtungen zur Behandlung von Krankheiten und zur Wiederherstellung der Gesundheit“. Die Partner*innen der Sternsinger*innen setzen sich mit vielfältigen Programmen weltweit für die Verwirklichung dieses Rechts ein. Sie begleiten Frauen während der Schwangerschaft und unterstützen sie dabei, ihren Kindern einen gesunden Start ins Leben zu ermöglichen. Sie impfen Babys, behandeln Kinder und tragen mit Ernährungshilfen dazu bei, sie zu stärken und weniger krankheitsanfällig zu machen. In schulischen Gesundheitsclubs lernen Kinder, dass schon einfache Hygienemaßnahmen wie Händewaschen dazu beitragen, ihre Gesundheit zu schützen. Ihr Wissen tragen sie in ihre Familien und Dorfgemeinschaften. Die Kinder erfahren, dass sie ein Recht auf Gesundheit haben, und lernen, dieses auch einzufordern. Lehrer*innen werden dazu befähigt, Erste Hilfe zu leisten und Kindern bei einfachen Erkrankungen zu helfen.

So wirkt die Hilfe der Sternsinger*innen
Die Aktion Dreikönigssingen 2022 bringt den Sternsinger*innen nahe, wie Kinder in Afrika unter schwierigen gesundheitlichen Bedingungen aufwachsen. Gleichzeitig zeigen die Aktionsmaterialien anhand von Beispielprojekten in Ägypten, Ghana und dem Südsudan, wo die Hilfe der Sternsinger*innen ankommt und wie sie die Gesundheitssituation von Kindern verbessert. Die Aktionsmaterialien veranschaulichen auch, wie die Aktion dazu beiträgt das Recht auf Gesundheitsversorgung umzusetzen.

Diözesane Sternsinger Eröffnungsfeier

Die diözesane Eröffnungsfeier ist für den 30.12.2021 in der Kirchengemeinde St. Joseph in Öhringen im Dekanat Hohenlohe mit Weihbischof Gerhard Schneider geplant.

 

 

Empfänge bei Bischof Fürst und bei der Landesregierung

"Ihr seid Segensbringer und Botschafter"

Zu Beginn des Jahres 2022 werden vier Sternsinger*innengruppen aus der Diözese zum Empfang beim Ministerpräsidenten nach Stuttgart eingeladen und eine Gruppe zum Empfang bei Bischof Fürst. Wer Interesse an einer Teilnahme hat und den Segen und die Botschaft der Aktion überbringen möchte, kann sich bis spätestens 20. November 2021 bei der Fachstelle Globales Lernen des BDKJ dafür bewerben! 

Termine (vorbehaltlich des Infektionsgeschehens während der Corona-Pandemie):

  • Bischofsempfang: 06.01.2022 um 16 Uhr im Haus Stella Maris in Stuttgart
  • Landesregierung: 07.01.2022 um 14.30 Uhr im Neuen Schloss in Stuttgart

Bewerbungen können über das unten stehende Online-Formular eingereicht werden. Bitte nennen Sie eine Kontaktperson und die Kontaktdaten der Kirchengemeinde sowie zu welchem Empfang (Landesregierung oder Bischof) Sie gerne kommen möchten. Anfang Dezember erfahren die teilnehmenden Gruppen alles weitere.

    Bewerbungsformular Sternsingerempfänge

  1. * Dies ist ein Pflichtfeld

Kinderschutz im Rahmen der Sternsinger-Aktion

Bei der Sternsingeraktion setzen wir uns für das Wohl von Kindern weltweit ein und möchten ihre Lebenssituation verbessern! Wir wollen dabei auch das Wohl der Kinder und Jugendlichen bei uns in Deutschland nicht vergessen. Auch im Rahmen der Sternsingeraktion liegt uns der Schutz von Kindern und Jugendlichen besonders am Herzen.

Welche Maßnahmen hierfür zu berücksichtigen sind, ist im Infoschreiben zusammengefasst.

Sollte die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses nötig sein, ist den Ehrenamtlichen das entsprechende Anforderungsschreiben incl. Antrag zur Gebührenbefreiung auszuhändigen.

Es ist uns ein Anliegen, dass Betreuer*innen bei der Sternsingeraktion für die Thematik sensibilisiert sind und auch die Kinder und Jugendlichen wissen, an wen sie sich wenden können, wenn ihnen etwas „komisch“ erscheint. In der Gemeinde sollten sich die Verantwortlichen daher auch damit auseinandersetzen. Wichtig ist, den ehrenamtlichen Betreuer*innen deutlich zu machen, dass die Maßnahmen zum Schutz dienen und nicht aufgrund eines Generealverdachts, sondern vielmehr auch zur Abschreckung potentieller Täter umgesetzt werden sollen.
Bei Fragen, wenden sie sich an das zuständige Jugendreferat. Dort werden auch immer wieder öffentliche Schulungen angeboten.

Kontakt

Katharina Reidick
Katharina Reidick
Bildungsreferentin Globales Lernen/WFD
07153 3001-102
kreidick@bdkj.info